Sackgasse Bildungsreform

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Es ist zwar keine Schlagzeile in der BILD-Zeitung, trotzdem haben wir sie: die Bildungskatastrophe in Deutschland. Im internationalen Vergleich ist das Bildungssystem in Deutschland bestenfalls im Mittelmaß. Die deutsche Bildungsmisere hat ihren Grund allerdings nicht bei den Kindern, Schülern und Studenten – die sind vielmehr das Resultat -, sondern bei den Erwachsenen, die permanent das Bildungssystem reformieren: kaputtreformieren.

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Musik berührt

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manz1.jpgEs gibt schon sehr erstaunliche Musiker. In der letzten Ausgabe von taktlos (was bekanntlich das musikmagazin des bayerischen rundfunks und der neuen musikzeitung ist) war der noch an sich ganz junge Sebastian Manz mit seinem Vater zu Gast. Außer der seinem ohnedies sympathischen Auftreten, spielte er auch Musik. Wie die das erste Stück aus Schumanns Fantasiestücken op. 73 (Zart und mit Ausdruck). Da passierte etwas, was mir ganz lange schon nicht mehr in dieser Form passiert ist: Die Musik hat mich berührt.
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taktlos 111: Schnelle Brüter

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Die Reformen im Zeichen von Bologna haben auch den Kunsthochschulbereich erreicht. Wenn man sich so die Meinungen der Rektoren und Präsidenten anhört, war dies eine gute Entwicklung. In der Tat sind die Tanker der Hochschulen in Bewegung geraten. Aber wenn man es sich genau anhört, dann wirkt es, als wäre der Neustrukturierungsbereich allein dazu da, etwas zu bewegen, was sonst nie in Bewegung gekommen wäre. Die Musikhochschulen sind tatsächlich verkrustet und Änderungen innerhalb des Systems mussten als äußerst schwierig erscheinen.

Der Bologna-Prozess hat da rein formalistisch gewirkt. Bewegung wurde initiiert. Aber ob dies eine wirklich positive Neuordnung zur Folge haben wird, scheint längst nicht ausgemacht. Eine Struktur wurde ersetzt durch eine eigentlich noch viel Repressivere. Die Chance, etwas grundlegend Neues zu machen, ist vertan.
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taktlos #82: Operette, Land des Schwächelns

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Gestern abend um diese Zeit ging taktlos 82 über die Bühne, besser gesagt über den Sender. Ein wieder ganz lebendige Sendung mit mindestens zwei Gesprächspartnern, die schön reden konnten (einer davon zumal ein Bariton). Operette? Das habe ich mir auch gesagt und meinen Teil gedacht. Mottenkiste mit zuviel Schminke (aber dazu später). Nach der Sendung dann wie immer rüber zum Funkstadl und weiter gezwitschert mit den Gästen. Dabei war schließlich ein altes Fernseh-Idol, der…

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Ein kleiner Beitrag zur Soziologie des Hörens

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Nachfolgend mein Beitrag zur Ausgabe 73 der Sendung "taktlos" des Bayerischen Rundfunks und der neuen musikzeitung. Im Studio dabei: Rita Beulker (Projektcoach / Herausgeberin des Online Wirtschaftsmagazin infoquelle), Marion Glück-Levi (Stiftung Zuhören), Michael Quast (Kabarettist, Regisseur), Karl Karst (Wellenchef WDR3, Initiative Hören e.V.) und das Duo Courage. Musik: Morton Feldman: Coptic Light für großes Orchester Autor: Ein dichter Musiknebel hat sich um die Menschen der modernen Gesellschaft gelegt. Eine derartige Verdichtung von Klängen kann…

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taktlos 69 – Genie ist Scharlatan

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Musik: Beethoven, Streichquartett cis-moll, erster Satz Sprecher: Dar Bereich der großen Kunst-Musik ist ein heiliger Bezirk. Komponisten gelingt es durch das faszinierende Kombinieren von Tönen Werke höchster Kunstfertigkeit herzustellen.Musik: Beethoven, Streichquartett cis-moll, erster Satz wieder aufblenden Sprecher: E-Musik, das ist „Ernste“, „elitäre“, ja eigentlich auch „Ehrfurchts“-Musik; E-Musik, das ist Musik vor der man sich durchaus fürchten kann. Jeder zarten Seele tut es weh, wenn jemand einfach drüber spricht. Pssst! Musik: Beethoven, Streichquartett cis-moll, erster…

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1961 – György Ligeti: Atmosphères für großes Orchester

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Sensationen in der LuftUlrich Dibelius, ein wachsamer Begleiter der neuen Musik seit den 50er Jahren erinnert sich an die erste Aufführung von György Ligetis Atmosphères: „Die Uraufführung ... bei den Donaueschinger Musiktagen trug alle Anzeichen des Sensationellen. Denn diesem Grad von ,Destruktion' nach zehn Jahren fleißiger Konstruktion [Dibelius meint damit alle Formen seriellen Komponierens, eines systematischen Umgangs mit Tondauern, Tonhöhe, Tonlagen, Lautstärken usw.] hatte bisher noch keiner zu verwirklichen gewagt.“ Destruktion ist hier uneingeschränkt…

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Keine Gnade für Berlin

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    Sprecher: Das waren noch Zeiten. Bonn war Bonn und Bonn war die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland. Niemand hätte von diesem ausgewachsenen Provinznest am Rhein erwartet, ein kulturelles Zentrum zu sein. Die Bonner Subkultur artikulierte sich durch das Trinken von Kölsch nebst karnevalistischem Treiben. Ein paar Museen packte man drauf, das wars auch schon. Musik: ????Sprecher:     In Berlin ist das nun alles ganz anders. Diese neue Hauptstadt, einst westdeutsche Insel und damit kulturell…

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