NDR Kultur – ein Rätsel
Für Radiofans: Das Rätsel des Monats NDR Kultur und ein Fernsehtipp
Für Radiofans: Das Rätsel des Monats NDR Kultur und ein Fernsehtipp
Ein Blick nach vor einem Jahr: Oha, wieder eine Geburtstag. „thg“ — das war in Wolfsburg das Theodor-Heuss-Gymnasium. Da war ich aber nicht drauf, ist ja auch eigentlich egal. Unser Geburtstagskind dagegen lässt sich gerade irgendwo auf der Welt wohlergehen, an einem Ort, der auch mir nicht bekannt ist. Aus dem Staub machen, so nennt man das wohl. Aber dies sei ihm von Herzem gegönnt. Aber ich bin es ihm schuldig, einen Sinnspruch mitzugeben.…
Aber diese Märtyrergeschichten. Wow. Nach der Legende soll Blasius sich wegen der Christenverfolgung in einer Höhle versteckt haben, wo er von wilden Löwen, Tigern und Bären bewacht wurde. Vögel trugen ihm Nahrung zu, er segnete wilde Tiere und heilte ihre Verletzungen. Die Jäger fanden kein Wild mehr, da sich alle Tiere zu Blasius geflüchtet hatten. Aus dieser Einsiedelei heraus habe er sein Bistum geleitet. Eine arme Frau, die durch Blasius' Gebet ihr vom Wolf…
Jedes Jahr, einmal, das Werfen des I Ging. Heraus kam:
„Sun“: Das Biegsam-Fügende-Eindringende [kicher-hihi; Anm. Huf.] — Sich-herab-Begeben – (aus)wählen – willfährig – nachgiebig – Schamhaftigkeit – sich verbergen, ducken – Befürchtung, Beängstigung.
I Ging sagt dazu im Urteil: Kleinere Erfolge und Fortschritt. Weitermachen, in jeder Hinsicht von Vorteil; sein Ziel im Auge behalten. Fördernd, den großen Mann zu sehen.
I Gings Rat: So wiederholt der Edle seine Anordnungen an die Untern und versichert sich des förderlichen Geschäftsablaufs. (Solche Klarheit liebe ich ganz besonders.)
Da ja nun das I Ging das Buch der Wandlungen ist, hält es sich für gewöhnlich bedeckt, was dies positiv oder negativ zu bedeuten haben hätte könnte wäre. Doch soviel:
positiv: Nachschauen und prüfen. Eindringliches Wiederholen findet sehr bald Glauben der andern Seite.
negativ: Leere Betriebsamkeit. Übereifer ohne wirkliches Ziel.
Mein Goldmann-Ratgeber zum I Ging weist ausnahmsweise eine tiefenpsychologische Erläuterung zum Hexagramm 57 auf. Und die hat es in sich, ehrlich.
Das untere Yin im Triagramm des Sanften zeigt Disposition zum Überraschen mit zarten, femininen Affekten. Es möchte die Schamschranke der zwei oberen Yang durchbrechen, das heißt unvermittelt und schamlos auftreten, sich auf offener Bühne zeigen als hysteriformem Streben nach Macht, Geltung. Yineigenschaften im Zusammenhang mit Bild 57 wären «
sich verstellen, schauspielern; simulieren, zum Beispiel Umschlag aus Gewalttätigkeit in zärtliche Frömme, Güte (Weinkrämpfe u.a.). Hysterieähnliche Unfähigkeit zu gehen (Abasie), zu stehen (Astasie), zu sprechen (Aphonie, Aphasie), zu denken (Stupor, Dämmer). Ausfälle der Sinneswahrnehmungen. Hypnoide Veranlagung. Auto-/Heterosuggestibilität.»
«Zeigelust, Exhibieren und Schaulust. Drang, eine Rolle zu spielen, zu agieren. Moralbewußtsein, Aufbau einer Phantasiewelt. Rollenbewußtsein. Beifallsbedürftig, ruhmsüchtig, eitel. Gefallsucht, Koketterie; sich beliebt machen.
