Regensburg, Keplerstraße

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Angst und Hoffen wechselnd mich beklemmen, meine Worte sich in Seufzer dehnen, mich bedrängt so ungestürmes Sehnen, dass ich mich an Rast und Schlaf nicht kehre, dass mein Lager Tränen schwemmen, dass ich jede Freude von mir wehre, dass ich keines Freundes Trost begehre. Stefan George: Das Buch der hängenden Gärten Besser bei pepa, siehe dort.

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Georg Lukacs

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Weil der Schockwellenreiter gestern auf Lukacs' 120. Geburtstag hinwies. Vor einigen Jahren gab es einen kurzen Ausflug in die Bildende Kunst, sehr unter dem Eindruck von Kapielskis Kunst. Ich machte ihm eine Hommage unter dem Titel „…“ Der Titel ist übrigens das Rätsel. An sich ist das Kunstwerk hier eine Verbildlichung des Titels eines Aufsatzes Adornos. Welcher Aufsatz ist gemeint? Einschub: Im Gegensatz zu Kantels Apologie von „Geschichte und Klassenbewußtsein“ hat mich mehr der…

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Anton Webern: Rauchen kann tödlich sein – „Konzert für neun Instrumente op. 24“

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Auch hier ein Todestag — allerdings einer, der noch kommt –, vor 60 Jahren, am 15. September, wurde Anton Webern erschossen. Ein dummes Unglück nach dem Ende des zweiten Weltkrieges. Webern war nach Mittersill gereist. Dort hielt es sich bei seinem Schwiegersohn auf. Der war offenbar ganz gut in Schwarzmarktgeschäfte verstrickt. Es war Besatzungszeit und es gab Ausgangssperre des Abends. Von seinem Schwiegersohn erhielt Webern eine Zigarre, auf die er sich wahrscheinlich sehr gefreut…

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Attila József (100)

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Hatte gestern seinen 100. Geburtstag, wenn er nicht schon 1937 sich selbst umgebracht hätte indem er sich vor einen Güterzug warf. Einer der Größten Lyriker des vergangenen Jahrhunderts. Online zu lesen auf ungarisch. Ich kenne nur einige kurze Übersetzungen, namentlich von Franz Fühmann. Leg deine Hand Leg deine Hand Auf die Stirn mir schwer. Als ob deine Hand Meine Hand wär. Behüt mich wie wen, Der mordgierig wär, Als ob mein Leben Dein Leben…

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Penderecki komponiert ein Werk zum Gedenken an Papst Johannes Paul II.

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In diesen Tagen nimmt die Welt Abschied von Papst Johannes Paul II. Der Komponist Krzysztof Penderecki tut dies auf seine ganz eigene Weise: Gleich nach der Todesmeldung hat er damit begonnen, einen weiteren Satz für sein Polnisches Requem zu komponieren und damit seinen Landsmann Karol Wojtyla zu ehren. Die beiden großen Repräsentanten ihres Heimatlandes verband viele Jahre lang eine enge Freundschaft. Bereits zu Beginn des Pontifikats hat Penderecki sein Werk Te Deum dem ersten…

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„Wir leben in paradiesischen Zuständen“

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Heute auf der Zugfahrt meine Lektüre, jetzt auch komplett bei brand eins zu lesen.
Der Beitrag des Einzelnen zählt nur im Zusammenspiel mit anderen. Je mehr ich als Einzelner leiste, je mehr ich mit meinen Talenten wuchere – desto höher ist der Ertrag für die Gemeinschaft. Und deshalb ist es fatal, dass wir ein Steuersystem haben, das sagt: Je mehr du durch deine Leistung beiträgst, desto mehr Steuern musst du bezahlen, und zwar progressiv. Unterm Strich bedeutet das: Wer den Willen hat, mehr für die Gemeinschaft beitragen zu wollen, der wird eingebremst.

Aus: brand eins Magazin – Inhalte
Bisher kannte ich ähnliche Ideen nur von Oskar Negt oder dem Kreis um die Berliner Politologen Grottian und Wolf-Dieter Narr. Hier ist es ein Unternehmer (Götz W. Werner, Gründer der dm Drogeriemärkte), der sich für eine Art Grundeinkommen einsetzt.

Das könnte für viele, die gegen ihren Willen von der Arbeit befreit worden sind, zynisch klingen.

