Smoke Dreams

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Watching smoke rise,cloud in my eyes I see your face, forming out of the blue Sad and lonely all on my own With smoke dreams of you In reverie, sweet memory Takes me again to the days that we knew We were happy, now I’m alone With smoke dreams of you In the twilight gloom, of my silent room I light a cigarette, First the glow is warm and the ashes fall Just like a banished love I can’t forget Paradise lost,…

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Chili-Sauce als Messinstrument

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Auf solche Ideen muss man erst einmal kommen. Der aktuelle Polizei-Newsletter berichtet von eine Untersuchung von Wissenschaftler an der Ludiwg-Maximilians-Universität München zum Thema “Musik und Aggressionen”. Fischer, P., Greitemeyer, T. (2006), Music and Aggression: The Impact of Sexual-Aggressive Song Lyrics on Aggression-Related Thoughts, Emotions, and Behavior Toward the Same and the Opposite Sex, in: Personality and Social Bulletin 32 (9), 1165-1176. Dabei spielte man männlichen und weiblichen Probanden jeweils geschlechtszugeordnet männer- bzw. frauenfeindliche Musik vor. Welche Musik genau gewählt wurde, wie sich die Gruppe der Versuchspersonen zusammensetzte, geht aus der Mitteilung leider nicht hervor.

Nach entsprechendem Musikkonsum erhöhten sowohl Männer als auch Frauen die Dosis scharfer Chili-Sauce, die sie dem anderen Geschlecht verabreichen sollten; ihren Geschlechtsgenossen gegenüber erhöhten sie die Dosis nicht. Polizei-Newsletter 106, März 2008.

Welche psychologischen Prozesse hinter diesem Verhalten liegen, beantworteten die Wissenschaftler nach dem Bericht aus dem Polizei-Newsletter so:

Männliche Probanden assoziieren demnach nach dem Konsum frauenfeindlicher Liedtexte mehr negative Eigenschaften mit dem weiblichen Geschlecht und empfanden Frauen gegenüber stärkere Rachegefühle. Auf die gleiche Weise stellen sich die Assoziationen bei weibliche Probanden gegenüber Männern dar. A. a. O.

Die Sache ist an sich vielleicht gar nicht so neu. Zahlreiche Experimente aus der Sozialpsychologie haben in anderen Versuchen ähnliche Ergebnisse zutage gefördert; am bekanntesten vielleicht im Experiment von Milgram. Stanley Milgram, Das Milgram-Experiment, zur Gehorsamsbereitschaft gegenüber Autorität, Reinbek 2004. Dass mit Musik ähnliche Reaktionen hervorgerufen werden können, wäre meine Intepretation bei aller Unkenntnis der Studie im Detail. Genauer zu spezifizieren wäre ferner der Einfluss der Musik im Zusammenhang mit den gehörten Texten. Sind es nur die Texte, die zu diesen Reaktionen geführt haben? Oder gibt es da auch noch einen speziellen Zusammenhang zur Musik selbst?

Interessant wäre es, zu wissen, ob die genannte Reaktion durchgängig und prinzipiell war, bzw. wo genau vielleicht auch Abweichungen stattgefunden haben. Auch wäre es interessant zu wissen, ob Männer beim Hören männerfeindlichen und/oder frauenfeindlichen Texten unterschiedlich reagiert haben.

Man könnte natürlich den Artikel selbst laden. Aber da schließt sich der Kreis zum vorhergehenden Text über das Urheberrecht. Bei der entsprechenden Institution gibt es die Möglichkeit den Text, anzusehen. Teuer und restriktiv:

You may access this article (from the computer you are currently using) for 1 day for US$25.00. (Quelle)

Für einen Tag für 25 US$? Das ist ganz schön happig für elf Seiten Text.
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Urheberrecht aktuell

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Zeit für eine, mir vom Gesetzgeber aufgenötigte ad-hoc-Meldung, nach dem Gesetz für die Entfaltung von Wissen und Information, das noch nicht existiert.

Soeben hat das Aktionsbündnis Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft mitgeteilt, dass mit Inkrafttreten des 2. Korbes des Urheberrechts einige nicht wünschenswerte Entwicklungen eingesetzt haben. “Wissenschaft off-line — erste negative Auswirkungen der Urheberrechtsnovelle” heißt die Pressemitteilung, die die Auswirkungen auf die elektronische Dokumentenlieferung dokumentiert. Dabei spielen Verlage nach dieser Auffassung keine besonders rühmliche Rolle. Man redet von Kenbelverträgen.

