Eigentlich unwichtig

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“Aber das Unwahre überführt sich seiner selbst im Geschwollenen.” [Band 6: Negative Dialektik. Jargon der Eigentlichkeit: Jargon der Eigentlichkeit. Digitale Bibliothek Band 97: Theodor W. Adorno: Gesammelte Schriften, S. 3537 (vgl. GS 6, S. 421)] Dicke Diskussion über den Vorgang der unerlaubten Veröffentlichung zweier Texte von Adorno - mehrfach der Hinweis, dass Adorno schon tot sei, etwas nicht in seinem Sinne. Immer wieder interessant, zu beobachten, wessen Sinnes jemand gewesen wäre, wenn er noch lebte. Weinkeller, Hotel ... alles weitere unter Sofa.…

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Karl Marx über Schöpfungen und Urheber

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"Nur die ganze Gesellschaft erschafft, und zwar auch nur relativ, etwas Ganzes, wozu das Mitglied je nach seiner Kraft und Stellung ein größeres oder kleineres Bruchstück liefert. Blinder Autoritätsglaube ist ein Aberglaube wie jeder andre und jeder gesunden Entwicklung nachteilig.” Karl Marx - Herr Vogt - X. Patrone und Mitstrolche

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Grey Tuesday

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"Today is Grey Tuesday NOTICE: EMI has begun sent cease and desist letters to many of the participating sites in an attempt to stop this protest. This intimidation tactic has not stopped us. EMI's censorship attempts are the reason why we called for the protest, the reason why so many people chose to join the protest, and they're the reason why the protest will continue. Please read the letter that Downhill Battle received from EMI and our response, here.” Grey Tuesday

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Karl Marx-Friedrich Engels – Kritische Masse

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“Die kritische Kritik läßt sich aus der Provinz schreiben, worunter nicht die Provinz im politischen Sinne, die bekanntlich in Deutschland nirgendwo existiert, zu verstehen ist, sondern die kritische Provinz, deren Hauptstadt Berlin ist, Berlin, der Sitz der kritischen Patriarchen und der heiligen kritischen Familie, während in den Provinzen die kritische Masse haust.” Karl Marx-Friedrich Engels - Die heilige Familie - VII. Kapitel

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Eric Dolphy: The Drive // Bedrich Smetana: Dalibor

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Heute nach mehrfachem Besehen des Giant-Steps-Films auch wieder die Dolphy-Packung (The Complete Prestige Recordings) herausgeholt. CD 2, Take 1: “The Drive” ganz ähnlich wie Coltranes Giant Steps, abfallende Akkordbrechungen. Nicht ganz so harmonisch kompliziert, dafür im Chrous mit kontrapunktischen Elementen, chromatische Linie in den Nebenstimmen. Wirkt dadurch sofort sehr substanzhaltig und erheischt Aufmerksamkeit. Das Bassist Cellist von CD 6 würde heute keine Aufnahmeprüfung mehr bestehen. Dennoch ziemlich spannend in der intonatorischen Verschiebung. Am Bass Joe Benjamin (noch nie gehört) und am Cello…

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Haus halt

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Mann zu seiner Frau: “Haben wir noch Kohlensäure?”

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Isny – Reise nach Friedrichshafen

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Morgens, gestern, früh: Auf die Reise gemacht, nach Friedrichshafen. Müde und überdreht und gelangweilt. Alles zusammen. Reisespaß zu haben beim Lesen von Ortsschildern. Merksatz: Iss nie In Isny Knie, falls sofern in Oberschleißheim Der Ober Schleim scheißt. In Friedrichshafen Seelen essen, später Rückfahrt mit Umgehung von 30 km stockendem Verkehr und im Autoradio dann Helge Schneider, ders besser kann. (Immer der Beifahrer sein dürfen, ein Glück.)

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Giant Steps

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heißt ein Stück von John Coltrane aus dem Jahr 1959. Michal Levy, ein israelischer Student, hat dazu ein kongenialen Film gemacht, den man sich auf einer Seite von Illegal-Art wegsaugen kann. 110 MB als MPEG2 für 2 Minuten und ein bisserl, die es aber in sich haben. Musik, visualisiert auf ganz faszinierende Weise. Leider ist das Ganze nicht so einfach zu bekommen, wie man denkt, denn die Copyright-Holder der Aufnahme Coltranes wünschen es nicht, dass seine Musik hier verwendet werden kann. Dumm.…

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Rekursive Sozialisation

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In der Newsgroup de.rec.musik.klassik gerade eine kleine Diskussion zur Frage nach der Charakteristik von Tonarten. Enrico hat einen Ansatz zur Erklärung gebracht, wenn er schreibt: “Man kann aber natürlich daran gehen, die musikalische Sozialisation, und sei es eine bewusst erlernte, quasi rekursiv mit einzubeziehen und dann funktioniert ‘Ges-Dur = Nachklang einer Seele, die stark gerungen, und endlich gesiegt hat’ natürlich.” Daran ist vieles meines Erachtens richtig. Und vielleicht ist manches noch viel trivialer zu sehen. Nämlich über den Kanon der erlernten und gesehenen Notationen. Musiknoten haben ein Gesicht.

Das wird zumal dann evident, wenn man Ges-Dur einem Fis-Dur gegenüberstellt. Eigentlich könnte man diese beiden Tonarten enharmonisch austauschen. Also aufm Klavier sind es schlicht die gleichen Töne – was soll sich da unterscheiden? Das Bild der Noten.

Wolfgang Lempfried hat ein paar Beschreibungen zusammen gestellt:Tonartencharakteristiken. Das kann man sich Fis- und Ges-Dur anschauen. Z.B.:

Schubarth 1784/85: “Triumph in der Schwierigkeit, freyes Aufathmen auf überstiegenen Hügeln; Nachklang einer Seele, die stark gerungen, und endlich gesiegt hat – liegt in allen Applicaturen dieses Tons.” –> Ges-Dur

Cramer 1786: “herrliche Mischung von einem edlen, und wegen des seltnen Gebrauchs der Tonart befremdenden, erhabenen Stolze, geschickt, den Zuhoerer in bewunderndes Staunen zu setzen.” –>Fis-Dur

Und sehr aufmerksam:

Hand 1837: “Fis/Ges-dur: […] welche sich nur dadurch unterscheiden, daß durch seine Beziehung und Entwicklung Fis dur heller lautet […] drückt feierlichen Muth und den wohlthuenden Genuß errungener Ruhe aus; doch wird auch möglich seyn eine noch trotzende, auf eigene Kraft stolzirende Leidenschaft damit zu bezeichnen […]”
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