Nebelbomben auf die KSK

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Seit einiger Zeit geistert eine Stellungnahme zur Zukunft der Künstlersozialkasse (KSK) durch die Presse. In der FAZ unter der Überschrift „Wirtschaft läuft gegen die Künstlersozialkasse Sturm“ oder beim Spiegel „Künstler und Journalisten: Arbeitgeber beklagen Bürokratie bei Künstlersozialkasse“. Die ganze Sache verursacht allerhand Trubel, ist aber nur eine gewaltige Wirtschafts- und Presseschleuder von Fehlinformationen. Die KSK ist nicht in Gefahr. Im Gegenteil: Die teilweise hanebüchenen Argumente, die da vorgetragen werden, sind in der Summe lächerlich…

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Kulturpolitik: Wie man Infografiken zur Desinformation nutzt

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Wie man der Grafik entnehmen kann, werden sich die laufenden Ausgaben im Geschäftsbereich Kultur der Landeshauptstadt Dresden von Plan 2016 nach Plan 2017 fast verdoppeln. Das zumindest könnte die Grafik (Folie 14) nahelegen, die ich über einen Tweet heute gesehen habe. Dramatisiert wird das alles noch durch die Hinzufügung der absoluten Zahl von 9,5 Mio in rot und mit Pfeil. Die absoluten Zahlen dagegen gehen von einer Steigerung von etwas über 10 Prozent aus.…

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Tropfen auf den kalten Stein: Bundesfonds für zeitgenössische Musik

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„Einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul.“ Mit den Sprichworten hat es so etwas komisches – sie versprechen manchmal Glück, wo sie Unglück produzieren. Gestern gab die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, die Einrichtung eines neuen Förderfonds für zeitgenössische Musik bekannt. Jährlich stünden demnach  1,1 Mio Euro jährlich (wie lange eigentlich) zur Vefügung. Entscheiden soll darüber eine Fachjury, die wahrscheinlich von sieben Verbänden und Einrichtungen ausgewählt werden wird. Dazu gehören: Dazu…

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Sigmar Gabriel und die Musik: Die klavierspielende Tante

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In der Politik darf man sagen, was man will. Dadurch wird es aber auch nicht besser, was man sagt. Ein Exkurs über die Lebensgeschichte eines bundesdeutschen Wirtschaftsministers und sein Verhältnis zu Tanten und Onkels, zu Pop und Kraut, zu Tasten und zum Fasten. Ein Gruß an die Blockschalmeien in allen Parteien. https://twitter.com/olaf_zimmermann/status/740142778622054400 Klavierspielende Tanten, da hat der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates gut zugehört, danke dafür. Da hätte er sich mal einfach bei seinen Kabinettskollegen…

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Desolate Situation der selbständigen Kreativen

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Gerade eben sorgte noch die große Jazzstudie für Aufregung, in der sich zeigte, in welchen Einkommensverhältnissen die Musikerinnen so leben. Dabei gehts denen noch knusper! Also im Verhältnis. Schon letztes Jahr kam eine große Musikwirtschaftsstudie heraus, die zu noch übleren Ergebnissen gekommen ist. Hier die entsprechende Tabelle aus der Studie, die man übrigens, sehr lesenswert, hier als PDF herunterladen kann. Nur etwas mehr als 10% aller Komponistinnen sind weiblich. Erschreckend wenig, das Jahreseinkommen beträgt…

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It’s Gordi-Time – Loyalität und Gehorsam

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Mitten in die Fastenzeit hinein lassen neue musikzeitung und das musikforum – die Zeitschrift des Deutschen Musikrates – aufhorchen. Denn da werden die drei Anwärter für den Musik-Gordi nominiert. Das ist eine besondere Ehre. Aber nicht jeder ist gleichermaßen qualifiziert. Wie sehr aber manche dann doch qualifiziert sind, zeigt sich in dem Rummel und den Wellen, den eine Nominierung dann auszulösen in der Lage ist. Um Sandra Scheeres ist es sehr ruhig, obwohl sie…

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Achtung Konzert – Bitte bewahren Sie Ruhe

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Keith Jarretts Köln Concert verliert dadurch nicht seinen legendären Charakter, aber was in der Kölner Philharmonie sich vor wenigen Tagen ereignet hat, ist dafür geeignet, den Ort Köln musikalisch zu beschädigen. Was bekannt ist: Das Konzert des iranischen Musikers Mahan Esfahani wurde so sehr gestört als dieser seine Version von Steve Reichs „Piano Phase“ von 1967 zu Gehör bringen wollte, dass das Stück nicht zuende gespielt werden konnte. Zischen und Klatschen, man gab sich…

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Denk mal nach: Warum die Semperoper richtig tickt

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Der Begriff des Denkmal-Schutzes bekommt einen neuen Unterton. Offenbar ist in Dresden Anzeige gegen (ja, gegen wen eigentlich) erstattet worden, weil an der Semperoper ein Bildschirm angeheftet worden ist. Auf dem werden kluge Sätze und Bilder dazu gezeigt, die sich gegen Fremdenhass wenden. "Wir sind keine Bühne für Fremdenhass," so versteht sich das. Genaueres hat vor einiger Zeit Michael Ernst in der nmz geschrieben: Dresden zeigt Gesicht(er). Die BILD-Zeitung weiß natürlich mehr. „Klartext spricht…

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Zeitdiagnose

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Ich kann mich gerade gut erinnern, wie wir mal in den 90er Jahren und Anfang des 21. Jahrhunderts im Feuilleton unseren Spott ausgegossen haben über eine Tendenz, die man nonchalent „Spaßgesellschaft“ genannt hat. Der Hedonismus und der Narzissmus standen oben auf der Skala der Kultureigenschaften einer wohlsituierten westlichen/deutschen Gesellschaft. Big Brother gehörte dazu, ebenso wie die der angebliche Bildungsverfall wie er dann in den PISA-Studien sich ausgedrückt hat oder die sog. Politikverdrossenheit. Zugleich brachte…

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Entdeckungsreisen ans Ende der Kunst

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Dieser Text hing seit November am Haken. Im Prinzip geht es dabei um den schönen Schein der Lebensillusionen. Früher nannte man es die rosarote Brille, durch die man sich die Welt schön sieht. Das Internet potenziert diese Illusionen, die Tellerwäscher-Zum-Millionär-Illusion, die des Heldseins-Für-Minuten. Und es scheint auch so verführerisch wie Lottospielen. Ein Spielautomat für wenige Erfolgreiche zu denen man immer auch potenziell schließlich gehören will. Nachdem ich diesen Eintrag gesehen hatte: war mir sofort…

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