Ähnliches
Ich bin sowas „Ähnliches wie eine Überraschung.“ Platz 4, abzüglich drago sogar dritter!
Ich bin sowas „Ähnliches wie eine Überraschung.“ Platz 4, abzüglich drago sogar dritter!
„Evidenzbasierte Bärwurztherapie“ - Doppelblindstudie. Einer bekommt Diesel, der andere Bärwurz und der Dritte gar nix. Erste Ergebnisse liegen vor. Diesel und Bärwurz haben in etwa die gleichen Aus- und Nebenwirkungen wie überhaupt. Aber gar nichts hilft auch gar nichts. Diesel ist aus der Zapfsäule schwerer zu dosieren als Bärwurz aus der Flasche. Aber höchstens zwei bis drei Doppelte hintereinander auf vollfettiches Essen und nur bei alten Säcken. Und im Zweifel lieber gar nicht.
Gestern war „Tag des geistigen Eigentums“ — hat aber kaum einer bemerkt oder? Wozu auch. Aus den Stellungnahmen einiger Organisationen sei aber etwas erwähnt. Der Deutsche Musikrat kommt zu der These:
Die Arbeit der Kreativen und die Leistungen der Kreativwirtschaft sind ein entscheidender Standortvorteil im globalen Wettbewerb, der erhalten und ausgebaut werden muss. Hauptproblem der aktuellen Situation ist das schwindende Bewusstsein für den Wert der Kreativität und damit für die Achtung und Anerkennung des geistigen Eigentums. denn: Bewusstsein schafft Resourcen.
Bewusstsein schafft Unterhosen Ressourcen, das klingt nach alter Predigt. Frieden schaffen ohne Waffen. Alles neu macht der Mai. Morgenstund hat Gold im Mund. Usw. usf.
Ähnlich, aber mehr kindergartensprachlich kommt der Deutsche Musikverlegerverband umme Ecke:
Das Wissen um den Schutz des geistigen Eigentums ist in Deutschland noch zu wenig verbreitet. Ein solcher Tag sollte auch in den Schulen stattfinden, damit Kinder und Jugendliche frühzeitig den richtigen Umgang mit kreativen Schöpfungen und deren Wertschätzung lernen und begreifen, das eine Idee, also geistiges Eigentum dem Eigentum von greifbaren, materiellen Dingen gleichzusetzen ist. Und jedes Kind weiß, dass Diebstahl nicht erlaubt ist und bestraft wird.
Das Sandmännchen hat eine Geschichte für euch mitgebracht. Hier ist es eher die Präsidentin Dagmar Sikorski. Der gleichnamige Verlag hat gute Erfahrungen mit der Akquise „geistigen Eigentums“. Nun gut, das ist lange her. Aber so eine Gardinenpredikt hätte die Enkelin ihrem Großvater mal halten sollen, als es nötiger gewesen wäre. Bestraft ist man damals auch nicht so dicke geworden. Und nein, heute ist die Praxis der Musikverlage ganz auf die Kreativen gerichtet. [siehe auch „Praxis der Zwangsinverlagnahme“] Nur das Beste und nur Gutes lassen sie alle den Künstlern angedeihen. Die leben ganz gemütlich unter ihren Beschützern, die statt im Form des bösen, schwarzen Mannes nun mit Schippe und MP3-Player daherkommen.
Eine letzte noch. ver.di, die vereinigte Dienstleistungsgesellschaft mit den vollen Müllkörben, hat auch was gebracht. ver.di warnt vor „Verramschung von geistigem Eigentum“:
„Die Geräteindustrie soll den Reibach machen, während die Vergütung für die Kreativen, ohne deren Inhalte viele Geräte unverkaufbar wären, in den Keller rutscht“. So beurteilt Frank Werneke, stellvertretender Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), den Kabinettsentwurf der Bundesregierung zum „2. Korb Urheberrecht“.
