die Politik
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Achtung Konzert – Bitte bewahren Sie Ruhe
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Keith Jarretts Köln Concert verliert dadurch nicht seinen legendären Charakter, aber was in der Kölner Philharmonie sich vor wenigen Tagen ereignet hat, ist dafür geeignet, den Ort Köln musikalisch zu beschädigen. Was bekannt ist: Das Konzert des iranischen Musikers Mahan Esfahani wurde so sehr gestört als dieser seine Version von Steve Reichs „Piano Phase“ von
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Denk mal nach: Warum die Semperoper richtig tickt
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2 Minuten Lesezeit
Der Begriff des Denkmal-Schutzes bekommt einen neuen Unterton. Offenbar ist in Dresden Anzeige gegen (ja, gegen wen eigentlich) erstattet worden, weil an der Semperoper ein Bildschirm angeheftet worden ist. Auf dem werden kluge Sätze und Bilder dazu gezeigt, die sich gegen Fremdenhass wenden. “Wir sind keine Bühne für Fremdenhass,” so versteht sich das. Genaueres hat
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Zeitdiagnose
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Ich kann mich gerade gut erinnern, wie wir mal in den 90er Jahren und Anfang des 21. Jahrhunderts im Feuilleton unseren Spott ausgegossen haben über eine Tendenz, die man nonchalent „Spaßgesellschaft“ genannt hat. Der Hedonismus und der Narzissmus standen oben auf der Skala der Kultureigenschaften einer wohlsituierten westlichen/deutschen Gesellschaft. Big Brother gehörte dazu, ebenso wie
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Entdeckungsreisen ans Ende der Kunst
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5 Minuten Lesezeit
Dieser Text hing seit November am Haken. Im Prinzip geht es dabei um den schönen Schein der Lebensillusionen. Früher nannte man es die rosarote Brille, durch die man sich die Welt schön sieht. Das Internet potenziert diese Illusionen, die Tellerwäscher-Zum-Millionär-Illusion, die des Heldseins-Für-Minuten. Und es scheint auch so verführerisch wie Lottospielen. Ein Spielautomat für wenige
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Nicht nur E- und U-Musik, sondern auch G-Musik
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3 Minuten Lesezeit
Deutschland ist gut in Sachen Bürokratie. Für den ganzen Ärger, den man sich damit einhandelt, sollte man auch die Vorteile sehen. Alles lässt sich regeln. Für fast alles gibt es ein Gesetz. In der Musik gibt es zwar ein E- und U-Musik-Gesetz, nachdem man Anspruch auf das eine oder andere stellen kann, überhaupt spielt die
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Freischütz: Ästhetische Rechnungsleger schlagen Rat
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Die CDU hat ein Personalproblem. Mindestens in Hannover. Dort fühlte sich der kulturpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion herausgefordert, sich zur aktuellen Freischütz-Produktion des Staatstheaters Hannover zu äußern. Er war nicht gerade begeistert. In einer Pressemitteilung äußerte sich Dr. Kiamann (Studienschwerpunkt Rechnungslegung) unter anderem so: „Aber dass das German Trash Theatre nun offenbar mit dem ‚Freischütz‘ auch
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Wir lassen uns das Singen nicht verbieten
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3 Minuten Lesezeit
Singen kann strafbar sein. Klar, wenn man verfassungsfeindliches Material singt. Es gibt da Sachen, die sind verboten. Die „Ode an die Freude“ aus Beethovens 9. Sinfonie gehört jetzt auch dazu. https://twitter.com/StaatstheaterMZ/status/668113136076128256 Diese Aktion brachte dem Staatstheater Mainz offenbar eine Anzeige seitens der Polizei ein, wie mehrere Zeitungen und der SWR berichten. Das Grundgesetz ist ein
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Norbert Lammert „bedroht“ jetzt TTIP mit einem Nein
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2 Minuten Lesezeit
Man könnte mal so argumentieren wie die TTIP-Befürworter in der Presse. Der Bundestagspräsident Norbert Lammert ist ganz offensichtlich ein antiamerikanisticher, nationalistischer, unvernünftiger Volltrottel. Was ist passiert: Norbert Lammert hat sich (das melden die Zeitungen gleichlautend mit einer dpa-Meldung) zu TTIP mit Vorbehalten geäußert: „Ich halte es für ausgeschlossen, dass der Bundestag einen Handelsvertrag zwischen der
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TTIP – Argumentationsdämmerung mit Josef Joffe
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7 Minuten Lesezeit
Nach Spiegel-Online und dem Chefkommentator der WELT hat sich nun auch der Aufklärungsjournalist der ZEIT Josef Joffe des Themas TTIP und Kultur unter dem Titel „Die TTIPhoben“ angenommen und einen Angriffsversuch gegen die Protestler gegen TTIP gestartet. Waren die ersten beiden Gegenworte nur entweder dämlich oder argumentativ irrwitzig, so wirkt dieser Beitrag von Joffe eher
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Denn er nennt sich Chefkommentator
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3 Minuten Lesezeit
Spiegel-Online und jetzt auch die WELT haben die Gegner von TTIP ins Visier genommen. Mit geschmacklosen Vergleichen (wie im Spiegel-Artikel – gestern kommentiert) oder ebenso sinnlosen Larifari wie heute in der WELT. Verantwortlich ist dieses Mal ein Chefkommentator. Eine verrückte Berufsbezeichnung, die mir bislang nicht geläufig war. Wie sich Linke und Rechte gegen TTIP verbünden.