Weil wir immer noch in den alten Paradigmen festhängen: „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.“ Das steckt tief drin, das ist ein altes puritanisches Paradigma. Aber wenn wir genau hinsehen, haben wir uns längst davon verabschiedet. Die ganze Altersversorgung hebt darauf ab, dass die Menschen im Alter einen Anspruch haben, von der Gesellschaft versorgt zu werden. Wir zahlen Kindergeld, weil auch Minderjährige mit entsprechenden Gütern und Dienstleistungen versorgt werden sollen. Ein Teil der Bevölkerung wird über die finanzielle Arbeitslosenunterstützung und Sozialhilfe versorgt, ein anderer Teil muss nicht arbeiten, weil er von den geldlichen Früchten eines Vermögens lebt …

Konkret stehen 26,5 Millionen regulär Beschäftigten 20 Millionen Rentner, 5 Millionen Arbeitslose und 2 Millionen Bezieher von Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II gegenüber. Die Bezieher von Kindergeld oder Bafög sind da noch nicht mitgerechnet.

Und doch ist in unseren Köpfen noch immer verkoppelt, dass Einkommen aus Arbeit resultiert. Genau das müssen wir trennen: Das eine ist das Einkommen — und das andere ist, dass jemand unter uns lebt, der seine Talente, seine Fähigkeiten einbringt, um für andere zu arbeiten.

Oder für sich?

Das ist das zweite Paradigma, von dem wir uns lösen müssen: der Irrglaube, man arbeite für sich und lebe von seinem geldlichen Einkommen. Zum einen entsteht das Einkommen nicht durch meine Arbeit, sondern dadurch, dass andere eine Leistung für die Gemeinschaft durch ihre Gegenleistung — vorübergehend durch das dazwischentretende Geld — honorieren, sei es bei brand eins, dm oder anderswo. Zum anderen kann ich von meinem Einkommen nicht leben — es sei denn, ich esse Euro-Scheine oder Kreditkarten. Ich bin darauf angewiesen, dass andere für mich arbeiten und konsumfähige Güter und Dienstleistungen herstellen, so dass ich Brot, Milch, Eier, Zucker oder Käse kaufen kann.
Ich gestehe, die Idee hat etwas für sich und den Haken bei der Sache sehe ich nicht — vielleicht auch, weil mir der Gedanke zu sympathisch ist. Einen Einwand kann Götz W. Werner auch geschickt abfedern:
Bei der Konsumsteuer dagegen wird nur das untergehende, das verbrauchte Produkt besteuert — das ist auch ein wichtiger Unterschied zur Ökosteuer: Die Ökosteuer wird nicht am Pol des Konsums, sondern am Pol der Erzeugung erhoben. Als wäre es kein Unterschied, ob ich mit dem Benzin einen Panzer betanke oder einen Krankenwagen.

Das heißt, auch die Konsumsteuer steuert: Was für das Gemeinwesen gut ist, wird niedrig, was nicht so gut ist, hoch besteuert?

So sollte es sein.

Und wer bestimmt, was gut ist und was nicht?

Der gesamtgesellschaftliche, parlamentarisch legitimierte Konsens.

Also die Regierung. Ist da nicht wieder Raum für jede Menge Ideologie?

Sicher, aber das ist doch immer unser Los. Entscheidend ist für mich, dass wir Methoden und Werkzeuge entwickeln, die möglichst wenige Kollateralschäden zur Folge haben. Dass der Staat Geld braucht, ist klar. Wenn er es aber auf eine Weise erhebt, dass dadurch Investitionsentscheidungen fehlgeleitet werden und Menschen ihren Beitrag nicht mehr leisten — dann ist das ein Kollateralschaden. Mit der Konsumsteuer sind diese Schäden geringer, es gibt keine Diskussionen mehr über Abschreibungen, die Bilanzen könnten viel transparenter, offener und damit richtiger sein. Und es müssten auch viel weniger Produktionen ins Ausland verlagert werden. Deutschland würde ein absolutes Steuerparadies — obwohl ich sicher bin: Die anderen würden schnell hinter den Trick kommen.
Nur ein Trick?
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Go ‘in home

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Der letzte von mir hergestellte Film. (2,5 MB, 4:30, WindowsMedia). Danach ging die Kamera fort. Es handelt sich um ein niedliches kleines Meisterwerk mit ein paar Schwächen im Mittelteil.

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