Schamhaftigkeit — Scheu; Wunsch, sich zu verbergen (im Ging = «ducken»). Lamentieren und Klagen, als hysteriforme Demonstration. Lügenhaftigkeit, Ängstlichkeit.»*
Mit dem Katalog versuchen wir anzudeuten, was sich in dem schwachen, duckenden Yin aufzustauen vermag, um mit dem Mittel der Umdrehung oder Konversion sich überraschend zu entladen.
Konversion: die innere Erlebniswelt wird ausgeschaltet, die «Werkzeuge» der der Befriedigung gelähmt, unfähig gemacht.
*) Aus Szondi, L. «Schicksalsanalyse» und «Triebpathologie» für unsere Zwecke modifiziert wiedergegeben.
Mein lieber Scholli, kann ich da nur sagen; nicht, dass ich an den Hokuspokus irgendwie glauben würde, nicht wahr. Aber vielleicht liegt es auch einfach nur daran, dass ich das I Ging immer noch mit Pfennigstücken werfe statt mit Cents. Na denn auf ins neue Jahr. Nacktbilder scheinen fällig.
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Und natürlich dem Harry-Hufi-Tagesmax, weil er dann denkt Der blöde Semmelarsch, der blöde. Jezz macht der doch tatsächlich so ‘nen Mist mit und zieht mich auch noch mit rein.
semmels kolumne
Vermaledeiter Weltenfurz. Natürlich halte ich von diesem Schrott nichts, war aber auch hochunzufrieden, dass sonst ja niemand an mich denkt. „Wie man es macht, macht man es falsch“, an diesem philosophischen Diktum hat sich nichts geändert.
Aber bitte, nein danke, jawohl.
1) Wie viel gigantische Bytes an Musik sind auf deinem Computer gespeichert?
Ich zähle nur meine Sorgen, aber doch nicht die Bytes. Und nebenbei im Klugscheißermodus: Bytes an Musik? in wasnfürner Welt leben wir denn. Ich kenne nur Handkäs mit Musik.
2) Die letzte CD, die du gekauft hast
Der Plan, Die Verschwörung und Kante, Zombi (zeitgleich, September 2004)
3) Welches Lied hast du gerade gehört, als dich der Ruf ereilte?
Gar keine, da (Semmel schriebs gegen halb vier nächstens) habe ich geschlafen und nicht einmal von Musik geträumt
4) Fünf Lieder, die mir viel bedeuten oder die ich oft höre:
Hihi, Lieder? Okay.
1. Bernd Begemann: Bleib zuhause im Sommer (nur die Live-Aufnahme, mit nur Gitarre und nur Gesang, weil wirklich andönsend, habe ich bestimmt 120 mal in den letzten zwei Jahren gehört)
2. John Hartford: Holding (zuckersüße 78 Sekunden lang, mit Gesang, Banjo und Violine, 3+3+2 kommt immer gut)
3. Van Dyke Parks: Discover America (eine Platte, die einmal im Monat ein musikalische Glück spendiert, immer komplett zu hören, immer wieder aufs neue vergnüglich sich gute Laune verschaffen)
4. Beethoven, Die Streichquartette (mindestens einmal im Jahr, alle durchhören mit und ohne Partitur, je nach Laune – kuriert von zu viel Pop- und Rockmusik und bringt andere wesentliche Dinge der Musikwelt zurück und sind gaaanz tolllle Liederrrrr)
5. John Cage: Sonatas & Interludes (genialischer Einfall, die Sache mit dem präparierten Klavier, auch etwa vierteljährlich einmal durchhören und einsaugen mit den Ohren)
5) Wem wirfst du dieses Stöckchen zu (3 Personen) und warum?
