Während der Wartezeit

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bitte schauen Sie vorwurfsvoll in die aktuelle nmz. Geballte Informationen aus dem Musikleben. Mit einem wunderbaren Text von Redunzel Semmelmann „Die Musik ist tot.“ Ferner Janko Röttgers über „Journalismus kills music“. Aber auch Frau Gabriele Schulz: Steinbrück ante portas – Gefahr durch Subventionsbericht des Kieler Instituts für Weltwirtschaft?.
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Zukunftsbild?

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Francisco de Goya y Lucientes: Tagebuch-Album : »Ein Armer in Asien, der sich den Kopf anzündet, bis man ihm etwas gibt«, 1803–1824, Pinsel in schwarzer Tusche, laviert, auf weißem Papier, 20,5 × 14 cm Madrid, Museo del Prado

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Scheiß-Rumgeschraube

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Fummelfrickel abgezuppel. Nucleus, Gallery2, Mambo und auch jetzt auch Joomla. Aufspielen, konfigurieren und gemurkse, Man lernt ja immer was dabei. Update hier, Korrektur dort, Fehlersuche, Fehlerfindung und weiter gehts mit Optimieren. Was nicht geht, geht an die Nieren. Der Rechner ist ein schlechter Ort. Ich wünsche mir 'nen Update-Mord.

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Von Kürbissen, Zucker und Lackierereien, aber nur kurz

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Regensburg muss Ostwind haben, man riecht wieder die Zuckerfabrik und zwar nicht zu schlecht. Sowie bei Gegenwind die ersten Kamine mt ihrem rauchigen, verbrannten Qualm. Der Herbst muss wohl auch in Regensburg endgültig angekommen sein.

Ebenso die Tatsache, dass der Herr Nachbar gegenwärtig ziemlich häufig Kürbiscremesuppe auf der Tageskarte hat.

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Doch dieser Zuckerfabrikgeruch ist merkwürdig süßlich, auch ein bisschen muffig und beissend. Hatte ich in Wolfsburg früher auch, wenn Nordwind war und der Geruch aus Fallersleben nach Süden zog. Besser jedenfalls als der Gestank der Lackiererei aus dem VW-Werk bei Nordwest-Wind. Der war wirklich von übelster Sorte.

Jetzt noch die Frage: Wo ist denn da die Pointe?
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Not in our name

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Charlie Haden 1993 in BerlinDer Bassist und Musikpolitiker Charlie Haden meldet sich erneut mit Musik zurück, deren Ort im Heute liegt, deren Idee lange in seine Biographie zurückweist. „Not in our name“ heißt die Platte mit dem Liberation Music Orchestra, welches nun in komplett neuer Mixtur antritt. Arrangiert für das Ensemble hat die Musik die gute alte Carla Bley. Als musikalische Grundsubstanz liegen zugrunde alte Klassiker der amerikanisch patriotischen Musik wie „This is not america“ von Pat Metheny oder „Amazing Graze“ oder „America the beautiful“ (ein Medley), oder das „Goin’ Home“ (Versatz aus Dvoraks sogenannter Sinfonie aus der Neuen Welt) oder auch Samuel Barbers „Adagio“. Eine recht sonderbare aber nachvollziehbare Mischung. So ganz richtig gut ist die Platte leider nicht. Von Carla Bley kennt man eine durchaus aufregendere Art und Weise des Arrangierens. Dennoch erhalten die Stücke in dieser Platte einen eigenartig unsentimentalen Ton, was ja bei Amazing Grace oder dem Adagio Barbers nicht ganz einfach ist, will man nicht nur zerstörerisch an die Sache gehen oder nur emphatisch — amerikanisch-unamerikanisch.

„Ich wollte dadurch klarmachen, daß man, bloß weil man nicht mit allem einverstanden ist, was diese Regierung unternimmt, noch lange nicht unpatriotisch ist.“

wird Haden im JazzEcho zitiert. Die Amerikaner haben sozusagen eine lange und durchgehende „Wir-sind-Deutschland(Amis)“-Kampagne quasi als Staatsreligion.

