Soziologen-Clowning … „Es erreicht Bücherschränke“ [Luhmann]

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Immer wieder ist Niklas Luhmann, der Soziologe, für eine Grotestke gut. "Soll der Text Wissen werden, soll er also die noch nicht geführte Kommunikation vollenden, muß er einen Leser finden. Aber wie? Die Publikation sichert nicht, daß das Buch gelesen wird; schon gar nicht, wenn vor allem Bibliotheken es kaufen. Das Zusenden von Büchern an 'Multiplikatoren' ist ebenfalls kein wirksamen Mittel, Lektüre zu erreichen. Es erreicht Bücherschränke." Da spricht mir einer aus dem Herzen,…

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Kork [Caudwell]

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Und noch ein Korken, der blogt. Weiß jetzt auch nicht, was schlimmer ist. Aber ich will das Kapitel nicht schließen ohne den Hinweis darauf, dass es mir nun nach etlichen Jahren wieder einmal vergönnt war, ein Buchantiquariat zu besuchen. Regensburg ist da nicht so gut bestückt wie früher einmal Wien oder Berlin (oder selbst Gießen). Diese besuchte Antiquariat hatte tatsächlich alte Werke und verlorene Werke und billige Werke. Unter anderm Sinclair Lewis "Der Babbitt"…

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Verbindungsblasebalg

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Fest zu bestätigen, dass Ihre PayPal Informationen bitte zum Aktualisierungsprofil Ihres PayPal oder Klickens auf dem Verbindungsblasebalg gehen Irgendwann werden die Spam-Phisher noch den Poetik-Preis der Stadt Emden bekommen. Irgendwann, da bin ich sicher.

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In der Mitte der Wirtschaft [2006] – Rechtes Gedankengut, billig

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Nachtrag zum vorhergehenden Beitrag. Wie tief die Dummheit und die Dreistigkeit geht, zeigt die von Google eingeblendete Werbung bei der Suche nach „rechtes Gedankengut in Bayern.“ Es folgt ein Screenshot! — keine Werbung: Man könnte es ja glatt für komisch nehmen. Aber es ist dies der schon längst automatisierte Terror. Machen wir halt den Preisvergleich. Ich fasse es nicht.

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Der frohe Tote

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Es gehört einfach zu meinen Lieblingsgedichten, auch und gerade weil ich es nicht ganz nachvollziehen kann. Der frohe Tote von Baudelaire, hier in einer Übersetzung von Stefan George. Ich weiß gar nicht, wie viele Übersetzungen ins Deutsche es davon gibt. Bekannt und angeschaut habe ich nur die von Stefan George und von Carlo Schmidt. Auszüge hat auch der Walter Benjamin gemacht. Dass jemand zu den Schnecken, Würmern und zu den Raben sich sehnt. Alles…

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1998 – „… den kritischen Blick entschärfen“

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Jürgen Habermas hat am 5. Juni 1998 knapp die politische Situation (2005) auf einen verteufelten Nenner gebracht: „… seit 1989 scheinen sich immer mehr Politiker zu sagen: Wenn wir die Konflikte schon nicht lösen können, müssen wir wenigstens den kritischen Blick entschärfen, der aus Konflikten Herausforderungen macht.“

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Wolfgang Koeppen: Das Treibhaus [„große Koalition der Unzufriedenen“]

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"Wer würde der Regierung im Amt nachfolgen? Eine bessere Regierung? – Vielleicht würde eines Tages eine große Koalition der Unzufriedenen regieren mit Dörflich an der Spitze, und dann wären Tod und Teufel los. Da saßen sie nun und waren am Ende ihres Lateins, die Günstlinge der Suffrage universel, die Jünger Montesquieus, und sie merkten gar nicht, daß sie Torenspiele arrangierten, daß von der Gewaltenteilung, die Montesquieu gefordert hatte, schon lange nicht mehr die Rede…

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Sybaris – Danza alla tedesca [und die Macht des Musikus’]

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Wissen (was immer das jetzt genau ist) nimmt zu, so erfährt man es. Es heißt auch, dass 90 Prozent aller Wissenschafter der Menschheit zur Zeit noch am Leben sind (das mag stimmen). Jedoch, manchmal dann, wenn man etwas ins Wissen bringen will, stellen sich die Dinge anders dar. Irgendwann während meines Studius tauchte das Kriegslied "Großvater Stöffel" von Bert Brecht auf. Ich habe es nicht verstanden. Großvater Stöffel ißt den Brotaufstrich mit dem Löffel.…

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Verspätung [Zugfahren mit Bayern-Fans]

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Mitteilung an mich. Nie mehr Zug fahren, wenn Fussball ist. Tatort Samstag, Tatzeit Zug. Arme Bayern Fans fahren mit Bayernticket nach Nürnberg. Saufen und brüllen. Brüllen und saufen. Das im Zusammenhang mit älteren Semestern, die just an einem solchen Tag ihr Radtour machen wollen und zwar in Massen, das ergibt eine unselige Melange. Verspätungen sind programmiert. Ekel vor vollgekotzten Zügen ebenfalls. Und das Gebrüll ist furchtbar. Bäh. Gänse bekommt man da leichter still. Nenene,…

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Fichten! [Über die Denkfreiheit und den Menschen als Eigentum]

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"Der Mensch kann weder ererbt, noch verkauft, noch verschenkt werden; er kann niemandes Eigenthum seyn, weil er sein eigenes Eigenthum ist, und bleiben muss." Was freilich niemanden anficht, ihn wie anderes nur unter dem Aspekt der Verwertung zu betrachten. "Den Körper der Menschen zu unterjochen ist euch ein leichtes; ihr könnt seine Füsse in den Stock, seine Hände in Fesseln legen, ihr könnt auch allenfalls durch Furcht des Hungers oder des Todes ihn verhindern…

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