Abschaffung der Politik, jetzt!

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Es ist schon überaus erstaunlich, für wie dumm man sich verkaufen lässt. Fast alle Entscheidungen der Politik aus den letzten zehn Jahren haben eine Erhöhung der Dummheit zur Folge gehabt. Aber das Interesse, so etwas zu verhindern ist längst nicht mehr weit ausgeprägt.

Der Vogel Sirene

In den Zeitungen liest man gerade wieder unendliche Stories über die Probleme des 8-stufigen Gymnasium, G8 genannt. Die Stundenzahlen für die Schüler schnellen noch weiter in die Höhe: Bis zu 36 Stunden Unterricht (von dem in der Regel zwar 10 Prozent sowieso ausfällt). Da fragt man sich, wer hat sich diesen Scheiß ausgedacht? Und wer ist so blöde, ihn um- und/oder durchzusetzen? Alle. Fast alle. Kann man jetzt weiterlesen oder eine andere Abrechnung komprimiert bei pepa nachlesen.

Daran anschließen soll ein doppelt kastriertes Studium mit Bachelor-Abschluss, der für gleich gar nichts taugt, weil in der Zeit einfach nichts gelernt werden kann. Und zweitens durch die fast flächendeckende Einführung von Studiengebühren in erheblichem Maße. “Robert Reich, Arbeits- und Sozialminister unter Bill Clinton, begründete seinen Rücktritt vom Ministeramt seinerzeit damit, seine Kinder seien jetzt im Studienalter. Deshalb brauche er einen Job mit besserem Einkommen.” Zit. nach Stefan Welzk, Akademikersteuer statt Studiengebühren, in: Blätter für deutschen und internationale Politik, 2/2008. Welcher Zweck damit verfolgt werden soll, ist doch klar. Eine weitere Zementierung der Spaltung in Reich und Arm nach Möglichkeit ohne jede Durchlässigkeit. Zur Ablenkung gibt es StudiVZ, das beste Bespitzelungsorgan der Nachkriegszeit – und das alles freiwillig.

Und gleichzeitig wird die Rede geschwungen von der Wissensgesellschaft, der Notwendigkeit von Bildung. Wie soll das zusammen gehen? Erziehungsfaschismus ist die Folge. Und die, die es durchsetzen wie manche andere Gesetze zum Schutze der Bürger sind nicht anders zu bezeichnen denn als neue Faschisten. Wenn die dumpfesten der Bürger sich erheben und Politik machen in Land- und Bundestagen, dann hat man dieses Resultat.

Es geht um die komplette Ausmerzung einer Menschlichkeit zwischen Menschen, dort wo der Plan die Regierung stellt.

Nehmen wir zum Beispiel den Zeitrhythmus, der erforderlich ist, um das Sprachvermögen eines Kindes, seine moralischen Urteilsbildung, seine sozialen Fähigkeiten zu entwickeln. Kein vernünftiger Mensch käme auf den Gedanken, die industriellen Zeittakte hier anzuwenden. Wo sie angewendet werden, sind Störungen im Persönlichkeitsaufbau des Menschen die prompte Folge. Oskar Negt, Arbeit und menschliche Würde, Göttingen 2001, S. 182

Denkste wieder mal. So unvernünftig kann die Bildungsplanung sein, so unvernünftig ist sie geworden, sehenden Augs und hörenden Ohrs. Der Widerstand ist ersäuft um Kommunikationsterrorismus der neuen Medien. Der totale, auf Lohn zugespitzte, Begriff von Arbeit, der keine andere Form gesellschaftlicher Arbeit akzeptieren mag, setzt sich ja leider fort in Köpfen auch von Klügeren.

Der Ochse der Metzger wurdeWarum behandelt man seine Politiker nicht endlich auch so, wie sie einen behandeln – nämlich wie Arbeitsvieh, das, wenn es nicht mehr funktioniert oder zu teuer wird, einfach in die Verbannung geschickt wird. Und zwar nicht über den Umweg von Wahlen sondern durch stetige Evaluationen ihres Volkes. Sie müssten halbjährlich oder quartalsweise über ihre Tätigkeiten berichten und deren Erfolg. Wer krank wird, fliegt. Wer nicht mindestens eine Volksfortbildung pro Monat nachweisen kann, fliegt.

Mit gleicher Münze heimzahlen ist nicht die feine englische Art. Aber die Geduld immer nur in einer Richtung aufzubringen, während man es anders herum erwartet, alles sofort und streng umzusetzen, wird erschöpft einen mit der Zeit.

