Muttertag In Regensburgs a la BLIZZ

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Früher benötigte ich diese Zeitung zum Auffangen der sich Bahn suchenden Tropfen aus Filmentwicklungsdosen. Viel geholfen hats nicht. Der Teppich wurde trotzdem ruiniert. Aber nun wird langsam auch der Inhalt immer wichtiger - und lustiger. So gibts heute hübsch zwei Herzhälften zum Ausschneiden mit extra Sprüchen zum Draufkleben wie “Für dich!”, “Meiner Mutter”, “Meiner lieben Mama” und “Für die coolste Mum” (woran Adorno mit Sicherheit sein bitteren Spott gefunden hätte). Diese Herz soll man nun zusammen mit Blumen von der “Tanke” zusammentun,…

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Cluster: Erfolgsdruck

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Innehalten – eine Pause einlegen. Zur Ruhe kommen. Langsamer werden. Das sind auch musikalische Spielanweisungen. Man spürt dies in der Musik, wenn man sie hört, wenn man sie spielt; wenn man die Musik Musik sein lässt. All diese Spielanweisungen haben im Umgang mit Musik als Gegenstand von Pädagogik bis Gesellschaft offenbar keine Bedeutung. Musik wird gehetzt und sie wird entkleidet, sie wird zerlegt, benutzt und verkauft. Immanuel Kant hätte gesagt: Unser Umgang mit Musik und musikalischer Kultur ist würdelos. „Im Reiche der…

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Ich steh mit einem Fuß im Grabe …

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Finster, sehr finster, der Beginn dieser Tenor-Aria mit eingebautem Choral, vom Sopran eingeflochten (Fettdruck), der eine ganz originelles musikalisches Licht eingießt. In der Kombination kommt es durchaus zu ganz kuriosen rhythmischen Verwicklungen. Ich steh mit einem Fuß im Grabe, Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt, Bald fällt der kranke Leib hinein, Hilf mir in meinen Leiden, Komm, lieber Gott, wenn dirs gefällt, Was ich dich bitt, versag mir nicht. Ich habe schon mein Haus bestellt, Wenn sich mein Seel soll scheiden,…

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Musiker im Fahrstuhl

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So sieht ein Ensemble von Musikern aus, das sich im Fahrstuhl befindet. Gespielt haben sie bei taktlos 77 - neue musik für kinder - in der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart ein paar Werke hochbegabter Komponisten aus der Stuttgarter Musikschule. Die Kompositionen: Sehr schön und wirklich besser als ich jemals komponiert habe. Aber im ersten Fall nicht mal so unähnlich. Die Musik haben selbstverständlich auch Namen. Simon Zimmermann (Klavier - vorne mit Bewegungsunschärfe), Isabela Wisa (Violine, rechts und die einzige…

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Notausstieg

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Man soll ja in allen Gebäuden, die man nicht kennt (und wohl auch in allen Gebäuden, die man kennt – da vielleicht sogar besonders) immer sich vorsehen, wie man wieder herauskommt, im Falle, dass einem gelbe Mülltonnen das Leben schwer machen wollen oder man ganz einfach bösen Mitmenschen, Mitfeuern oder verflossenen Liebhaberinnen entfleuchen will. So war es sicherlich auch im Dings-Hotel in Stuttgart. Vierter Stock ist schön, aber sehr hoch zum Herabspringen im Falle des Falles. Doch genau so sah die Empfehlung aus. Statt ins Treppenhaus, wies ein Pfeil in diesen Fluchgang. Ein Blick aus dem Fenster (noch hoffnungvoll) zeigte an, dass da nichts anderes ist als die Dachschräge mit Schneeschutzgitter. Logische Erklärung: Keine, oder eine andere, dass nämlich Stuttgart einen vor all dem bewahrt.

Ach, das reminds me. Auf der Fahrt nach Stuttgart als Beifahrer versagte dem Herrn des Autos kurz vor Parsberg der Turbo. Dass der wichtig sein müsste, das war kurz später ganz Parsberg klar. Mit einer Rauchwolke ging es dann durch diesen entzückenden Ort, der zu allem Glück durch Hügel und Täler wunderbar undurchschaubar ist. Im besten Fall kommt man sich in so einem Auto vor wie David Coulthard, dem gerade sein Motor zerplatzt ist. Kinder auf kleinen Rollern (nennt man wohl heute Kickboards) zeigten sich schnell interessiert, wo unser einem einfach der Arsch auf Grundeis geht. Glück im Pech trotzdem. Und mit gekonntem Schweigegelübde statt mahnender Worte und kurioser Witzen erhoffte ich mir die Zuneigung meines Fahrers. So was kann ich: Schweigen im richtigen Moment und durch meine katholische Gelassenheit Sicherheit suggerieren. Kein Wunder, dass ich immer verlassen worden bin …

Zu Stuttgart noch ein Ton. Gut, das Wetter war nicht der Kleidung angemessen. Doch, was um Himmels Willen treibt Menschen in solche Stadt – ach was, Stadt, in so ein Schlengeldorf. Zum abendlichen Vergnügen durfte in einer Griechischen Kneipe dann aus dem Augenwinkel noch ein Blick auf einen der unsäglichen Ami-Schinken mit griechischen Untertiteln nicht fehlen. Das macht sich besonders gut in der aktuellen Situation. Geschundene, gekreuzigte Soldaten der amerikanischen Armee in der menschenverachtenden Bearbeitung durch kommunistische Kämpfer (allerdings ohne diese Wasserkäfige). Böse, böse, böse. Die Augen fielen gottlob zu. –> Notausstieg <-- Die Hubschrauber werden kommen, retten. (mehr …)

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Phonowirtschaft wichtigster Investor in musikalische Kreativität?

