Kaltmamsell
Bevor ich es vergessen tu: Herzlichen Glückwunsch Frau Kaltmamsell zum Geburtstag. Und viel Vergnügen im Urlaub.
Bevor ich es vergessen tu: Herzlichen Glückwunsch Frau Kaltmamsell zum Geburtstag. Und viel Vergnügen im Urlaub.
Warum eigentlich lasse ich mir fast jeden Tag verderben. Ich kenne doch die Blogs, die mir so sehr auf den Senkel gehen, dass mir glatt wieder Haare wachsen müssten, damit ich sie mir raufen könnte. Aber es kann auch etwas anderes sein. In letzter Zeit ist vieles deprimierend. Die ganzen Kulturdebatten, geführt in den Etagen von Entscheidern, von Managern, von Kontaktern und Verwaltern, der Hickhack, die neue Welt, die alte Welt. Die Leere schließlich in den Dingen selbst.
Das Heft scheint entrissen. Wie ein großer Plan setzt sich Geschichte fort. Unbeeindruckbar. “dummheit ist die einzig internationale sprache” steht in der Kopfzeile des Kopfhoch-Studios. Manchmal kommt es mir vor, es gäbe keine zweite daneben.
Meint Bitkom. “Ende vergangener Woche hatte die Schiedsstelle des Deutschen Patent- und Markenamtes mitgeteilt, dass sie 15 Euro für jedes in Deutschland verkaufte Gerät für angemessen hält,” steht dort in der Meldung. Ein herber Schlag für Industrie und Verbraucher, meint Bitkom.
Daran ist nichts weiter interessant. An sich. Aber, was dabei sehr problematisch wird, ist, dass man den lieben Unbekannten, den Verbraucher ins Spiel bringt. Der soll sich als Schutzschild der Argumentation bewähren. Verbraucherschutz in der EU, hat mir eine Konditor gesagt, geht ja über alles. Und ja, wenn die Industrie nichts produziert, lässt sich nichts verbrauchen, außer Arbeitskraft vielleicht.
Nachdem die pepa so heftig winkt, will ich nicht, kann ich nicht schweigen; muss ich reden, zu allen, und selbstentblößend bis unter den Bart. (Oder Homer).
Ich finde ja, so etwas sollte man zur Impressumspflicht machen, so allgemein und überhaupt. Auch wenn jede Email mit so einem gesimpsonten Bild gezeichnet wäre, ja auch von Ihnen Frau Bundeskanzler — was, Namen vergessen? — Ihr seid mir ja wer. Wo war ich stehen geblieben, im Plusquamperfekt?
Äh, wirres Zeug, auch wenn es nicht von na, egal.
Vieles wäre einfacher!
Immer, wenn man mit dem Zug unterwegs ist, dann gibt es gewöhnlich aus Langeweile nicht viel zu tun. Einsteigen, Arbeitendösennachdenkendösen Personenkontrolle, Aussteigen. Ich habe die Bayern ja sehr lieb gewonnen, es hat eine Zeit gedauert, vielleicht so etwa fünf bis sechs Jahre, aber dann wurden sie mir sympathisch und das Leben in einer bayerischen Mittelstadt-Metropole wie Regensburg hat Charme. Definitiv, wiewohl es mich aus dem immer trostloser werdenden Berlin verschlagen hat. Berlin spuckt einen gerne aus, wenn man zwischen die Kategorien fällt und auch sonst unbegabt für manches ist.
Andernorts grau und nass bis feucht. Cantate Doch kehret nicht immer die Blicke Nach allen den Schritten zurücke, Die ihr schon in Westen gethan: Laßt immer den Westen im Rücken, Und sehet mit fröhlichen Blicken Zum Osten der Zukunft hinan. (Blumauer: Blumauer-Sämtl. Ged., S. 243 ff.)
Markus Hechtle, Karlsruhe, komponiert neue Musik. Das Filmteam von nmzmedia hat sich zu ihm aufgemacht, besucht und befragt dann auch. Zunächst liest Hechtle Auszüge aus seinem Text „Aushalten und Durchzittern von Zeit", anschließend stellt er sich den Fragen Theo Geißlers. Ein ganz ein- und ausdruckvoller Film über einen Komponisten, der nicht den "idealen Hörer" sucht sondern den, der da ist. Und damit den vielleicht dann doch leichter findet sogar.