Zugleich ist hinzuweisen, dass seit heute ein neues Buch von Rainer Kuhlen “Erfolgreiches Scheitern – eine Götterdämmerung des Urheberrechts” zum Download und natürlich zum Kauf bereitsteht. Um eine Spende an das Aktionsbündnis Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft wird gebeten. Das Werk liegt seit heute offenbar zugänglich vor und umfasst über 600 Seiten. Selbstverständlich habe ich noch keine Zeit finden können, es zu studieren. Die satirische Einleitung jedenfalls macht Lust auf mehr. Kuhlens Optimismus bei aller Skepsis:

Es – das Urheberrecht – könnte aber auch ganz anders aussehen: Leitvorstellungen für das Urheberrecht sollten wissensökologische Prinzipien wie Entwicklung und Nachhaltigkeit sein, nicht Verwertung und Verknappung. Das wird auch in der gegenwärtigen Debatte um die Neuausrichtung der World Intellectual Property Organisation (WIPO), der UN-Organisation für das geistige Eigentum, gefordert (WIPO 2004). Damit könnte ein Urheberrecht entstehen, das sich auf sein grundlegendes Prinzip besinnt, nämlich von den Erwartungen und Bedürfnissen der Gesellschaft an Wissen und Information (auch zukünftiger Generationen) auszugehen und die kommerzielle Verwertung im Grund nur als die unter besonderen Bedingungen gestattete Ausnahme zu sehen. Rainer Kuhlen, Erfolgreiches Scheitern – eine Götterdämmerung des Urheberrechts, Boizenburg 2008, S. 22 – zitiert nach dem PDF.

Kuhlen, nach eigenen Aussagen selbst erst seit etwa drei Jahren mit dem Thema und seiner juristischen Komponente befasst, dürfte damit einen äußerst dicken Diskussionbeitrag zum Thema geschaffen haben.
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Vernebelungsdiskurse

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Im vorhergehenden Eintrag habe ich Walter Benjamin aus seiner "Einbahnstraße" zitiert. "Armut schändet nicht", die hohle Floskel, die von oben herab das Leben zur Erträglichkeit verschönt. Benjamins Text geht aber weiter. Und er berührt darin noch deutlicher die Gegenwart, als es zunächst schien. Aber nie darf einer seinen Frieden mit der Armut schließen, wenn sie wie ein riesiger Schatten über sein Volk und sein Haus fällt. Dann soll er die Sinne wachhalten für jede Demütigung, die ihnen zuteil wird, und so lange…

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Vernebelungsdiskurse

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Im vorhergehenden Eintrag habe ich Walter Benjamin aus seiner “Einbahnstraße” zitiert. “Armut schändet nicht”, die hohle Floskel, die von oben herab das Leben zur Erträglichkeit verschönt. Benjamins Text geht aber weiter. Und er berührt darin noch deutlicher die Gegenwart, als es zunächst schien.

Aber nie darf einer seinen Frieden mit der Armut schließen, wenn sie wie ein riesiger Schatten über sein Volk und sein Haus fällt. Dann soll er die Sinne wachhalten für jede Demütigung, die ihnen zuteil wird, und so lange sie in Zucht nehmen, bis sein Leiden nicht mehr die abschüssige Straße des Grams, sondern den aufsteigenden Pfad der Revolte gebahnt hat. Walter Benjamin, Einbahnstraße, Frankfurt am Main 1977 [1928], S. 30.

Darin hatte Benjamin seine Hoffnung gesammelt. Nur sind die Chancen für das Wachhalten der Sinne nicht die besten. Die Demütigung richtet sich auch auf die Sinne. Leider häufig im Einverständnis mit dem Unheil. Benjamin sieht das:

Aber hier ist nichts zu hoffen, solange jedes fruchtbarste, jedes dunkelste Schicksal täglich, ja stündlich diskutiert durch die Presse, in allen Scheinursachen und Scheinfolgen dargelegt, niemandem zur Erkenntnis der dunklen Gewalten verhilft, denen sein Leben hörig geworden ist. A. a. O.

