„Musik und Weinen öffnen die Lippen und geben den angehaltenen Menschen los.“

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Mach' mal einen Absatz. Die Vorkommnisse der letzten Tage, aber auch der letzten Monate und Jahre sind nicht immer zum Besten in der Welt. Die Technik wird gemeistert mit Müh' und Ach' – immer im Wissen, dass sie alles wird lösen und eitel Wonne das Herz bescheine. Ebenso die Bildung, die uns womöglich von Wilden und Barbaren bewahre. Dabei ist sie selbst nicht weniger als ein Machtinstrument zur Konditionierung der dann Heranwachsenden oder Erwachsenen.…

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Identität, Nation und Globalisierung

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„Ohne Zweifel, der Weg der Deutschen zu jener Nationenbildung, die sie jetzt erreicht haben, war ein Weg scheinbarer Erfolge, bitterer Katastrophen, säkularer Verbrechen, die sie begangen haben, und schließlich einer Bescheidung, die es begreiflich macht, warum der Begriff einer deutschen Staatsnation heute nicht ohne emotionale Belastung verwendet wird,“ schreibt der Historiker Reinhart Koselleck. Er umreißt damit in wenigen Worten die Schwierigkeit speziell der deutschen Geschichte, die bis in die Gegenwart unter den weltpolitischen Veränderungen…

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Freiheit ist nicht einfach – Die Absetzung einer Opern-Inszenierung 2006

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Wie frei kann sich Kunst wirklich entfalten? Große Einigkeit besteht in Presse und Kunst darüber, dass man sich nicht vorschreiben lassen mag, wie man was zu tun habe. Satire darf angeblich alles, Kunst immerhin nahezu auch. Bei der Betrachtung fiel mir eine Begebenheit aus der jüngeren deutschen Vergangenheit ein. 2006 kam es an der Deutschen Oper Berlin zu einer Art Skandal. Eine Idomeneo-Inszenierung an der Deutschen Oper von Hans Neuenfels schien plötzlich nicht tragbar…

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Geld und Kunst

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Geld macht taub. Geld spielt überall erste Violine. Geld macht arm und reich, der Tod macht alle gleich. [Dän.: Penge skille os ad, men døden giør os liige.] Geld ist die grösste Kunst. – Parömiakon, 2689. Die beste Kunst ist all vmbsunst. – Henisch, 1470, 19. Ehrliche Kunst bezahlt die Welt mit Dunst. [Lat.: Artibus honestis nullus in urbe locus, nulla emolumenta laborum. (Juvenal.) (Seybold, 39.)] Kunst bringt zuweilen Ruhm, aber selten Brot ins…

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Doppelt gemoppelt – Der Statistikfetisch – Horizontarmut – VAN

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Am Ende des Jahres kommen die News der Theater im Tagestakt. Da übertrumpft man sich mit Auslastungszahlen, Besucherrekorden und ähnlichem. Denn Zahlen sind wichtig. Sie sind Kennzahlen für den Erfolg der Institution. Das Quotenrennen ist irrsinnig, dient aber vor allem der Legitimation der Tragfähigkeit angesichts sinkender Kulturetats. Man ist der Gesellschaft etwas schuldig, nämlich seine Arbeit. Vor allem seine erfolgreiche Arbeit. In der Berliner Zeitung hat sich Birgit Walter einmal so eine Erfolgsmeldung vorgenommen.…

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Zeitalter des Extremismus

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Vielleicht gerade ein Zeitalter der Extreme, vielleicht sogar des Extremismus: Extrem online, extrem LTE, etxrem DSL, extrem Bio, extrem slow, extrem geerdet, extrem verliebt, extrem verhasst, extrem fanatisch, extrem kuschelig, extrem family, extrem individuell, extrem scharf, extrem salzarm, extrem religiös, extrem atheistisch, extrem superlativ, extrem brutal, extrem besoffen, extrem dünn, extrem warm, extrem nass, extrem kalt, extrem leise, extrem laut, extrem sportlich, extrem fit, extrem hungrig, extrem satt, extrem faul, extrem abenteuerlustig, extrem verschwenderisch,…

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Zeitalter des Extremismus

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Vielleicht gerade ein Zeitalter der Extreme, vielleicht sogar des Extremismus: Extrem online, extrem LTE, extrem DSL, extrem Bio, extrem slow, extrem geerdet, extrem verliebt, extrem verhasst, extrem fanatisch, extrem kuschelig, extrem family, extrem individuell, extrem scharf, extrem salzarm, extrem religiös, extrem atheistisch, extrem superlativ, extrem brutal, extrem besoffen, extrem dünn, extrem warm, extrem nass, extrem kalt, extrem leise, extrem laut, extrem sportlich, extrem fit, extrem hungrig, extrem satt, extrem faul, extrem abenteuerlustig, extrem verschwenderisch, extrem…

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Die erste Sünde des Jahres – Schlagerjazz

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Ich gebe zu, ich habe heute nacht gesündigt. Nach Neujahr kam das große Schlagerderby aus den späten 60er und 70er Jahren. Aus den Archiven des Fernsehens, gesendet vom rbb. Selige Zeiten für Autoren (Texter wie Komponisten), alles wirklich gut komponiert, tolle Stimmen bisweilen. Reichtum für die Autoren garantiert. Und das Publikum: Überaltert. In Anzügen mit Krawatten oder Fliegen, die Damen entweder züchtig oder gewagt – gesungen wurde gerne kurzberockt, langbebeint und wenig hochhackig. Die…

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