Ach du grüne Neune. Ja Himmelarschundzwirn. Dem Semmel: geht nicht mehr, der Pepa: ebenfalls nicht und sowieso und überhaupts. Da ich annehme, dass der Postmeister ebenso allergisch reagiert, bekommt er den Handschuh vorgeworfen. Dann wäre da noch der so traurige Rene und zu guterletzt Josh von Brain farts, dem dazu bestimmt was einfallen würde, aber ob ders macht?
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Ich bin Historiker. Als solcher bewahre ich Teile des Gedächtnisses der Menschheit auf. So machte ich es auch 1994. Fast alle Wahlwerbespots zur Europawahl 1994 landeten auf Videokassette. Noch versagt es mir die Technik, Spots von damals hier zugänglich zu machen. Allein ein paar Standfotos, abfoddegrafiert vom Bildschirm und die Extraktion der Tonspur sind mir möglich.
Genossse Semmel hat sich kürzlich über Stoibers Reaktion auf die Arbeitslosenzahlen mokiert. Er, Semmel, hat ja Recht. So spielt man den anderen in die Hand.
Gehen wir zurück nach 1994. Damals bewarb sich eine Partei mit dem Namen „PASS“ (Partei der Arbeitslosen und sozial Schwachen) um Sitze im Europaparlament. Der Erfolg war gering. Aber imponiert hat mir deren korrigierte Statistik dennoch.
<%image(20050206-pass02.jpg|500|372|Statistik)%>
Und hier die Tonspur des Wahlwerbespots von 1994 (ca. 3. Minuten, 700 kb).
Die große Zahl mit den knapp 8 Millionen wirklichen Arbeitslosen verdeckt die genaue Auflistung.
<%image(20050206-pass01.jpg|500|381|Statistik genau)%>
So sah es doch aus unter der Regierung Kohl, meine Herrschaften. Sollten wir daraus den Schluss ziehen, dies habe zum Regierungswechsel zur SPD/GRÜNE beigetragen?
Das „Oha“ der Gegenwart ist so etwas von heuchlerisch.
Vorschlag:
Alle Arbeitslosen in die politische Bürokratie. Dann sind sie von der Straße weg. Die bisherigen Amtsinhaber haben doch sowieso irgendeinen Arbeitsplatz, oder Beraterverträge.
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Die Beschwerden der Initiative „Das ganze Werk“ zur Veränderung des Programms bei NDR „Kultur“ sind abgewiesen worden. Die Rundfunksratsvorsitzende des NDR, Dagmar Gräfin Kerssenbrock (Ironie des Schicksals, als Vertreterin des Landesnaturschutzbund Schleswig – Holsteins), hat dies den Beschwerdeführern so gegenüber geäußert:
Die Fülle der Beschwerden und die aufgeführten Details und Verbesserungsvorschläge, mit denen sich der Programmausschuß u.a. in einer eigenen Arbeitsgruppe befaßt hat, ändern – wie bereits oben erwähnt – nichts an der grundsätzlichen Feststellung des Programmausschusses, daß die eingeleitete Reform und Neuorientierung des Programms richtig gewesen sind.
Ein weiterer Handlungsbedarf jenseits der regulären Programmbeobachtung und des gefaßten Beschlusses wird daher nicht gesehen.
Na prima. Der Hund miaut, wenn der Vogel bellt. Dass sich im öffentlich-rechtlichen Rundfunk leider vieles so verändert, dass man darüber fast weinen möchte, ist eigentlich noch hinnehmbar. Aber, dass man sich zur Strohgräfin macht?
Ergänzen möchte ich, daß der Kreis der Beschwerdeführer — so auch in den Schreiben vermerkt — in der Regel aus der „Initiative das GANZE Werk“ oder der Telemann-Gesellschaft kommt. Für hohe Verärgerung und die Abkehr von jeder Bereitschaft, sich länger mit den Details von Beschwerden aus dem Kreis der „Initiative das GANZE Werk“ und der Telemann-Gesellschaft zu befassen, haben Veröffentlichungen im Internet durch die Initiative geführt.
