Wie ist beim aktuellen Innenminister Alexander Dobrindt innen aussieht, möchte man sich vielleicht gar nicht vorstellen. Denn dass es zumindest in der Birne vor allem dunkel ist, beziehungsweise die Kammer, die fürs Denken zuständig ist, möglicherweise überhaupt nicht existiert, ist jedoch eine wahrscheinliche Annahme.
Gegenüber der Expertise von Wissenschaftlern, die sich evaluierend zu den Auswirkungen des Cannabis-Gesetzes in einem Bericht geäußert haben, meldet die tagesschau (ich habe die Bilder dazu gestern gesehen):
Ihr Bericht gibt nichts von der Kritik des Innenministers wieder. Dobrindt wirft den Wissenschaftlern vor, “ein vollkommen verzerrtes Bild der Realität” wiederzugeben. “Es liegt ganz offensichtlich auch an der Methodik der Analyse”, so der Innenminister gegenüber dem ARD-Hauptstadtstudio.
Source: Dobrindt kritisiert Cannabis-Bericht – Wissenschaftler “enttäuscht” | tagesschau.de
Das ist natürlich bequem, wenn man sich, statt auf Expert:innenwissen, lieber auf die eigenen Vorurteile verlassen will. Wissen kann da nur störrisch und störend sein.
Aber das ist ja ein Kennzeichen der gesamten Regierung und ihrer Tätigkeit, die in dieser Hinsicht als konservativ zu beschreiben, allein durch ihre Regression in eine Validität des Nicht- und Halbwissens, verstehbar wäre.
Und die SPD in dem ganzen Verbündnis? Die macht, was sie in letzter Zeit immer sehr kann, sie hält nicht nur die Klappe, bei ihr sieht es auch düster aus, was die Programmatik angeht oder die Zurückweisung und voranschreitende Entmächtigung der Vernunft. So können die CDU-Vatare vor sich her irrlichtern, wie sie wollen.