Lieber Brüggi, für einen Aufreger bist Du mir immer noch gut. Dein Welterklärungswille und Deine Denkhilfen aus der Schublade des Gouvernantischen mögen prima funktionieren in einer Welt der Aufmerksamkeitsarmut. Aber dieses halbherzige Quasselstrippenziehen ist – wie immer – ein kurzer Furz, der nicht zündet.
Du willst den New Yorker Opergeschäftsbetreibern erklären, statt per Lotterie Eintrittskarten zu verschenken, wäre es doch wichtiger, ein bürokratisches Antragseinreichverfahren aufzubauen zur Vergabe von Lizenzen zur Vergabe von Sitzplätzen mit Angaben zu Anzahl von Familienmitgliedern, dem letzten Jahressteuerbescheid, Obdachlosenausweis, etwaige Behinderungsnachweise, Ausbildungsnachweis, dem letzten Wahlzettel, dem letzten eingenommenen Essen, religiöser, sexueller und politischer Orientierung in dreifacher Ausfertigung. Um Interesse muss es ja dabei nicht gehen. Am besten, man führt eine Volkszählung durch und verpflichtet entsprechend würdige Personen zum Besuch einer Opernaufführung. Man hat ja einen sozialen und edukativen Auftrag.
Aber die olle Phrase plus Häme, die muss man nicht bringen.
Was nichts kostet, ist nichts wert! Oder schlimmer noch: Weil Ihr Eure Bude nicht vollkriegt, singt Ihr nun umsonst.
Source: Liebe Met, – BackstageClassical
Oder gilt das auch für den eigenen Klassik-Blogger-Betrieb unter Backstage-Classical. Oder darf ich hoffen, dass Brüggi bald eine Paywall einzieht, um die Wertigkeit von Backstage Classical zu erhöhen? Manche Plattitüden halten sich aber wirklich auch ewig und einen Tag länger.
Es geht aber auch anders.

Grüße vom Amt für Vermassungsschutz, der Präsident