Das ist interessant: Die Unkenntnis der Gräfin und des durch sie vertretenen Rundfunks sind kollossal. Über 1.600 Mitglieder hat die Initiative. Sagen Sie mal, Frau Gräfin, welches Verständnis haben Sie denn von Vereinen oder Verbänden. Wenn der Hundt was sagt, dann steht der für seinen Verband da vorne und meckert; wenn die Merkel plaudert, dann auch für ihre CDU. Und wenn Sie, Frau Gräfin, dann für den Rundfunkrat und wohl leider auch für die Insititution, die Sie mitkontrollieren sollten. Eigentlich jedenfalls.
Darf ich Sie erinnern, was eine der wichtigsten Aufgaben des Rundfunksrates ist. Ich zitiere entsprechende Seite des NDR:
Der Rundfunkrat vertritt die Interessen der Allgemeinheit im Sendegebiet des NDR. Dabei berücksichtigt er die vielfältigen Meinungen der Bürger und Bürgerinnen.
Es steht da tatsächlich: Er berücksichtigt, es steht da nicht: Er ignoriert die vielfältigen Meinungen der Bürger und Bürgerinnen. Ich wollte das nur einmal in Erinnerung rufen, Frau Dagmar Gräfin Kerssenbrock. Ihre Antwort dagegen offenbart nur Ignoranz.
Was Sie da auffahren ist geradezu eine unhöfliche Beleidigung aller Mitglieder dieser Initiative, die, soweit ich das sehen kann, nur zu einem kleinen Teil aus Mitgliedern der Hamburger Telemann-Gesellschaft besteht. Ich persönlich empfinde Ihren Vorwurf als Beleidigung meines Engagements dafür.
Noch etwas: Darf ich den ersten Satz so verstehen, dass nur, weil die Kritik von der Initiative Das ganze Werk kommt, diese dann untriftig ist? Wie bitte? Aber wenn sie der Papst gemacht hätte, wäre sie angenommen worden. Dürfen Sie sich jetzt schon aussuchen, von wem Sie Kritik annehmen? Ein Witz!
Komplett absurd aber wird es doch, wenn Sie sich zu folgendem einlassen:
So schreckten diese Kritiker nicht vor der Geschmacklosigkeit zurück, NDR Kultur als reale Antwort auf den internationalen Terrorismus zu bezeichnen und darüber hinaus im Internet eine Satire zum Tod des ehemaligen Ministerpräsidenten Barschel in einer Badewanne in der Schweiz zu gestalten und für ihre Kritik an NDR Kultur heranzuziehen. Die niveauvolle Ebene, auf der Gespräche über Kulturthemen geführt werden sollten, wurde damit verlassen und macht eine weitere Diskussion unmöglich.
Der Sprecher und der Sprecherrat der Initiative hat sich schon sehr abwägend dazu geäußert. Da ich zwar Mitglied, aber nicht Sprecher bin, darf ich etwas härter replizieren!
Ich prangere Extra3 an, ihre hauseigene Sendung, die ganz unsatirisch geworden ist offenbar. Leider hat die Satire der Initiative sogar Biss gehabt. Und ich will dabei nicht einmal auf die Kunstfreiheit der Satire abheben. Bei den Beispielen der Initiative handelt es sich um waschechte Glossen. Soll ich Ihnen erklären, welche Funktion dieses literarische Genre hat?
Was „geschmacklos“ ist, dass wissen Sie aber am besten, und es hilft Ihnen nach diesem Verdikt, sich mit den tatsächlichen Vorgängen gar nicht mehr zu beschäftigen. Prima.
Ich könnte hier stundenlang Ausführungen darüber machen; über die Verderbtheit und zunehmende Verdummung innerhalb der Grenzen des NDR „Kultur“ und sowieso. Ich lasse es, es sind darüber schon so viele Artikel geschrieben worden und Bücher auch.