Etwas überracht bin ich insofern, als Hadens „Not in our name“ nur sekundär mit der gleichnamigen Initiative in den USA zu tun hat. Im JazzEcho steht dagegen:

„Bei Spaziergängen in Italien und Spanien fielen mir auf den Balkonen zahlreicher Apartmenthäuser diese Spruchbänder auf, auf denen in Englisch geschrieben stand: ‘Not In Our Name!’“, erinnert sich Haden. „Das war das erste Mal, daß ich diesem Slogan begegnete, und es beeindruckte mich, daß die Leute, die in diesen Apartments wohnten, ihre Meinung so kundtaten.“

Manchmal funktioniert Kommunikation unterirdisch. Ein erstes Bild kann man sich machen auf der Vorhörseite des „JazzEcho“. Zum Vorhören: JazzEcho. Aber immerhin gut, dass es so etwas auch im Jazz gibt — und gerade im Jazz.

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Palavermentarismus

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<%image(20051019-lammert3.jpg|150|192|The Lammert)%>

Ort: Bundestag: Gestern. Wahl zu den Bundestagsvizepräsidenten. Bisky scheitert dreimal. Sternstunde des Gewissens? Nein. Eine Idiotie der parlamentarischen Demokratie. Man fragt sich, was das überhaupt soll. Einerseits wird jeder Fraktion die Stellung eines oder zwei Bundestagsvizepräsidenten zwingend zugestanden, andererseits müssen die dennoch gewählt werden. Warum muss man wählen, was vereinbart ist? Diese Logik erschließt sich mir nicht. Entweder freie Wahl oder Festsetzung und Benennung und aus ists. Eigentlich ganz gut, dass das gestern mal schief gegangen ist. Auch wenn sich daran in Zukunft nichts ändern wird. Nett die Beschreibung von Funktion, Wahl und Aufgaben des/der Präsidenten. Hier ein selten freimütiger Ausschnitt.
Das Personalkalkül der größten Fraktion wird in der Regel auch dann hingenommen, wenn bei der Auswahl nicht die Eignung für das Amt, sondern Karriereinteressen sowie partei- und koalitionsinterner Personalproporz ausschlaggebend sind.
Ja, so stehts auf den Seiten des Deutschen Bundestags. Da staunt man nicht schlecht. Und das bei einem Amt, das protokollarisch das zweithöchste im Staat ist. The Lammert® (siehe Bild oben) hat dies in seiner ersten Sitzungsleitung alles nur leidlich regeln können. Eigentlich gar nicht. Mit 92 Prozent gewählt und sofort das Amt beschädigt – von seinen eigenen Genossen. Die goldenen Leerformeln seiner Antrittsrede gleich noch einmal enthöhlt – mit aller parlamentarischen Gewalt.

Die Verlogenheit, die seit einiger Zeit über diesem Amt kreist, kann man auch dort nachlesen:
Abweichend von der Geschäftsordnung wurde bei der Wahl der Vizepräsidenten bis 1980 jeweils zu Beginn der Legislaturperiode in offener Wahl über alle Vorschläge gemeinsam abgestimmt (gemäß § 126 GOBT). Seit der 10. Wahlperiode (1983) kam hingegen keine interfraktionelle Vereinbarung mehr zustande, da die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und FDP einen Vizepräsidenten der Fraktion DIE GRÜNEN abgelehnt hatten. Durch die Änderung der Geschäftsordnung des Bundestages im Jahre 1994 wurde der Anspruch jeder Fraktion auf Mitgliedschaft im Präsidium gesichert (§ 2, Abs. 1 Satz 2 GOBT). Entsprechend dieser Regelung ist seither die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit einer Vizepräsidentin vertreten, während ihrer Mitgliedschaft im Bundestag in Fraktionstärke auch die PDS, nachdem nach der Bundestagswahl 1998 an dieser Bestimmung festgehalten wurde. Da die Anzahl der Präsidiumsmitglieder nicht erhöht wurde, stellt seither auch die zweitstärkste Fraktion nur einen Vizepräsidenten.
Ist ja auch alles geändert worden, jetzt. Und darum doppelt peinlich.
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