YouTubes kostenlose Armee der geistigen Verarmung

Ich muss schon sagen, so manche Saftsäcke gehen mir langsam ziemlich auf die Nerven. Im Moment solche, die Online-Plattformen als “kostenlose Werbung” für den Künstler zwangsweise verticken wollen. Das Schlimme: Sie meines es ja gut, wahrscheinlich, in Wirklichkeit sind sie auch nur schlimme Exploitationsverlängerer. Jawohl. Sieht denn niemand, dass YouTube längst nicht mehr zentral eine Kreativitätsmaschine ist, so wenig wie Ebay Dachbodenverkauf?

Aber nee. Die Kreativitätsindustrie nähert sich in Haltung, Gebaren und Gehirnwäsche der guten alten Rüstungsindustrie an. Bald marschieren sie im Namen von Google und YouTube als kostenlose Armee der geistigen Verarmung.

PS: Ich mag mich täuschen, aber die genannten Personenkreise nehmen an Zahl immer mehr ab. Aber ihre Aggressivität steigert sich zuweilen.


Immer noch so, geschrieben 2001, am 15. Juli für die Kritische Masse

kritische masse newsletter

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

der huflaikhan

Betreiber der Kritischen Masse seit 1995. Seit 2023 Wiederaufnahme. Promotion mit einer Arbeit über Adornos kompositorische und theoretische Auseinandersetzung mit der Zwölftontechnik. Arbeit für den Bayerischen und den Mitteldeutschen Rundfunk als freier Autor und Regisseur – zumindest bis Ende 2015. Online-Redaktion für neue musikzeitung, Jazzzeitung und Oper & Tanz. Unglücklich, aber fast taub.