Gesellschaftslärm – die dauercholerische Gesellschaft

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Zum soeben gesagten muss man das folgende ergänzen: Es heißt ja, eine der wichtigstens Währungen gesellschaftlicher Art sei die der Aufmerksamkeit. Nur wer Aufmerksamkeit erhascht, wird bemerkt und wahrgenommen. Nicht so unwahr das Ganze. Doch hat es seine ganz präzise Grenze. Wo alles schon überlaut ist und überhell, hört man nichts mehr besser sondern erzeugt nur Stress. Das ist die Erfahrung der Lehrer, die in einer lauten Schulklasse anfangen herumzubrüllen. Sinnlos. Doch noch haben wir gesellschaftlich nicht die Presslufthammerlautstärke erreicht. Sind aber…

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Schüler von …

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Seit Jahrhunderten eine eingeübte Sache. Komponisten outen sich als „Schüler von und zu“. Etikett druff und fertig. a) Würde mich mal interessieren, welcher KomponistIn mal sagt: Leider! Das war Käse bei XXX oder etwas in der Art. Und b) Warum? Gewählt oder auserwählt, oder beides? Ich oute mich auch gleich mal, ich war Schüler von Anton Bruckner, habe den Meister gerne kopiert, war aber immer deutlich schlechter. Vor allem in der B-Note, also bei transponierenden Instrumenten.

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„… sie wittern das Ende.“ [Plessner]

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1924: Helmuth Plessner über Dichten und Denken in der Zeit der „Utopie der Maschine“. „So um 1860 ist die Masse da, uniform durch die Arbeit, uniform, weil übermüdet, im Genuß. Jenes Publikum, das nicht mehr mitkann, aber kollektiv den Anspruch erhebt, für voll genommen zu werden, zwingt den Dichtern und Denkern eine neuere, gröberer, eindringlichere und stimulierende Sprache ab. Bürgerliche Industriewelt steht gegen vereinsamte Musiker, Maler, Schriftsteller, gegen Bildungswelt; die unpersönliche Unternehmung, tausendfältig verfilzte Masse von Produzenten, Maklern, Abnehmern gegen die einzelnen…

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Was ist wichtig?er

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Als Ornette Coleman in einem Club Ende der 50er Jahre auf den Tisch haute mit  "Let's play the music not the background" war das umwerfend. Im Moment, scheints mir, sieht es wieder genau umgekehrt aus. Musik als wichtigste Nebensache der Welt, vor allem Nebensache ihrer selbst.  

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Novalis und das Interesse

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Bei der Lektüre von Aphorismen von Novalis tauchen einige ganz bezaubernde Gedanken auf. Sie sind für den Bildungsbereich durchaus fruchtbar. 35. Interesse ist Theilnahme an dem Leiden und der Thätigkeit eines Wesens. Mich interessirt etwas, wenn es mich zur Theilnahme zu erregen weiß. Kein Interesse ist interessanter, als was man an sich selbst nimmt; so wie der Grund einer merkwürdigen Freundschaft und Liebe die Theilnahme ist, zu der mich ein Mensch reizt, der mit sich selbst beschäftigt ist, der mich durch seine…

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Gender in Lüneburgs Uni

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Manchmal traut man seinen Augen nicht, was heute noch an deutschen Universitäten für Gender-Muff getrieben wird. Während man überall versucht, auch völlig zu Recht, zwischen den Geschlechtern die Grenzen einzureißen und das zu auch völlig absurden Formulierungswülsten in der Sprache beispielsweise führt, ist es in der Gestaltung von Symbolen oder Icons normal, Unterschiede nicht zu überbrücken, sondern zu formulieren. Bei Professorinnen an der Leuphana Lüneburg, die kein Foto von sich beibringen wollen oder können, werden Silhouetten doch ganz plump zugeordnet. Erinnert mich…

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Kleine Musiklehre

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Betroffenheitscluster: Tontraube mit Vorhalt. Synthese aus barocker Figur und alter neuer Musik. Funktioniert vor allem zur musikalischen Untermalung in Fernsehen und Film.

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