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Gestern fand in Berlin die Anhörung zum Fragenkatalog der „Enquete-Komission Kultur in Deutschland“ statt. Aus einer Stellungnahme darf ich wohl zitieren: Dr. Thorsten BRAUN (Syndicus des Bundesverbandes der Phonographischen Wirtschaft e.V.) Antworten auf den Fragenkatalog der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ für die Öffentliche Anhörung am 3. Mai 2004 zum Thema „Urhebervertragsrecht“ Vorbemerkung: (...) Die Phonowirtschaft ist der wichtigste Investor in inländische musikalische Kreativität. Von der Ertragsfähigkeit der inländischen Tonträgerunternehmen hängt deshalb die Lebens- und Entwicklungsfähigkeit der inländischen Musikszenen ab.(...) An Selbstüberschätzung leiden…

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nmz Mai 2004 – jetzt online

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Die aktuelle Ausgabe der neuen musikzeitung ist gerade online gestellt worden. Heute daher besonders zu empfehlen:

Nachschlag: Das Ende vom Wehklagen
Janko Röttgers über das Wehe am Klagen der Phonoverbände

Cluster: Erfolgsdruck
Ich selbst über Musik als Kunst unter Zuhilfenahme Kants

Stückwerk. Hymne auf das Ende eines tragischen Tages
Charles Ives und sein „Orchestral Set No. 2“ · Von Wolfgang Rathert

Leitartikel. Tief-Druck
Theo Geißler über den Weg in die Barbarei, selbstverschuldet

Kulturpolitik. Balsam auf die Seelen
Der Bundespräsident zeigt sich „bewegt“ · Von Juan Martin Koch

GNM. Biotechnische Musik und Blockflötengroteske
Zur Wertung der „Musik aus Strom“ bei der GEMA

Nachlese Musikmesse 2004
Allerlei Panels und ein Messerundgang aus pädagogischer Sicht
Weiterer Hinweis:
Morgen taktlos 77: Neue Musik für Kinder
Live aus der Musikhochschule Stuttgart

„Klassische“ neue Musik gerät immer wieder unter Rechtfertigungs-Druck: Ungewohntes wird ungern gehört. Andererseits sagt man gerade Kindern nach, sie seien kühnen Klängen gegenüber unvoreingenommen. Braucht das Land neue Ohren oder neue Hörgewohnheiten? Oder „andere“ neue Musik? Im Rahmen eines Symposions beim 3. Stuttgarter Musikfest für Kinder und Jugendliche geht das Musikmagazin „taktlos“ solchen Fragen live nach. Moderator Theo Geißler klärt zusammen mit der Komponistin Charlotte Seither, dem Jeunesses Musicales-Generalsekretär Ulrich Wüster und anderen kundigen Gästen die künftige offizielle Klang-Ästhetik für Kinder.

5.5.2004: Bayern2Radio 21:30 bis 22:30
Oder per Real-Audio-Stream ::: Info
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Knallen-Oben Kein-Kein! – D Welt Einfach Anzeige Blocker Vorhanden – FREI!

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Auweia, mein Nachbar informierte mich gerade über diese geniala Dada-Übersetzung. It's real. # blockieren knallen-pop-ups und knallen-unter ADS # blockieren Blitz Animation ADS # blockieren jen neu Kurier Service ADS. (daß sein jen grau, "erpressen" ADS) # blockieren nicht-Datenbanksuchroutine ADS spawned durch ander Programm wie MS Aussicht. # stützen mehrfach Benutzer! # schnell Internet suchen. Schau: Knallen-Oben Kein-Kein! - D Welt Einfach Anzeige Blocker Vorhanden - FREI!

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Kalenderblatt: Mai – Aus dem Knie geschossen

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Immer wieder ein Vergnügen, Bilder zu schießen, ohne Blick auf den Sucher oder das Display. Wenn der Digitalomat dann auch so eingestellt ist, dass er keinen Ton von sich gibt, merkt auch niemand was passiert. Hier traf es die Decke in der Halle 3 der Frankfurter Messe. Zwischen Decke und Fotoapparat geriet Hans-Herwig Geyer und klein in der Ecke links Theo Geißler. 30.3.2004 - also vor genau einem Monat. Weitere Kalenderblätter unter kultur-kritik.de

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