Das Uri-Geller-Prinzip als Politiktheorie hat offensichtlich Erfolg: Langsam alle ermüden und auseinandertreiben, bis das Spiel ganz leicht wird und vom modernen Bürgerkrieg wie demjenigen zwischen Nichtrauchern und Rauchern, der gerade mal so viel Aktivität bindet, wie nötig wäre, um an anderer Stelle loszulegen. Eben auch so eine Kommunikationsfalle. ohne Hauen und Stechen fortgesetzt wird.
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Einspruchsweise

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Der alte Kapielski hat etwas feines ausklabüsert, wenn auch bei 2001 so doch nicht falsch: "Gesetze sind Keime der Willkür und Suchtmittel machtbesessener Bürokratien unwürdig gewordener Reiche", heißt es da unter dem Titel "Gedanken vom Rauchsalon". Gut, das ist vom 5. Januar 2008, aber warum auch nicht. Vor allem die Schlussfolgerung am Ende, in Klammern gesetzt, hat einiges erfasst. Eigentlich scheint mir die Zeit auch mal wieder reif für eine Art "vorauseilenden Ungehorsams"; sonst kommt man in diesen Zeiten immer zu zu…

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Drohende Dauererfahrung

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Handlungsempfehlung: Kontinuierlicher Aufbau einer Demütigungsresistenz. Sonst Zunahme von Erkrankungen wie eritreischer Wirbelsäulenphobie. Treteimerentmüllung naheliegend.

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taktlos 119: schall und rauch

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Am letzten Sonntag wurde aus dem Studio 9 des Bayerischen Rundfunks eine neue Ausgabe von taktlos gesendet. Es ging um Schall und Rauch und über das bayerische Rauchverbot und die Zukunft des Jazz und so weiter. Um all das ging es und um Gesundheit und Nichtraucher und um heroische Zeiten im Jazz, um Hot Jazz und Kifferjagden und um die nordischen Trällertrinen auch.

Mit einem zärtlichen Beitrag meinerseits. Die Musik ist das beste daran.

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Und Semmel auch …

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Und heute hat noch Semmel ein paar Minuten Geburtstag. Mannomann, am Rosenmontag, der Mainzer. Wenn das nicht ist wie Tippkönig und Gewerkschaftschef für einen Tag ;-) Burstag. Dir auch alles Gute.

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Schwester B. – Burtstag

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Den Eintrag muss ich natürlich etwas türken, denn er ist nachträglich und wird vordatiert. Es ist also alles in Ordnung, Schwester, du hast nichts verpasst oder übersehen. Aber ich habe keine einfache Minute gefunden, war in Sachen Rauchen unterwegs. Morgen, dann (also eigentlich übermorgen) - fast im Prinzip heute nämlich - was wollte ich sagen … will I call You. Ja das Foto zeigt einen Moment in einer stillgestellten Kirche an. Etwas, was vermutlich unserem alten St. Raphael auch passieren wird. Wenn…

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And the winner is:

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Anne-Sophie Mutter. Genau. Die hat den jetzt wohl nicht mehr ganz so renommierten Ernst-von-Siemens-Musikpreis erhalten, der den Ruf hat, der Nobelpreis der Musik zu sein. "Musik ist ja nichts anderes, als die Welt zu verändern, die Welt zusammenzubringen. Musik als Weltreligion wäre sehr wahrscheinlich die Lösung aller interkulturellen Probleme. Ja, man kann mit Musik die Welt verändern." Das sagt sie in einem Beitrag des Bayerischen Rundfunks. Und damit erhält sie 200.000 Euro. Das sei ihr gegönnt, aber ob der Preis hier die…

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Kalenderblatt Februar 2007 – Hauptsache Hauptstadtproblem.

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Da juckt es den Mann im Ohr, der da gerade bloggt, was eine Unverschämtheit ist, denn man bloggt ja nur dann und wann, also bestensfalls wenn es einem passt, sonst ja nie. Neenee, nimmer. Ach was. Es passt gar nicht dazu, dass gerade die „Songs For Sad Women“ von Rabih Abou-Khalil im Hintergrund spielen. Könnte man meinen. Ist doch wurscht, sagt der Mann im Ohr, der im kaputten. Der im heilen sagt zwar irgendwas ähnliches. Aber das fällt in die Ritze zwischen…

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