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Mehr als unsensibel – das ZDF am Wahlabend – lost!

Das ist höflich ausgedrückt. Es begab sich: Shakuntala Banerjee hatte die amtierende Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern im Studio zu Gast, um sie zum Gespräch zu bitten. Dann bekommt sie einen Zuruf, dass in der Außenstelle der Kandidat mit den meisten Stimmen zum Interview bereitstünde. Dessen Partei hat nur gerade ein paar Stimmen mehr bekommen als die SPD. Also lässt man die Gästin im Studio im Regen stehen. Das war völlig unnötig, es scheint aber sogar Absicht zu werden, bei Teilen des ZDF.

Bravo, so geht man den Neofaschisten auf den Leim. Im Gespräch dann taucht im Hintergrund eine Person auf, die ein Plakat mit „Kontrafunk“-Schriftzug zeigt. Das steht für eine „Organisation“, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk (also auch das ZDF) gerne loswerden möchte. Das kann man dann während nachpositionierend – sich in die Kamera nachpositionierend – sehen. Bravo, ZDF! Werbung für die Gegner und Feinde des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Szene setzen und eine Ministerpräsidentin abkanzeln.

ZDF bekommt Kontra. Völlig unnötig. Foto vom Fernseher.
ZDF bekommt Kontra. Völlig unnötig. Foto vom Fernseher.

Will man das wirklich haben? Und ZDF, will man sich wirklich so einfach den Neo-Faschos unterordnen? Da muss man rausblenden. Schon aus Notwehr und aus Nothilfe für die Demokratie.

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der huflaikhan

Betreiber der Kritischen Masse seit 1995. Seit 2023 Wiederaufnahme. Promotion mit einer Arbeit über Adornos kompositorische und theoretische Auseinandersetzung mit der Zwölftontechnik. Arbeit für den Bayerischen und den Mitteldeutschen Rundfunk als freier Autor und Regisseur – zumindest bis Ende 2015. Online-Redaktion für neue musikzeitung, Jazzzeitung und Oper & Tanz. Unglücklich, aber fast taub.

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