Diebstahl lohnt sich manchmal doch. Ist aber sonst ziemlich verboten.

Ich weiß nicht mehr, wo ich das mal unterwegs gesehen und aufgenommen habe. Und ich frage mich, was für ein elend, dass heutzutage Menschen gezwungen sind, eine BILD am Sonntag stehlen zu müssen, es sei denn, …
Das Ende der Spaßgesellschaft haben wir bereits von annähernd 20 Jahren erlebt. Ich habe mal den Ngram-Viewer von Google nach Fundstellen in Büchern und Zeitschriften befragt. Zugleich mit der Frage nach Fundstellen für Facebook, YouTube, Twitter, StudiVZ und MySpace.
Zunächst für den Zeitraum von 1995 bis 2009:

Hier hat am 2009 selbst StudiVZ die Spaßgesellschaft überholt. Wählt man den Zeitraum etwas anders, sieht man, in welchem Maße die Social Media Erwähnungen geradezu explodieren. Und im Moment den Höhepunkt überschritten haben können.

Wobei bei YouTube eine ständige Zunahme der Erwähnungen erfolgt. Rasant die Spitze übernommen hat Facebook.
Spaßgesellschaft war Ende der 90er-Jahre ein in kulturellen, soziologischen und politologisch angehauchten „Diskursen“ häufig erwähnter Begriff, der irgendwie anzeigen sollte, dass man aus den Fragen nach den großen ideologischen Lösungen sich gelöst habe. Man hat eben Spaß über Systemfragen gestellt. Und als der Spaß auch seine technologischen Mittel fand, war der Begriff obsolet geworden.
Eine letzte Grafik zeigt noch mal an, in welchem Umfang Worte wie Spaß, Hass und Hetze verwendet werden zwischen 1900 und 2022. Die Angabe gelten ja prozentual zur Gesamttextmenge, sind also nicht absolut gerechnet.

Das Ende der Spaßgesellschaft zeichnet sich durch eine Zunahme des Spaßes aus. Jetzt noch mal von 1800 bis 2022 zwei Grafiken. Erstens zu Monarchie, Demokratie und Diktatur, bei denen sich die beiden großen Weltkriege deutlich abzeichnen wie in zweiten Grafik Krieg und Frieden auch.