Jaja, so einfach wird gerechnet. Nein, man wollte die Abgaben für Geräte an ihre Nutzung und prozentual an ihren Marktpreis koppeln. Statt fixer Preise eben relative. Der halbwegs gesunde Menschenverstand sagt einem, dass das eigentlich auf der Hand liegt. Dei Geräte werden in der Produktion immer billiger (und schlechter? und noch mehr gekauft). Was soll da eine fixe Abgabe, die nicht mehr marktgängig ist? Machen wir doch auch die Mehrwertsteuer fix. Alles kostet 12 Euro Mehrwertsteuer. Aber ver.di rechnet schon mal aus:
Einen Einnahmeverlust von 42 Prozent für Autoren, Filmschaffende, Journalistinnen, Musiker oder Übersetzerinnen allein aus dem Verkauf von DVD-Brennern haben Experten errechnet, wenn die Vergütung Kreativer künftig an die ständig sinkenden Gerätepreise gekoppelt werden. „Die Bundesregierung plant eine Umverteilung von 20 Mio. Euro zu Lasten von engagierten, oft unterbezahlten Kulturschaffenden“, kritisierte Werneke.
Das ist bedauerlich. Ich bin davon komischerweise nicht betroffen, obwohl ich doch schreibe wie Sau und dazu gelegentlich auch klug oder schön oder beides. Habe ich davon schon jemals einen Pfennig von der VG Wort gesehen? — Nö.
Jawohl, unterbezahlt sind zahlreiche Kulturschaffende. Und das ist bedauerlich. Aber es ist so. Wenn anderen das schnuppe ist, was da der kulturschaffende Nachbar so geistiges Eigentum schafft, dann wird das eben nichts. Kulturalmosen? Ach komm, ach geh. Sollen doch die Kulturschaffenden auf ihrem geistigen Eigentum sitzen und es horten, so wie Spekulanten auf ihren Bauruinen.
PS: War Ihnen dieser Beitrag etwas wert, dann vergessen sie ihn schnell, erzählen es bloß nicht weiter, denn das wäre böse und strafbar. Das ist hier mein Eigentum, mein Text mit eingeklauten Zitaten. Und nun schauen Sie, dass Sie fortkommen. Das Wetter ist übrigens Scheiße.
Nachtrag: Janko Röttgers über kanadische Musiker gegen das Verklagen ihrer Fans in der Netzwelt
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Geträumt. Heute laufend irgendwelche Zugfahrten nach hier und dort. In einer sollte es nach München gehen. Kam aber so spät am Bahnhof an, dass ich in den erstbesten Zug gestiegen bin, der dann auch sofort losfuhr. Augenblicklich bemerkt, dass der nicht nach München fuhr. Fahrkarte hatte ich auch nicht. Der Schaffner (Zugbegleiter) recht freundlich, wollte mir helfen.
Der Zug ging nach Aachen und damit ganz woanders hin. Im Prinzip, dachte ich, reicht es, die nächste Station auszusteigen und umzukehren. Im Prinzip war das korrekt. Der Name des nächsten Haltebahnhofs war „Maßgeblich“. Ein ganz kleiner Bahnhof, so klein aber, dass dort kaum ein Zug halten wollte. Wäre ich also ausgestiegen, hätte ich eine Rückfahrt erst in weiteren vier bis sechs Stunden zu erwarten gehabt. Also bin ich weiter gefahren. Damit entfernte ich mich immer weiter vom eigentlichen Ziel, wohl aber hoffend, dass irgendwann doch ein prima Umstieg käme.
Doch jeder Bahnhof hatte keine Züge mit Reiseziel München oder zum Abfahrtsort anzubieten. So kam ich schließlich bis Solingen. Immer durch dieses ganze mittlere Deutschland durch, dessen Orte irgendwo im Niemandsland liegen. Aufgewacht.
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Jaja, ja, ja. Neenee, ne. Ja, jaja, ja. Jaja. Nee. Nee. Neenee.
