[Rez] Late Lounge All Stars – Pop ist Sheriff 3

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Hübsch, schön, gescheit. Ein Sampler mit ganz schönen Combos wie Calexico, Fehlfarben, Super Preachers, Family 5 (dass es die noch gibt), Wir sind Helden … Ein schöner Schnitt a) durch einige Produktionen von Hazelwood (Kool Ade Acid Test, Mardi Gras BB. …) und b) der wirkliche Grund: ein Schnitt durch die Platten der Woche in der HR Late Lounge.

Für mich war die Nummero 2 die Entdeckung: Schneider TM – Reality Check. Eine elektronische Musikwelt, die anscheindend vocoderisiert ist (oder wie man das heutzutage macht), mit einem leichten Rhythmus und späterhin einem ganz feinsinnig schubverleihenden Bass. So entspannt habe ich Elektronengefrickel ewig nicht mehr gehört.

Gut, Wir sind Helden, ist auch drauf mit „Die Zeit heilt alle Wunder” – und das ist auch okay. Den Hype um diese Band kann ich zwar nicht nachvollziehen, aber gut; es muss ja auch deutsche Musik jeseits Hamburgs geben dürfen.

Interessant noch die Klage des Herausgebers dieses Samplers: “Sie werden bestimmt festgestellt haben, dass auch in dieser Pop ist Sheriff einige Stücke fehlen. Dies liegt abermals an den oftmals arroganten sogenannten Majorlabels, die sich nur für die Verkaufszahlen ihrer Kuschelrocks oder Superstar Alben interessieren. Würde mich nicht wundern, wenn die an ihrer Ignoranz eingehen.” (Roberto Cappelluti)

Man muss es mal andersherum sehen, wenn die Majors eben diese Vertriebskanäle nicht nutzen wollen, Pech für sie. Nachlaufen würde ich denen nicht. Und irgendwann werden auch die Musiker darüber nicht glücklich sein.

V.A. – Pop Is Sheriff 3
HAZ 028

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Immanuel (hoppla-welch-einsicht) Kant

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Happy Birthday, schlaues Köpfchen und danke für folgende Klammer: ... Kinderlehre (denn im Genießen müssen auch Männer von Ärzten oft als Kinder behandelt werden) ... I. Kant, Der Streit der Fakultäten (Der Streit mit der medizinischen Fakultät - Von der Macht des Gemüts - 2. Vom Schlafe), München 1959, S. 104Seit wann brauchen Männer zum Genießen den Beistand von Ärzten. Dr. med. joy muss ich mal im Branchenbuch suchen. Jedenfalls sollte jemand, der Schlaf…

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nmz 2004/02 – Cluster: Schönes Gesäß

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In der aktuellen neuen musikzeitung habe ich ja nicht so viel verbrochen, aber natürlich meinen notorischen Cluster.nmz 2004/02 – Cluster: Schönes Gesäß. Darin geht es um den Werbespot von Klassik Radio.

Alles im Arsch?

Sieben Sekunden. Acht Worte, in der Mitte getrennt durch ein Geräusch: „Ich höre klassik radio”, dann ein Geräusch, welches als akustisches Ereignis das Klatschen einer Frauenhand auf das nackte Gesäß eines Mannes begleitet, kurze Pause, dann mit einer tieferen Frauenstimme: „klassik radio – modern music”. Wie für Akt-Fotografie typisch sind Männertorso und Frauenhand in diesem Werbespot in schwarz-weiß gehalten. Bemerkenswert.

Das erinnert von Ferne an die Aktion des „Stern” aus dem Jahr 1971: „Ich habe abgetrieben.” Radio hören darf zum Bekenntnis vornehmlich luxuriöser Frauen werden. Ähnlich daher die Plakatwerbung von MDR Figaro, in der eine offenbar etwas wohlhabendere Frau nicht zu schwer bekleidet in rotem Kleid relativ unbequem auf einem weißen Sofa sitzt, den Gestus des aufmerksamen Lauschens annehmend. Darüber steht: „Das Schöne lauert überall.” Überall? Wozu dann MDR Figaro („Das Kultur-Radio”) hören? Es lauert schließlich überall. Geburtstagskind Immanuel Kant definierte das Schöne in der Kritik der Urteilskraft offenbar zu abstrakt: „Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.” Aber machen Sie dazu mal einen Werbespot oder ein Plakat. Einsendungen bitte an hufner@nmz.de
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Kritische Masse

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Neues von der kritischen Masse. Massenhaft Massenhaft.

Zum Beispiel:

Java Animation Comic: Kritische Masse – woher der nur meinen Wortschatz und mein Gesicht kennt?

oder:

hallo, fand am 28. april eigentlich auch ein kritische masse in stuttgart statt? – Jahr 2000? Ja, aber nicht in Stuttgart, oder?

oder:

Ein kritisches Individuum möchte schließlich jeder sein, und am sichersten ist man das inmitten einer kritischen Masse. – ein FAZ-Redakteur in einem Artikel über „Wir sind Helden”

oder:

Die mageren Jahre sind vorbei. Unix-Markt hat kritische Masse erreicht. – das war schon 1988, da habe ich brav studiert und der Unix-Markt hat mich keinesfalls erreicht.

oder:

Website-Marketing. Offene Struktur + “kritische Masse”. … Kritische Masse. Wenn Sie wissen, was Sie wollen – fangen Sie an! – Auszugstext bei Google-Suchergebnis.

