Timothée Chalamet – Oper, verrecke

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Stöckchen, ich muss mal hopsen. Der Timothée Chalamet soll gesagt haben „Dinge, bei denen man sagt, 'Hey, erhaltet diese Sache am Leben, obwohl sich niemand mehr dafür interessiert'“ (Quelle) Ich verstehe die Aufregung nicht. Er sagt, dass man die Sache am Leben erhalten soll, obwohl sich niemand dafür interessiere (so seine Sicht). Das ist doch sympathisch! Und zwar wie, egal, ob die Beobachtung stimmt oder nicht. Sie stimmt natürlich nicht, die Bayerische Staatsoper kann…

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Kulturerosionserosion

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Es ist ja nicht das erste Mal und nicht allein Berlin: Aber es sieht tatsächlich so aus, als sei eine zuverlässige Förderung von Kunst und Kultur in wesentlichen Teilen nur noch in der zweiten Jahreshälfte möglich, weil erst die Kulturverwaltungen selbst nicht wissen, was sie ausgeben können und an wen und unter welchen Maßgaben. Förderungskaugummis Jetzt hat das Xjazz-Festival in Berlin das Handtuch geworfen. Bisher fand es immer in der ersten Jahreshälfte statt. Wegen…

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Aufgelesen: Vor 100 Jahren: Neue Musik-Zeitung – Der Opernregisseur 

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Das hat der Juan Martin Koch in der aktuellen nmz ausgegraben. Also, was mal vor 100 Jahren Thema im Theaterzirkus war. Für den Autoren Rudolf Hartmann war es absolut entscheidend, dass der Regisseur (gab es damals schon weibliche überhaupt) von der Musik her dachte, nicht von der Szene. Das sollte ein Selbstverständlichkeit sein, sonst kann man auch einfach Theater ohne Musik machen, oder? Nach der Entwicklung unseres Musikdramas jedoch, mit dem Hand in Hand…

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Geschäftsmodell: Floskelverleih – Kunde: Musikfonds

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Ganz erfolgreich hat sich mein Geschäft mit Floskeln entwickelt. Der Musikbereich hat da gegenüber der Bildenden Kunst und dem Film einiges nachzuholen. Immer noch findet man sachbezogene Texte, die sich Mühe geben mit dem, was sie beschreiben, kritisieren, interpretieren oder darstellen. Das will niemand lesen. Das wäre ja Information. Im postfaktischen Zeitalter geht es vielmehr darum, mit vielen oder wenigen Worten gar nichts zu sagen, aber superduper viel zu „insinuieren“. Das hatte man früher…

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Tradition ./. Wegwerfgesellschaft

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Eine seltsame Zeit. Wie jede Zeit, genau genommen. Wann denn war es bei Ihnen einmal zufriedenstellend ruhig über ein paar Tage? Seltsam berührend die Information aus dem dpa-Ticker: “Wegen des verlängerten Lockdowns wird sich nach Schätzungen der Handelsverbände Textil (BTE), Schuhe (BDSE) und Lederwaren (BLE) im stationären Handel bis Ende Januar ein Berg von einer halben Milliarde unverkaufter Modeartikel auftürmen.“ Und was macht man damit? Man nennt das “Fast-Fashion-Industrie” – gibt es auch in…

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Wie Adorno 2020 fast einmal reich und berühmt geworden wäre

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wenn er denn mal nicht aufs falsche Pferd gesetzt hätte bei der Auswahl eines Textes für ein Musiktheaterstück. Und das war nämlich so: Wenn ich mich richtig erinnere, hatte Theodor W. Adorno Anfang der 30er Jahre einmal die Idee, eine Musiktheaterstück zu schreiben. Das eine, von dem es zwei Stücke gibt und ein Libretto, ist ja der "Schatz des Indianer-Joe". Wahrscheinlich wäre dieses Stück in Gänze aus vielen Gründen, nicht nur musikalischen, gar nicht…

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Nulla sell piano

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Heute Nacht geträumt, ich habe bei einer Oper als Sängerin einspringen sollen. Ein Stück von Puccini, La Boheme, oder so. Die Sängerin sei kurzfristig ausgefallen und so drückte man mir einen Zettel mit dem Text des Parts in die Hand, den ich doch übernehmen möge. Es sei alles nicht so wild, ich kenne ja die Musik (kenne ich nicht) und den Text kenne ich wohl auch (kenne ich nicht). Ich müsse dann nur noch…

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Früher war es nicht anders: Komponistinnen-Sponsoring im 19. Jahrhundert

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Ich sage mal nicht, wo ich das gefunden habe. Ein Pollenflug war schuld daran, dass ich es überhaupt fand. Okay, steht in der Bildunterzeile. Was wäre uns für eine fantastische Oper entgangen, hätte nicht die Brose Unternehmensgruppe die Oper von Dvorak unterstützt. Aber es ist doch wirklich ein Jammer, mit welchen Methoden plötzlich Dinge verbunden werden. Dabei wüsste man gerne mehr, wie denn die großzügige Unterstützung ausgesehen haben mag. Erinnern wir uns doch ganz…

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Verleih‘ uns täglich Firlefanz

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Wenn man Werbung betreibt, will man eigentlich auch, dass sie irgendwo ankommt; also sicht- oder hörbar ist, oder irgendwie sonst fühlbar. Ansonsten kann man es auch sein lassen. Nun haben die Opern in Berlin so eine Werbeaktion gestartet, die man kaum bemerkt. Fast hat es den Anschein, als ob den Auftraggebern, hier die Opernstiftung Berlin, die Sache ein bisschen peinlich ist. Denn diese Werbung versteckt sich. Was war, was ist los; beziehungsweise, was nicht?…

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Adventskalender-Check: Staatsoper Berlin vs. Komische Oper Berlin

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Der Sperrsitz versteht sich unter anderem als kritischer Serviceleister und -begleiter. Heute im Programm die Ventskalender der Berliner Opernhäuser. Ventskalender Staatsoper Berlin Unter den Linden im Schillertheater (kurz: StOBUdLiSt) Drauf gekommen, durch eine Werbung oder eine Suche nach irgendwas. Da sind ja ein paar Türchen schon geöffnet, so dass man sich ein Bild machen kann. Für eine Staatsoper ist der Kalender zwar hübsch eingerichtet, aber im Ergebnis mager. Beim 9. Türchen habe ich zum…

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