Worte ausgraben
Odo Marquard, der Gießener Philosophie-Professor emeritus: Inkompetenzkompensationskompetenz!Das Wort fand er zu früh. Jetzt passt es.
Odo Marquard, der Gießener Philosophie-Professor emeritus: Inkompetenzkompensationskompetenz!Das Wort fand er zu früh. Jetzt passt es.
(nmz) Mit Siegfried Palm starb gestern in Frechen bei Köln eine kulturelle Leit- und Vaterfigur der deutschen Musikszene des zwanzigsten Jahrhunderts. Als Interpret widmeten ihm die wichtigsten Komponisten der zeitgenössischen Musik Solowerke: Bernd Alois Zimmermann, Iannis Xenakis, Mauricio Kagel, Krzystof Penderecki, Wolfgang Rihm und viele andere. Palm hat sie lebendig gemacht und weitergetragen. Webwatch im KIZ der neuen musikzeitung
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Wunderbar, wunderbar
, wie sagte doch der olle Rickert:
In dem Verhältnis von Ich und Welt steckt somit das Weltproblem.
Da hat er ziemlich tief ins Schwarze getroffen (Vom Begriff der Philosophie, 1910). Er sagt an anderer Stelle, wow: „Doch, wir wollen nun wissen, ob es möglich ist, dem Leben selbst Werte zu entnehmen und darauf Kulturwerte von selbständiger Bedeutung zu gründen. Die Frage kann jetzt in jeder Hinsicht verneint gelten.
Die Lebendigkeit selbst kann nie etwas anderes als Mittel sein, und ihr Wert hängt daher allein vom Wert der Zwecke ab, denen sie dient. Dieses Ergebnis ist selbstverständlich rein negativ.“ (Lebenswerte und Kulturwerte, 1911).
Ich bin sei Jahr und Tag mit der Werteproblematik beschäftigt durch meinen Zuzug nach Regensburg. Die heftigsten Dispute gingen über Werte. Als alter Nietzsche-Versteher bin ich dem feindlich gegenüber gestimmt. Weil nur zu häufig ja Werte als Kulturwerte und Bruchsteine eherner Gesetze des sozialen Zusammenlebens auftauchten. Werte zu haben ist eines. Werte zu entwickeln etwas anderes. Werte in Mündern von Kapitalismuskritikern zu vernehmen, sozusagen in Form eines Werte-Kapitalismus contra Liberal-Kapitalismus, das scheint mir doch ziemlich absurd. Die Taliban, die haben ja auch Werte. Die sind Wertekapitalisten in Reinkultur. Umso mehr freut es mich, wenn ein Rickert das kantische Motto: „Der kritische Weg ist allein noch offen“ vor einen seiner Aufsätze packte. Den Rickert habe ich erst seit vorgestern. Kannte ihn bisher nur aus Weber-Texten. Mal schauen.
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Die Schaltzentrale der Deutschen Bahn, Leipzig. Kein Wunder, wenn da mal etwas nicht funktioniert. Wie sollte es denn auch, wenn die Diensthabenden plötzlich keine Euros mehr haben. Dann fallen eben ein paar Züge aus.
Ich kann mich eines gewissen Eindrucks nicht erwehren, dass irgendwie alles, was sich auch nur im entferntesten mit Politik auf der politischen Ebene selbst beschäftigt, heillos unsinnig geworden ist. Was ist denn bloß los? Noch sitzen sie doch alle auf den Bänken in Berlin und konferieren und ausschussen nur so rum. Falls es denn zu einer vorgezogenen Bundestagswahl käme, was ich noch gar nicht sehe, so wäre es (k)ein Jammer. Acht oder sieben Jahre…
Eigentlich bin ich ja alles andere als ein Freund der Operette gewesen. Überhaupt, diese musikdramatischen Werke, ob Oper, ob Musical, ob Operette, die waren mir suspekt. Operette besonders. Dann kam der Auftrag, doch die Tagung „Operette unterm Hakenkreuz“ vom 29.4. bis zum 1.5. in Dresden anzuschauen und darüber zu berichten für den Mitteldeutschen Rundfunk. Mann, was eine Freude. Ausgerechnet ich — keine Ahnung von und mehr noch, das war doch Mist. Operette ist doof.…
Unsterblich machen. - Wer seinen Gegner töten will, mag erwägen, ob er ihn nicht gerade dadurch bei sich verewigt.
Von wegen dem Preisbloggen der ZEIT und so. Platt, wie nur die kritische Masse sein kann, antworte ich:
Braucht der Mensch Sex?
Naja, nee, bzw. was wäre, wenn nein oder ja? Braucht der Mensch eine Antwort darauf?
Auf der Spur von Reich und Arm
Das sind keine Spuren, breit wie eine Dampfwalze sind die Autobahnen des Drifts.
Woran werden die Deutschen morgen glauben?
Das sage ich dann morgen. Aber gute Frage. Gibt es morgen überhaupt noch Deutsche? Ich habe da so meine Zweifel. Wäre aber auch nicht weiter bedenkenswert. Warum glüht der Horizont nur so, heute abend.
Über die Lust am Essen
Gurkensalat
So, nu’ kann ich mich wohl mit Fug und Recht in allen vier Kategorien gleichzeitig bewerben und die vier iPod-Minis einstecken. Muss ich noch Stöckchenwerfen.
Zweiter Versuch
Braucht der Mensch Sex?
Ja, doch. Na klar, und wie: am besten mit allem dran, drin, drauf. hüpphollandhüpp
Auf der Spur von Reich und Arm
Also ich auf der Spur von Arm.
Woran werden die Deutschen morgen glauben?
Was man ihnen einprügelt.
Über die Lust am Essen
Kaffeesatz
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Denn auf dem Hinweg hatte ich mein Plastik-Soda-Stream-Gerät eingepackt, um eine Kartusche zum Sprengen desselben zu besorgen. Vor Ort konnte mir nicht geholfen werden. Denn die hatten keine Leerkartuschen zum Testen da, aber die DM-Drogerie oben sollte welche haben. Hatten die nicht, also zehn Meter zur Seite zum Medi-Max. Die hatten welche, sogar welche, die passen könnten und per Schraubtest auch passten. Nur auf denen stand unmissverständlich: „Nicht für Soda-Stream“ verwenden. Fein. Also wieder…