oder:

Wird diese kritische Masse schnell erreicht, besteht ein ausreichender Bekanntheitsgrad in der Internetgemeinde. Hier sind Beispiele … – ebenda
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Aufruf zu respektvollem Umgang mit Musik

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Soeben in den De:Bug-News entdeckt. Das Label !K7 versucht wieder den Zustand es Respekts zwischen Musikhersteller und -konsument herzustellen. Die Argumentation scheint mir sehr begründet, sachlich und vernünftig. So könnte es auch gehen. Man muss nur wollen.
Mit Musik lässt sich vielerlei anstellen. Man kann sie hören, einmal, zweimal, immer wieder. Man kann dies allein tun oder mit Freunden. Man kann seine Lieblingsmusik auch verschenken. Dann bekommt man vielleicht selbst Musik geschenkt, solche, die man noch gar nicht kennt und auf die man sonst nie gestoßen wäre. Dann kann man sich tagsüber im Plattenladen, zuhause oder abends im Club darüber unterhalten. Denn Musik ist Kultur. Und Kultur ist Leben.

Deshalb erscheint fortan ein neues Logo auf den !K7-Veröffentlichungen: „NO copy protection – respect the music.“ Damit klar ist, dass man eine der CDs gekauft hat, die man so nutzen kann, wie man es möchte. Und damit klar ist, dass gute Musik einen Anspruch hat – den Anspruch, mit Respekt behandelt zu werden.

„NO copy protection“ ist ein Zeichen dafür, dass es eine wechselseitige Loyalitität zwischen dem Käufer und dem Label gibt. Das alte Lied vom wechselseitigen Geben und Nehmen bekommt eine neue Strophe: Copy protection kills customer relationship. Und mit „NO copy protection“ einen neuen Chorus. Denn nur derjenige, dem Respekt entgegengebracht wird, nimmt selbst Rücksicht. Musik ist wertvoll. Wer sie liebt, behandelt sie dementsprechend: mit Respekt. Vertrauen ist gut. Nichts ist besser.
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Autoren, Verleger, Musikhersteller – Streit um 3,4 Prozent

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Nun geht der Streit weiter und könnte fünf Jahre andauern. Der Verband der Phonographischen Industrie in Deutschland ist nicht länger bereit 9,0009 Prozent vom Herstellerabgabepreis einer CD an die Gema abzuführen. Man will allenfalls 5,6 Prozent herausrücken. Und bis zur Entscheidung über einen angemessenen Betrag will die Phonographische Industrie den Diffenzbetrag auf Sperrkonten hinterlegen. Zwei finden das nicht nett: Der Deutsche Musikverleger Verband und die Gema. Komisch.

Komisch nur, dass sich alle drei Organisationen hübsch zusammenfanden, als es darum ging, das neue Urheberrecht (den ersten Korb) zu verabschieden. Als Argument stand damals der Schutz geistigen Eigentums und der Urheber jeweils im Vordergrund. Auch heute noch stellt die IFPI Künstler vor sich auf, um die diversen Restriktionsmaßnahmen gegenüber den Musikverbauchern geltend zu machen (Kopierschutz oder auch Digital Rights Management).

Da fließt böses Blut und wieder kann man die Guten von den Bösen eigentlich nicht unterscheiden. Die Gema steht da noch am besten da, denn sie ist explizit eine Autorengesellschaft, der „leider” auch Verleger angehören – und man muss nur mal im “100 Jahre musikalische Verwertungsgesellschaft in Deutschland-Buch” nachlesen, wie häufig verfahren die Situation zwischen Autoren und Verlegern waren. Beim Musikverleger Verband stehen auch andere Motive dahinter: Denn die verdienen im Zweifel ja mit (also die Verleger, nämlich aus den Nebenrechten).

Jetzt ist der Jammer groß, weil man sich nicht rechtzeitig um die Verhandlungsfähigkeit in diesem Punkt gekümmert hat. Das kommt einem in einem so professionalisierten Bereich der Kultur reichlich weltfremd vor.
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!K7 – Aufruf zu respektvollem Umgang mit Musik

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Soeben in den De:Bug-News entdeckt. Das Label !K7 versucht wieder den Zustand es Respekts zwischen Musikhersteller und -konsument herzustellen. Die Argumentation scheint mir sehr begründet, sachlich und vernünftig. So könnte es auch gehen. Man muss nur wollen. Mit Musik lässt sich vielerlei anstellen. Man kann sie hören, einmal, zweimal, immer wieder. Man kann dies allein tun oder mit Freunden. Man kann seine Lieblingsmusik auch verschenken. Dann bekommt man vielleicht selbst Musik geschenkt, solche, die…

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Total freies Lied

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Gestern im Postfach gelandet. Übersetzungssoftware sei dank eine Stilblüte nach der andern: Wir sind ein Band von Stockholm angerufener “The Central Bank”. Wir geben Ihnen ein total freies Lied. Sie können es downloaden und tun, was überhaupt Sie mit ihm mögen. Wir tun dies, weil wir bilden einen Namen im Musikgeschäft wünschen. http://www.thecentralbank.net/frei Und dann noch der Abgesang: Wenn Sie denken, daß wir unhöflich sind, Ihnen dieses, ohne zuerst zu fragen zu schicken Sie,…

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