De facto ist es doch so: An den NDR kommt man gar nicht heran, weder mit Argumenten noch mit Satire oder Glosse. Selbst die Realsatire, wie sie auf der Homepage der Initiative zu finden ist, scheint Ihnen wohl nicht lachhaft genug. Es gibt da den Jingle:
<%image(20050205-ndr-kultur-jingle-ot.gif|542|158|)%>
Die Initiative kommentierte das so:
Der Weg der Jingle-Produktion für NDR Kultur
Für die Musikproduktionen hat der NDR die Firma BCI Group GmbH & Co. KG in 90571 Schwaig bei Nürnberg beauftragt, die die Jingles in dem Partner-Studio Groove Addicts in Los Angeles herstellen lässt.
Man höre und staune: Sechs Komponisten waren beteiligt, um für „das anspruchsvolle Programm von NDR Kultur“ ein „eigenständiges, musikalisch großartiges Werk“ zu schaffen. [mehr Hintergrund dazu]
Da braucht es keines Verweises auf den internationalen Terrorismus, wenn es sich um internationalen Blödsinn handelt, der, ich muss das leider konstatieren, noch gefährlicher ist.
Viel schlimmer: Das Signal, das Sie nach außen mit diesen Äußerungen setzen, Frau Dagmar Gräfin Kerssenbrock. Sie machen damit klar: Lasst uns in Ruhe, lasst uns unsere Arbeit so machen, wie es die Intendanz und der Programmdirektor wünschen (d.h. sie liegen zu lassen, die Arbeit!). Denn die sind die wirklichen Volksvertreter. Sie vollstrecken nur das Urteil an den Hörern. Sie arbeiten, wie man es gut kennt, an ihren Schreibtischen und lesen die Heeresberichte Media-Analysen. Hinter dieser Waffe hat sich schon fast einmal ein ganzes Volk verstecken können. Auch das mögen Sie geschmacklos finden, von mir aus. Ich finde es geschmacklos, wie man sich selbst so aufgeben kann und wie man sich so benutzen lässt.
Dass mir dann irgendwann keiner kommt und sagt, er habe es nicht gewollt.
Wenn in Zukunft dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk noch mehr Gegenwind aus Brüssel entgegenschlagen wird, wenn auch im gegenwärtigen Entwicklungszustand der Wirtschaftsvormacht irgendwann dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk der, wie man so schön sagt, Arsch auf Grundeis geht, dann wundern Sie sich bitte nicht, dass diejenigen, die ihnen einmal durch ihr Engagement zu Hilfe kommen wollten, keine Lust dazu haben. Denn wo nichts zu retten ist, da muss man auch nichts mehr retten.
Einstweilen ist es nicht so weit. Aber, wie unschön heißt das doch, die Bombeneinschläge gegen das duale System im Rundfunk kommen näher. Und ich möchte mal sehen, wie Sie dann mit Ihren Media-Analysen herumfuchteln, weil Ihnen die Menschen fehlen, die Sie unterstützen könnten.
Vor allem, am wenigsten könnte ich es leiden, wenn darunter andere Rundfunkanstalten zu leiden hätten, weil einmal der NDR eine falsche Entscheidung getroffen hat. Ich bitte Sie: Machen Sie mir den Bayerischen Rundfunk nicht kaputt durch die Abstumpfung Ihres Programmes dieser Vorwurf geht an die Gräfin gleichermaßen wie an den Rundfunkdirektor Romann und den Intendanten Plog.
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Komponieren ( ) kann weder heißen, sich naiv vertrauensvoll der bereits in der Gesellschaft expressiv funktionierenden Mittel zu bedienen, noch ins Land der unbekannten Länge auszuweichen, sondern muß heißen: Situationen der veränderten, befreiten Wahrnehmung suchen und im Hinblick darauf immer wieder auf der kommunikativ verwüsteten Insel dieser unserer sprachfertig-sprachlosen Zivilisation Robinson Crusoe spielen und sich so zugleich auf das existentielle Abenteuer des sich in seinen eigenen Trümmern erkennenden bürgerlichen Ichs einlassen. Helmut Lachenmann: Sprachlose Musik…