Sendungsbewusstsein

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Wir befinden uns im tiefen Tal der toten Trackbacks. Und es geschah, dass die Blogs wie in einem Riesenschwall aus Nichts im Trackbackfeuerwerk verglommen. Nur noch Trackbacks allenthalben, wie in einer atomare Kernschmelze … alles vorbei. Apokalyptische Blogbahnen zuseln ringsüberall exponentiell mit Überqualschwall. (Auf eine Anregung von Don A. – linklos, lieblos).

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Auchzeichen

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Sagste was oder hältste die Klappe, das musste ich mich fragen, als ich heuten TagzuTag-Kommentar des Berliner Tagesspiegel lesen durfte. Ulrich Zawatka-Gerlach lobt Momper für das Rauchverbot im Berliner Parlament. Die Begründung am Ende seines Miniaufsatzes: „Wenn die Berliner künftig in qualmfreien Kneipen sitzen, dann soll es unseren Abgeordneten im Parlament nicht besser oder schlechter gehen.“ (Nr. 19596, Seite 9) Nicht besser und nicht schlechter, das Parlament als Pangdong zur Berliner Kneipe. Das hat schon was. Im übrigens sei „das Mandat eines…

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Und das Urheberrecht wird wohl durchgewunken

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"Der Gesetzentwurf zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft (16/1828) ist am Mittwochvormittag im Rechtsausschuss mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen und der FDP angenommen worden. Die Linksfraktion stimmte dagegen; die Grünen enthielten sich. Für den morgigen Donnerstag ist die Verabschiedung durch das Plenum des Bundestages vorgesehen." Und so wird es aller Wahscheinlichkeit nach auch passieren. Ein jahrelanges Gezeter geht zu Ende. So richtig zufrieden ist niemand, aber recht zufrieden dürften Wirtschaft und Verwerter sein. Sie sind die eigentlichen Profiteure neben den Anwälten.…

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Allianzen, merkwürdig

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Gestern prominent gemeldet im Berlin-Teil des Tagesspiegel (links unten), heute an gleicher Stelle ein weiteres mal: Eine Veranstaltung mit dem Titel “Werte verboten? Was Kinder stark macht”. Soll morgen in der European School oft Management and Technology um 12 stattfinden. Mit von der Partie der Leiter des Internats Salem, Bernhard Bueb, die Vizefraktionschefin der Grünen im Bundestag, Krista Sager; moderiert von der stellvertretenden Chefredakteurin des Tagesspiegel, Ursula Weidenfeld. Als Veranstalter zeichnen Tagesspiegel und, jetzt kommts, die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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Schwieriges Leben

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Sind wir nicht alle etwas unwichtig? Und was mir da noch gleich einfällt: Knackarsch wäre mir auf Dauer zu laut. Ich bevorzuge die Knackhalslaute. Die ist leiser.

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Fähler, Fäählör

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„Das ungeprüfte Übernehmen von angeblichen Zitaten, die dann auch noch aus dem Kontext gerissen werden, ist der Einstieg in den Gossenjournalismus.“
Don Alphonso in der Blogbar unter der Überschrift: Dreck von unten? – Lieber nochmal Nachfragen zum Fall Jörges

Ich habs jetzt noch mal geprüft, ein Zitat ist es auch (also als Zitat gekennzeichnet, durch so Häkchen am Rande) und aus dem Kontext gerissen ist es zwangsläufig, denn danach kommt noch erstaunlich viel Text. So weit so einig, das vorab. Die Konsequenz als „Einstieg in den Gossenjournalismus“ zu bezeichnen ist sicher nicht verfehlt, aber doch zumindest verkürzt. Es ist einfach ein Fehler den man da produziert oder weiterverbreitet. Ich möchte nicht wissen wie viele Dementi es allein heute in irgendwelchen Redaktionen oder Blogs wegen irgendwas hagelt. Das von DA bezeichnete Phänomen kann genauso ein „Einstieg“ in die (Gossen)Wissenschaft sein in die (Gossen)Rechtsprecherei.

