Die Rationalität der Unvernunft
Überlegungen zur Sendung taktlos 115 – Braun Musick
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Überlegungen zur Sendung taktlos 115 – Braun Musick
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Beeindruckendes Feature über Thomas Sankara im Deutschlandfunk gestern. Darin Ausschnitte seiner Rede von 1984, am Ende kommt er auf Novalis zu sprechen. Damit wohl eine Zukunft seines Landes andeutend.
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Durch die Internetwelt geistert ein neues Urteil eines Amtsgerichts. Es geht dabei um das Speichern von Daten wie der IP-Adresse. Ist die IP-Adresse ein personenbezogenes Datum? Viele sehen es so. Dafür gibt es Gründe. Andererseits habe ich bisher gedacht, IP-Adressen sind Adressen von Rechnern (oder Internetzugangspunktadressen). Allein schon den entsprechenden Rechner dazu zu ermitteln ist für Ottonormalverbraucher doch so gut wie unmöglich. Aber selbst angenommen, das wäre möglich, so wäre es doch immerhin noch schwierig, eine entsprechende Person dahinter zu ermitteln. Ob…
Siggi Becker macht sich über die Blogzukunft (unter anderem) her.
Bloggen hat sich eingelevelt. In Deutschland, vielleicht weltweit, ist nicht mehr drin. Was auch immer drin gewesen wäre (siehe Utopie) wird jetzt nicht mehr sein Haupt recken. Ob politische Wirksamkeit oder subjektive Äusserung: Mehr wird nicht kommen. Die Integration in den Medienmix ist beendet. An den Rändern wird noch gemarketingt oder rebelliert werden, aber das Dreieck aus Macht – Aufmerksamkeit – Vermögen stabilisiert sich. Die Drift der kommunikativen Evolution der Noosphäre wird unpersönliche Stimmen hervorbringen, die dem Ego keinen Raum bieten. (Siggi Becker » In Zukunft)
Das finde ich bemerkenswert, ebenso wie die Einlassungen in dem Kommentar von “Matthias”.
Dabei werden Blogs vermutlich keine Massenmedien (mit hohen Zugriffszahlen wie die gute alte Zeitung), sondern eher Spezialisten in (unendlich vielen) Nischen sein. Aufmerksamkeit kommt dann aus der jeweiligen Nische (sei diese privat oder fachlich orientiert) und aus der Tagesaktualität, die bestimmte Themen für kurze Zeit nach oben spült. (Matthias » Kommentar 3)
Eine Vernischisierung des Lebens? Vielleicht werden Blogs tatsächlich noch etwas wie Volkssport. Schaut man sich die Nominierungen beim The-Bobs-Wettbewerb der Deutschen Welle einmal an, zum Beispiel für München, dann sieht man sehr schnell, wie extrem eigenartig die Welt der Blogs vielleicht doch geworden ist.
Diese Drift ist es, die egoischen Projekten wie Blogs Schmerzen der Verkennung auferlegen wird. Verbannt in die Enklaven der Mikroaufmerksamkeit und umwoben vom Lärm des Narzismuss. Ich – ich – ich. Der evolutionäre Vektor wird nur dort kanalisiert werden, wo der egoische Hunger neutralisiert wird. (Siggi Becker » In Zukunft)
Das ist eben der Expressionismus von unten, fast hundert Jahre nach dem Expressionismus von innen. Dem entspricht, nach altem Muster, der Wunsch nach Ausdruck, auch wenn er seine Vorhaltungen nicht mehr aus dem Innen sondern aus dem Außen holt. Das Außen ist das, was einem widerfährt. Seien es Angriffe vom Staat, seien es die Angriffe aus der Welt des Konsums. Beides ist so unpersönlich geworden, dass man es neu erschöpfen muss. Das kann sein Olivenöl oder König Ludwig Zwo
Das ist alles nichts anderes als aufgeblähtes Produktplasma.
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An der wunderschönen Stadt Regensburg kommt man in Regensburg nicht vorbei. Man hatte hier ein wunderbares Oktoberwochenende. Spaziergangfreundlich eigentlich. Da liegt manches herum. Die Stadt räumt sich auf. In Müllladen landet einiges aus der Welt Wahren, Schönen und Guten. Wie lange ich auch auf dieses Ensemble schaue, es fällt mir so recht kein Reim darauf ein. Es geschieht einfach so. Stille Nacht? Habe heute früh mal wieder in Lyrik hineingeschaut, Jakob van Hoddis, einer der liebsten mir, er verfasste einen wundervollen Schlussvers.…
Beim Blättern in den endlichen Weiten des Internets vermeintlich gelesen: Hypothesenkrise Könnte was dran sein.
Criollo Crunch der Konditorei Pernsteiner hat das Rennen in der Kategorie "Verwöhnen" beim Living At Home Award 2007 gemacht. Da hat er gut Lachen.
Der Postbote klingelt mich vom Arbeitsplatz weg. Und typischerweise wartet er nicht ab, bis man an der Kommunikationsanlage ist. Typischerweise klingelt er gleich bei mehreren Leuten. Es scheint eine geradezu typische Angewohnheit von Postboten zu sein, immer den obersten Klingelknopf mindestens mitzudrücken. Ich will das nicht bewerten, die machen auch nur ihren Job und haben ihre Erfahrungen. Wenn sich der Klingelnde nicht meldet an der Gegenstelle, eile ich für gewöhnlich zum Fenster, herunterblickend, wer der vermeintliche Störer wohl sein mag. Und da…
Da fühlt man sich wie auf einem anderen Planeten. Ein ganz merkwürdiger Scherz, diese Veranstaltung ohne Inhalt. Firmen der Popbranche stellen Bänke auf, andere bauen nach außen verspiegelte Klötze. Dazwischen Klitschen mit eigenartigen Angeboten. Und dann in einer Halle, dieses: Stand 712. Die Deutsche Orchestervereinigung, die man vielleicht nicht ganz unbedingt auf so einer Messe erwarten würde. Auf dem Monitor laufen Bilder von Pultstars. Solti bis Thielemann, Furtwängler bis Nagano. Sie spielen alle, so hat es den Anschein, das gleiche Stück…