Die Wunder des Urheberrechts

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Es ist egal, was hinten rauskommt, so muss man wohl ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) interpretieren, das jüngst ergangen ist. Danach wollte die GEMA von einem Hotelbetreiber, der Fernseher in seinen Räumen stehen hat, die terrestrisch gesendete Signale aufnehmen, auf Zahlung einer gewissen Summe in Anspruch nehmen. In den Vorverfahren bekam die GEMA dabei auch Recht. Vor dem BGH scheiterte sie. Den denkwürdiges, ulkiges Urteil. Die Beklagte hat durch das bloße Bereitstellen von Fernsehgeräten,…

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Produzent und Parasit (Michel Serres)

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„Dem Produzenten geht es um den Inhalt, dem Parasiten um die Position. Wer sich um die Position kümmert, wird den, der sich um den Inhalt kümmert stets schlagen. (…) Wer mit dem Inhalt umgeht, geht mit dem Objekt um. Er ist Künstler, auch Wissenschaftler, und es geht allein um die subtile, listige, aber nicht betrügerische Beherrschung der Welt. Wem es um die Position geht, der geht an die Beziehungen zwischen den Subjekten heran; er…

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Zweckveranlasser und juristische Leseunlust

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Als ich neulich in einer Gruppe bei Facebook jemanden auf sein merkwürdiges Rechtsverständnis hinwies, antwortete er mir, sein „Rechtsverständnis wurde ja in zwei Staatsexamina geprüft.“ Unabhängig davon, dass es mir natürlich nicht bekannt ist, dass man Rechtsverständnis prüfen lassen kann und unabhängig davon, dass mit der Aussage auch noch nicht gesagt war, insbesondere beim zweiten Staatexamen, mit welchem Ergebnis (bestanden oder nicht) und dass mir genügend Richter in Geschichte und Gegenwart einfallen, bei denen…

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Großer wunderlicher …

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Der Chefredakteur der MusikWoche ist ulkig geworden. Er beschwört in letzter Zeit die Bedeutung der GEMA in einigen Texten in einer Weise, die nachdenklich macht, weil sie so schief sind. „Selbstverständlich gibt es oft genug berechtigte Anlässe für Kritik – es wäre unheimlich, würde ein solcher Apparat völlig geräusch- und reibungslos funktionieren.“ Die Formulierung ist gut. Es gibt berechtige Anlass für Kritik, sonst wäre die Gema einem ja unheimlich. Reibungs- und geräuschlos wäre die…

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Großer Wunderlicher …

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Der Chefredakteur der MusikWoche ist ulkig geworden. Er beschwört in letzter Zeit die Bedeutung der GEMA in einigen Texten in einer Weise, die nachdenklich macht, weil sie so schief sind. „Selbstverständlich gibt es oft genug berechtigte Anlässe für Kritik – es wäre unheimlich, würde ein solcher Apparat völlig geräusch- und reibungslos funktionieren.“ Die Formulierung ist gut. Es gibt berechtige Anlass für Kritik, sonst wäre die Gema einem ja unheimlich. Reibungs- und geräuschlos wäre die…

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„Freiheit ist die Lebensluft der Universität“ (Jaspers 1947)

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War mal so ... vielleicht. „Die Universität ist eine eigene Welt. [...] Der Student hat grundsätzlich Studierfreiheit. Er ist nicht mehr Schüler, sondern reif und Bürger der Hochschule. Damit Männer der Wissenschaft entstehen, selbständige Persönlichkeiten, müssen Jünglinge gewagt werden. sie haben die Freiheit, zu verkommen durch Trägheit und Zerstreuung und dann aus den akademischen Berufen auzuscheiden. Würde man Dozenten und Studenten an die Leine einer Schuldisziplin legen, so wäre das Leben der Ideen, das…

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Die Konsumgesellschaft und die Ermüdung (1970)

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Die Helden des Konsums sind müde. (…) Denn die Fatigue ist ein unterschwelliger Protest, der sich gegen die eigene Person wendet und sich in ihrem eigenen Körper „verkörpert“, weil dieser unter bestimmten Bedingungen das Einzige ist, woran sich das enteignete Individuum noch halten kann. (…) „Das ist absolut klassisch“, kommentiert ein Psychosomatiker. „Sie flüchten sich in ihr Kopfweh. Das könnte ebenso gut auch etwas anderes sein: zum Beispiel ein Reizdarm, Schlafstörungen, ein Juckreiz oder…

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Kulturflatrate jetzt da

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Die Kulturschaffenden haben sich ja lange gesperrt, Verrottung der Werte und so. Jetzt ist sie da, die Musik-Kultur-Flatrate und sie heißt Google Play Music. Eine All-incl.-Sache. GEMA und Google haben sich nämlich rechtzeitig zum Start heute am 1. April, Nikolaus-Tag geeinigt. Wer zu spät kommt, den bestraft die Wirtschaft. Die macht, wo sich die Kulturhanseln noch schämend hinter ihrem Status-Gebirge verstecken. Das größte Gebirge auf der Erde ist nämlich nicht der Himalaya sondern die…

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Leistungsschutzrecht für Presseverlage – die peinliche Realität

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Seit heute Gesetz, das Leistungsschutzrecht für Presseverlage. Kurz gesagt müssen Aggregatoren oder auf Presseinfomationen spezialisierte Suchmaschinen Lizenzen dann erwerben, wenn sie Presseprodukte ausschnittsweise in Ergebnislisten anzeigen. Das Gesetz gilt auch für Presseverlage, die das nicht wünschen. Man muss um Erlaubnis fragen und die Lizenz-Kosten ermitteln, seien sie auch Größe 0. Google hat das gemacht. Im Vorfeld. Presseverlage mussten sich dazu äußern, ob sie es wünschen, dass Google sie in Ergebnislisten führt oder nicht. Google…

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