72 Jahre dürften es sein — und die sieben besten wohl die ersten. Ach Quatsch, eher alle, hoffe ich mal vorsorglich. Davon dürften bald 20 zusammenfallen mit deinem Mann, so offiziell wenigstens, also für die Statistik eher. Ein besonderes Bild für Dich, aber so besonders auch wieder nicht.

Neue geistreiche (nicht geistliche, obzwar das wohl auch) Lieder, mal etwas älter. „Mit einer Erklärung einiger fremder und unbekannt gewordenen Worten versehen.“ So in etwa steht es da. „Unbekannt gewordene Worte.“Es gibt eben Dinge, die es nicht gibt; und es gibt Dinge, die es gibt. Menschen gibt es, aber vielleicht kennt man sie nicht oder sie werden einem unbekannt. Man kennt sie meist weniger als man denkt oder meint, aber so unbekannt wie sie sind, sind sie es vielleicht dann doch nicht. Aber auf einer weiteren Ebene, einer anderen.
Ich kenne Dich jetzt ansatzweise 42 Jahre. Aber obgleich diese Kenntnis doch gering genug ist, mag sie größer sein, als die Weise, in der sie sich manifestiert. Und so soll das Unerkannte gleichwohl ein Teil des Bekannten sein. Wohlan.
An Landauer
Sei froh! Du hast das gute Leben erkoren,
Denn tief und treu ward eine Seele dir;
Der Freunde Freund zu sein, bis du geboren,
Dies zeugen wir am Feste dir.Und selig, wer im eigenen Hause Frieden,
Wie du, und Lieb und Fülle sieht und Ruh;
Manch Leben ist, wie Licht und Nacht, verschieden,
In goldner Mitte wohnest du.Dir glänzt die Sonn in wohlgebauter Halle,
Am Berge reift die Sonne dir den Wein,
Und immer glücklich führt die Güter alle
Der klige Gott dir aus und ein.Und Kind gedeiht, und Mutter um den Garten,
Und wie den Wald die goldne Wolke krönt,
So seid auch ihr um ihn, geliebte Schatten!
Ihr Seligen an ihn gewöhnt!O seid mit ihm! denn Wolk und Winde ziehen
Unruhig öfters über Land und Haus,
Doch ruht das Herz bei aller Lebensmühen
Im heilgen Angedenken aus.Und sieh! aus Freude sagen wir von Sorgen;
Wie dunkler Wein, erfreut auch ernster Sang;
Das Fest verhallt, und jedes gehet morgen
Auf schmaler Erde seinen Gang.Hölderlin
Wäre, nebenbei, vielleicht auch was für Felix, den Balladenschreiber mit der guten Stirn.
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Eben gerade:Aber nicht nur für Schüler, auch für Eltern, die ihre Kinder nicht zum Unterricht schicken, drohen künftig härtere Strafen. Sie müssen mit bis zu 2 500 Euro rechnen. Damit war ja nicht zu rechnen. Ich kann nur bis zehn zählen.
!~~1/neues/bruecke.jpg|Steinerne Brücke, Weltwunder~~! Ich brauche jetzt mal etwas Ruhe. Nur etwas.
wollte ich mal sagen, dass mir gewisse postpubpertierende Lümmel ziemlich auf den Sack gehen. Samt gesamten Reiz-Reflex-Tanten, die wie aufs Stichwort gerufen, auf den Plan treten, um Stammtisch-Trullatratsch und vulgärsoziologische Thekenbotschaften herauszublubbern. Diese ganze vertrottelten Nachplappertrinen und Ichbinstolzsoklugzuseintrampel. Gehn die mir auf die Nerven, aber echt.
Chargennummer: VNR1A04A –
Bitte in vier Wochen die zweite Impfung! Danke.
Ist kein Witz. Ich verliere immer meine Impfpässe.
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