Die N400-Anomalie

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Haacki fragte mich, was denn das N400-Phänomen sei. Ich kann sie beruhigen. Wissen muss man das natürlich nicht. Ich kannte es bis letzten Sonntag nachmittag auch nicht. Dann kam nämlich das Feature “Eine Oper schreiben heißt: Keinen anderen Ausweg wissen” - Das inspirierende Wechselspiel von Wissenschaft und Musik · Von Mathias Schulenburg. Dort heißt es ausführlich: "Die Module, die sich bei als falsch erkannten Klängen erregen, sind die gleichen, die auf grammatische Fehler beim Sprechen hin aktiv werden. Auch unerwartete Bedeutungs-Schräglagen rufen…

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Kulturaustausch – mediterran

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Gestern blieb es hier etwas stumm, denn eine Redaktionssitzung forderte mich heraus. Sie wurde typischerweise zu einer Ein-Tages-Klausur. Ertragreich, streitvoll, jedoch gerne konstruktiv. Da ich gestern bester böser Laune war, stellte ich wieder mal fast jedes Thema infrage. Irgendwann kam es zum Komplex EU-Kultur und Kulturaustausch. Ein heftiger Schlagabtausch zog sich dann hin und her. Als Feind institutioneller Kulturabwicklung verwies ich auf organische Bewegungen und “meinen” Begriff von Kulturaustausch, bei dem ich nicht den Tausch von Kultur als Ware im Mittelpunkt sehen…

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1929 – War alles schon mal da … [Siegfried Kracauer: Die Angestellten]

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Seit der erneuten Beschäftigung mit Klassikern der Soziologie und Ökonomie wird der Kreislauf, vielleicht sogar das Stilltreten der Zeit immer deutlicher. Engels Beobachtungen in England, Tocquevilles Kritik Amerikas machten das deutlich. Nun liegt Siegfried Kracauers Studie aus den 30er Jahren "Die Angestellten" auf dem Schreibtisch. Nichts scheint sich zu ändern, nichts. "Die Angestellten müssen mittun, ob sie wollen oder nicht. Der Andrang zu den vielen Schönheitssalons entspringt auch Existenzsorgen, der Gebrauch kosmetischer Erzeugnisse ist nicht immer ein Luxus. Aus Angst, als Altware…

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Richard Wagner: “… sie sind nur Ableiter.”

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Richard Wagner ist ein umstrittener Künstler, nicht nur heute sondern auch zu seiner Zeit. In seiner revolutionären Phase als Autor (so um 1850) hatte er einer unentschiedenen Art des Kommunismus sich zugewandt. In jener Zeit enstanden dicht hintereinander zuweilen dicke Abhandlungen wie „Das Kunstwerk der Zukunft” (1849), “Die Kunst und die Revolution” (1849) und „Das Künstlertum der Zukunft” (Fragmente, ab 1849). Aufgefangen und praxistauglich umgesetzt wurden viele Ideen aus diesen Schriften dann in “Oper und Drama” (1850/51). Die Sprache der „revolutionären” Schriften…

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„Wort und Kommunikation verdorben …“ (Deleuze)

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Manchmal kommt man einfach nicht nach. Der Input ist zu vielfältig und zu zahlreich. Zu verstehen und zu lesen, und daneben dann auch noch ein Leben führen. Momentan spazieren. "Vielleicht sind Wort und Kommunikation verdorben. Sie sind völlig vom Geld durchdrungen: nicht zufällig, sondern ihrem Wesen nach. Eine Abwendung vom Wort ist notwendig. Schöpferisch sein ist stets etwas anderes gewesen als kommunizieren." Aber was, wenn dies und jenes nicht klappen will?  

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Kluges Apotheose des Tausches und die Emanzipation der Gefühle

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Ich habe jetzt endlich in das etwas ältere Buch „Die Kunst, Unterschiede zu machen” von Alexander Kluge hineingelugt. Da geht es viel um Sehnsucht und unausbrennbare Gefühle. Es ist ja mal wieder schön, etwas zu lesen, was nicht direkt mit den neuen Medien zu tun hat. Dennoch steht da ein hoffnungsvoller Satz, den man herausreißen kann. Im Abschnitt “Kopf der Leidenschaften – – Fuß der Leidenschaften”: Der Einfallsreichtum der Menschheit, Mißbrauch mit Gefühlen zu treiben, mißbrauchen, um Herrschaft zu errichten, steht in…

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