Neues aus dem Grand-Tokio-Hotel-Abgrund – Urheberrecht als musikalische Warenkunde

  • Lesedauer:5 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Das Gezerre um die angemessene Vergütung von urheberrechtlichen Leistungen will kein Ende nehmen. Seit einigen Jahren werden sogenannte Körbe zum Urheberrecht gepackt. Teilweise sind Ergänzungen und Korrekturen nötig, weil es Auflagen der europäischen Kommission gibt, teilweise werden diese Anforderungen genutzt, um weitergehende neue Ansprüche zu begründen. Dieses tat zuletzt ein „Offener Brief“, der im Namen der Musikindustrie anlässlich des „Tages des geistigen Eigentums“ direkt an die Bundeskanzlerin ging. Unterschrieben haben ihn Dutzende der in…

WeiterlesenNeues aus dem Grand-Tokio-Hotel-Abgrund – Urheberrecht als musikalische Warenkunde

Datenschutz und Umweltschmutz in deutschen Bundesbehörden

  • Lesedauer:3 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

"In den Jahren 2005 bis 2007 sind in deutschen Bundesbehörden 189 stationäre Personalcomputer, 326 Notebooks, 38 Memorysticks sowie 271 Mobiltelefone und Taschencomputer gestohlen worden, abhanden gekommen oder unauffindbar," kann man lesen in den aktuellen Mitteilungen aus dem Bundestag. Da kommen wohl noch einige Mobiltelefonen der Firma No*ia hinzu, die einige höhere Beamten volkswirksam zur Vernichtung anheimgegeben haben. In der Mitteilung heißt es weiter, viel Unglück sei dabei nicht entstanden. "In fünf Fällen, so heißt…

WeiterlesenDatenschutz und Umweltschmutz in deutschen Bundesbehörden

Fahrten durch ungesellige Landschaften I bis III

  • Lesedauer:3 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

I Bevölkerungsbeschwichtigung - Koeppen Er meinte die Situation zu durchschauen: sie barg Gift und Bazillen. Was waren denn diese Siedlungen anderes als die nationalistischen Siedlungen der Kinderreichen, als SS- und SA-Siedlungen, nur billiger, nur enger, nur schäbiger, nur dürftiger? Und wenn man diese Blaupausen betrachtete, es war der Nazistil, in dem weitergebaut wurde, und wenn man die Namen der Baumeister las, es waren die Nazibaumeister, die weiterbauten, und Heineweg und Bierbohm hießen den brauen…

WeiterlesenFahrten durch ungesellige Landschaften I bis III

Vernebelungsdiskurse

  • Lesedauer:2 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Im vorhergehenden Eintrag habe ich Walter Benjamin aus seiner "Einbahnstraße" zitiert. "Armut schändet nicht", die hohle Floskel, die von oben herab das Leben zur Erträglichkeit verschönt. Benjamins Text geht aber weiter. Und er berührt darin noch deutlicher die Gegenwart, als es zunächst schien. Aber nie darf einer seinen Frieden mit der Armut schließen, wenn sie wie ein riesiger Schatten über sein Volk und sein Haus fällt. Dann soll er die Sinne wachhalten für jede…

WeiterlesenVernebelungsdiskurse

Disziplinen und Disziplinierungen

  • Lesedauer:3 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Man redet und arbeitet mit einem Selbstverständnis von universitären Disziplinen, von Fakultäten und Fächern. Unterteilt das ganze in ein Angebot, das von Medizin über Physik zur Germanistik und Volkswirtschaftslehre reicht. Aber auch hier die Frage, warum? Dass etwas historisch sich so ausdifferenziert hat heißt ja nicht, das es richtig so ist. Wie kann kann man denn überhaupt die Grenzen zwischen den Fächern ziehen und wodurch sind sie begründet? Warum überhaupt ist die Trennung so…

WeiterlesenDisziplinen und Disziplinierungen

Soziologen-Clowning … „Es erreicht Bücherschränke“ [Luhmann]

  • Lesedauer:1 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Immer wieder ist Niklas Luhmann, der Soziologe, für eine Grotestke gut. "Soll der Text Wissen werden, soll er also die noch nicht geführte Kommunikation vollenden, muß er einen Leser finden. Aber wie? Die Publikation sichert nicht, daß das Buch gelesen wird; schon gar nicht, wenn vor allem Bibliotheken es kaufen. Das Zusenden von Büchern an 'Multiplikatoren' ist ebenfalls kein wirksamen Mittel, Lektüre zu erreichen. Es erreicht Bücherschränke." Da spricht mir einer aus dem Herzen,…

WeiterlesenSoziologen-Clowning … „Es erreicht Bücherschränke“ [Luhmann]

Vertreibung durch Opernmusik

  • Lesedauer:2 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Berlin. Wie schlecht es um die sog. Klassik-Welt bestellt ist, zeigt deren angebliche Wirkung auf, ich zitiere, "Drogenhändler, Wohnungslose und andere". Berlin will mit Musik Menschen verscheuchen. Aber nicht mit Heino und Moik, sondern mit Musik aus italienischen Opern, aber mit ohne Gesang. Das berichten sowohl Tagesspiegel und Berliner Zeitung. Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass eine Klangberieselung Drogenhändlern, Wohnungslosen und anderen, die unberechtigt oder zu lange in den Stationen verweilen, gehörig auf die…

WeiterlesenVertreibung durch Opernmusik

Name-Doping

  • Lesedauer:3 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Im Nachhinein wundert es nicht. Dennoch war die aktuelle Pressemeldung des Deutschen Bühnenvereins sehr beschmunzelnswert. Wird darin doch die deutsche Wirtschaft aufgefordert, ihr Engagement im Sponsoring zu überdenken. Die deutsche Wirtschaft sponsort nämlich Sport und Kultur. Und mit großer Wahrscheinlichkeit Sport mehr als Kultur. Das hat Gründe, die einfach darin zu suchen sind, dass Sportsponsoring einfach öffentlichkeitswirksamer ist und damit auch normalerweise als effektiver eingeschätzt wird. Einer Tour de France steht keine Tour de…

WeiterlesenName-Doping

Arbeitslosengeld I – Anspruch auf Risiko

  • Lesedauer:3 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Gerade flattert aus dem Deutschen Bundestag herein, der Antrag der Linksfraktion, die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld I zu verlängern (16/3538), sei abgelehnt worden - von SPD, CDU, FDP und den Grünen. Pro Jahr Arbeitsdauer hätte es einen Monat länger Arbeitslosengeld geben sollen, so der Antrag. Die Grünen meinen, "dass der Vorschlag Anreize für den Vorruhestand und nicht zur Integration älterer Menschen in den Arbeitsmarkt schaffe", was ich für eine sehr kreative aber dämliche Antwort halte.…

WeiterlesenArbeitslosengeld I – Anspruch auf Risiko

U-Musikverleger: Ein klares „Vielleicht“

  • Lesedauer:3 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Der Grund für eine Pressemeldung der U-Musik-Verleger im Deutschen Musikverlegerverband ist nicht so recht zu ermitteln. Es geht jedenfalls um den Einsatz von DRM. Man sieht es nicht als "heilige Kuh", aber wenn der Inhaber der Leitungsschutzrechte, in der Regel ein Tonträgerunternehmen darauf besteht, muss auch der Musikverleger mitziehen, so kann man es lesen. Die heilige Kuh ist nicht vom Eis sondern als schwarzer Peter an die Tonträgerindustrie weitergegeben worden. Die Musikverleger bestehen nicht…

WeiterlesenU-Musikverleger: Ein klares „Vielleicht“