Die ganze Sache ist einfach zu billig und zu tief aufgehängt. Der Diskurs über Armut und Reichtum befällt einen in einem derartig niedrigen Reflexionsniveau insgesamt. Jeder kleine Manager weiß längst mehr, jeder Politiker hat die BILD-kompatiblen Patente bereit. Perfekte Vernebelungsdiskurse all dies, die in ihrer Wunderkerzendenke genau wie auch in der Verdunkelungsstrategie ein Imrechtwähnen aufspülen. Gedanken-Palmolive für die Gesellschaft: “Sie baden ihr Hirn gerade darin.”

Benjamin schreibt kurz später:

Aus den Dingen schwindet die Wärme. Ebenda, S. 34

Dieser Vorgang ist so grundlegend und er erfasst einen niederträchtig unmerklich. So sind Armutsproduktion und Neid (auch und gerade bei den Besitzenden) jeweils teuflische und unerbittliche Geschwister. Paart sich dies mit Geiz als Wohlstandsgarant, ist zumindest von nirgendwoher ein Ansatz zur Lösung sichtbar. Ketten, in die man sich zur Sicherung des Eigenen selbst anlegt, sind nicht weniger brandgefährlich als Ketten aus Überwachung und Freiheitsreduktion. Selbstverfasste Dummheit, die sich selbst erzeugt. Ein perpetuum mobile mag es in der Mechanik nicht geben, in der Gesellschaft ist es die Standardenergie.
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Frühling remembered

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Der erste Frühlingstag war bereits vor zwei Wochen zu vermelden. Heute durch die Gartenwelt der Kleingärtner spaziert. Mit kurzem Weg nur, da der Frühling einem doch kaum Zeit ließ. Mit einer gewissen Ungenauigkeit wirkte dieses Blatt jedoch wie aus der Zukunft zurückgebeamt. Im Herbst beginnt der Zerfall jetzt also vor der Zeit. "Armut schändet nicht." Ganz wohl. Doch sie schänden den Armen. Sie tun's, und sie trösten ihn mit dem Sprüchlein. Es ist von denen, die man einst nicht konnte gelten lassen,…

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Demolikaturenstreit

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Schon die Kritische Masse stellte manche sinnvolle Frage. Ab und an, vor allem wenn man gerade mal keine Lust auf Tiefschürfendes hat, obwohl da manches anliegen würde, muss das sein. Außerdem ist im Hamburg bald auch dieser lachhafte Politik-Aus-Wahl-Vor-Gang. Wo Alfred E. Neumann auf Ole von den Wikingern trifft. Da hat man ähnliche Freiheit. Und die Fittp sich von einer Skydiver im Flughafenlandeeinschneisengebiet durchkraulen lässt. Danke, man hat es offenbar nie besser je gelernt. Hanseat, war das nicht mal auch ein Auto?…

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Gedicht

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Holde Hoheit, extravagant! Man kann auf vielerlei Art arm sein. Reichtum verbreitet Ärme. Thilo, HartzIV-Senator des armen Berlin. Ratschläge weiß man da, Man muss sie nur erteilen. Den sie ereilen, machen sie nicht wärmer. Abfindungen sind so neue Lebenskunst. Im Glashaus sitzt es sich auch nachts nicht ohne Licht besser, Noch nackt. Doch das Geldgefälle lässt viel Augenverdrehe zu. Geld Macht. Aber nicht reich. Noch in der Wohnung findest dein Reich du. Es verzaubert sie in Schmutz. (aus Ugrischen übersetzt von Huflaikhan)

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Wiederbehaarbar

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Liebe schlaue Nutzer und Benutzer der Urteilskraft, so es euch denn gibt. Heute ist mal wieder Fragestunde mit Dr. Hufner. Um was dreht es sich wohl bei diesen geradezu sexy-lyrischen Wortkombinationen?Feiner Schildpattfrosch, massives Silberbeinchen, Silberkopfplatte Pariser Auge, Einfaßschub, Harte Stange, verziertes Beinchen, ohne Zwickel, mit Auge, ganzes Beinchen, Horn- und MammutfroschNun aber ran an die Vermutungen und bitte kein rumyahoon oder weggoogeln. Das macht nämlich keinen Spaß so.

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