Mit Äußerungen, wie immer sie festgehalten werden, objektiviert sich ein Gedanke zu einer Tatsache. Ganz berüchtigt und verbreitet war in der Adorno-Rezeption die Ansicht, dass Adorno Strawinsky nicht leiden konnte und Schönbergs Musik verehrt habe. Zum Beweis führt man die „Philosophie der neuen Musik“ heran. Oder – anders – dass Adorno eine Gegner der Zwölftontechnik war (was mit der Schönberg-Apologie gleichzeitig gerne kollidiert ist). Aus dem Zusammenhang gerissen stimmt vieles, ist viel gesagt worden, lässt sich alles Mögliche feststellen. Wenn es dann Verbreitung findet, kann es passieren, dass es zur „Wahrheit“ wird, die aber falsch bleibt. Gegen daraus entstehende Vorurteile gibt es kaum ein Gegenmittel; sie werden zu Selbstläufern. Manchmal ist das alles aber auch so nebensächlich, dass ein Insistieren auf einer differenzierten Sichtweise das Gegenteil von dem bewirkt, was man beabsichtigt haben möge.

Ich erinnere nur einmal daran, dass auch Worte des Sascha Lobo über Werbung und Kultur möglicherweise ebenso dem Zusammenhang des Gesagten entrissen worden sein mögen. Mein Gott, daran hat niemand Schaden genommen, es ist ein Blogspiel der Gegenwart.

DA hat schon recht. Aber die Konsequenz, die dahinter steht, wäre eine andere. Walter Benjamin hat das, in ebenfalls missdeutender Art und Weise für sein Passagenwerk geltend machen wollen.

„Methode dieser Arbeit: literarische Montage. Ich habe nichts zu sagen. Nur zu zeigen. Ich werde nichts Wertvolles entwenden und mir keine geistvollen Formulierungen aneignen. Aber die Lumpen, den Abfall: die will ich nicht inventarisieren sondern sie auf die einzig mögliche Weise zu ihrem Rechte kommen lassen: sie verwenden.” Walter Benjamin, Das Passagen-Werk, Erster Band, Frankfurt/M. 1983, S. 574

und

„Diese Arbeit muß die Kunst, ohne Anführungszeichen zu zitieren, zur höchsten Höhe entwickeln. Ihre Theorie hängt aufs engste mit der der Montage zusammen.” ebenda, S. 572

Womit sich übrigens in diesem Zusammenhang wieder hübsch spielen ließe. Lumpen, Abfall …

„Zitate in meiner Arbeit sind wie Räuber am Weg, die bewaffnet hervorbrechen und dem Müßiggänger die Überzeugung abnehmen.“ Walter Benjamin, Einbahnstraße, Frankfurt/M. 1977, S. 108.

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Es geht um den “Zweiten Korb”

  • Lesedauer:3 Min. Lesedauer

Am 5. Juli wird der Deutsche Bundestag in zweiter und dritter Lesung die Anpassung des Urheberrechtsgesetzes vermutlich beschließen. Von Seiten der Wissenschaft regt sich noch einmal Widerstand. Von Seiten der Unterzeichner der Göttinger Erklärung wird empfohlen, das Gesetz nicht passieren zu lassen, weil es nicht bildungs- und wissenschaftsfreundlich sei. Die Zeit drängt. Mit Hilfe einer Mailaktion will man die Abgeordneten zum Einlenken bewegen. Dafür haben die Autoren zwei Mustervorlagen bereitgestellt (openoffice, rtf). Nachfolgend die Mitteilung des Aktionsbündnisses "Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft"…

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Noch einer, der geht

  • Lesedauer:2 Min. Lesedauer

Geyer und HekerEben von der Presseabteilung mitgeteilt, dass der Leiter selbiger zum Ende des Jahres 2007 gehen wird. Vermutlich als bald, wenn Urlaub noch aussteht und Überstunden runter müssen. Hans-Herwig Geyer wird die GEMA verlassen. Was ich sehr bedauere. So weit ich mir das erlauben darf zu sagen: Die GEMA war sowieso nicht der richtige Platz für ihn, aber er, an der Stelle, war an der richtigen Stelle.

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Was stimmt, stimmt

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Da muss ich f!xmbr zustimmen. Fächer die in Fallschirmspringer-Mentalität in diversen geisteswissenschaftlichen Fächern Platz nehmen, jedoch nicht einmal den Schimmer einer Ahnung im Nachhinein besitzen … Über McKinseys Umarmung der Goethe-Institute mittels zweier Powerpoint-Präsentationen.

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