Gerd und Angela

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Nichts so schön wie gerade auf Ö1 das Vorspiel zu „Tristan und Isolde“ von Richard Wagner. Das schaukelt sich auch so hoch, energiegeladen und immer hoffnungslos.

West-wärts
schweift der Blick;
ost-wärts
streicht das Schiff.
Frisch weht der Wind
der Heimath zu: –
mein irisch Kind,
wo weilest du?
Sind’s deiner Seufzer Wehen,
die mir die Segel blähen? –
Wehe! Wehe, du Wind!
Weh’! Ach wehe, mein Kind!
Irische Maid,
du wilde, minnige Maid!

[…]

ISOLDE
(nach einem Schrei.)

Ich bin‘s, ich bin’s –
süßester Freund!
Auf! noch einmal!
Hör’ meinen Ruf!
Achtest du nicht?
Isolde ruft:
Isolde kam,
mit Tristan treu zu sterben. –
Bleibst du mir stumm?
Nur eine Stunde, –
nur eine Stunde
bleibe mir wach!
So bange Tage
wachte sie sehnend,
um eine Stunde
mit dir noch zu wachen.
Betrügt Isolden,
betrügt sie Tristan
um dieses einz‘ge
ewig-kurze
letzte Welten-Glück? –
Die Wunde – wo?
Lass’ sie mich heilen,
daß wonnig und hehr
die Nacht wir theilen.
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Was ich sehr lustig finde:

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Dass manche Leute in der politischen Kaste unter einem bemerkenswerten Realitätsverlust leiden. Aber wundern tut mich das nicht. Onkel Nietzsche wusste immer schon alles besser. Zu Schröder sagte er:
Unter Deutschen ist es heute nicht genug, Geist zu haben: man muß ihn noch sich nehmen, sich Geist herausnehmen … (…) Es zahlt sich teuer, zur Macht zu kommen: die Macht verdummt … Die Deutschen – man hieß sie einst das Volk der Denker: denken sie heute überhaupt noch? Die Deutschen langweilen sich jetzt am Geiste, die Deutschen mißtrauen jetzt dem Geiste, die Politik verschlingt allen Ernst für wirklich geistige Dinge – »Deutschland, Deutschland über alles«, ich fürchte, das war das Ende der deutschen Philosophie …

Jedem vom deutschen Schulsystem gepeinigten Schüler würde man Interpretationen um die Ohren hauen, wie sie seitens zahlloser Politiker zur Zeit gemacht werden. Arithmetische Kunststücke werden da vorgeführt, wohl im Glauben, dass man Einsteins Relativitätstheorien verstanden habe — nur eben nicht richtig. Ein Einstein-Zitat schmückt sogar das Kanzleramt. Welch Absurdität …

Und irgendwann hört selbst bei mir die dadaistische Auslegungskomponente jenes Staatstheaters auf. Politik desavouiert sich, sie entblödet sich vor aller Augen und Ohren. Man meint zu jeder Sekunde, man habe einen dringenden Bedarf an Augen- und Ohrenärzten, an Neurologen und Psychiatern. Vor allem der Kanzlerquatsch und die damit verbundene Loyalität über alle Dummheit hinweg, die ist mit rationalen Mitteln und den normalen Sinnesorgangen gar nicht nicht mehr zu fassen.
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Eilmeldung

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Aus wie immer gut unterrichteten Kreisen: Bis 2009 haben wir eine geschäftsführende Bundesregierung. Auch mal was neues.

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