Neues in der Radiowelt

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Neu gefunden (auch per Zufall), neue Blogs zur Medienkultur am Start: Kultur Banal — Länger unterwegs, aber höchst beachtenswert. Allgemeine Infos und Kommentare zum Absaufen der Medienwelt von Connie Mueller-Goedecke Radio. Radio-Days. Radio-Tage (Keine Ahnung, wer das macht, aber die Infos sind wirklich gut oder informativ — noch regelmäßige Pflege — hoffe, das bleibt so) Kulturradio. Impressionen aus der Welt des Kulturradios (Scheint der gleiche Autor zu sein, viele Überschneidungen) Neues von den Rundfunkorchestern…

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Trübsinn geht weiter

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Der Trübsinn ist doch was Schönes, vor allem, wenn man sich ihm nicht aussetzt. Dennoch, bedenkt man es recht, oder gerade weil — ohne Trübsinn wäre so weniges verfasst. Die anthropologische Großer Trübsinn ist bisweilen Produktivkraft. — O Schmerz! O weher Schmerz! Die Zeit verschlingt das Leben, Und dieser düster Feind, der nagt an Herz und Mark, Wird durch das Blut, das wir vergießen, groß und stark. Die Schlusszeilen aus „Der Feind“ in Baudelaires…

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Aufschwung Ost

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Aus der immerwährenden Reihe. „Das ist einfach zu deprimierend.“ 1992 — Ausflug nach Nauen, das liegt in S-Bahn-Reichweite von Berlin, im Nord-Osten. Die kleine Stadt war damals noch richtig arm dran. Ich weiß nicht wie es heute darum steht. Damals plante ich eine Halteverbotsstudie mit entsprechenden Hintergründen. „Mit der Dresdner Bank gemeinsam in die Zukunft.“ Das könnte man da klein an der Ecke lesen. Darauf kann man aber auch verzichten. Die Dresdener wie die…

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Die Nacht der Armen

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Mit Trakl bis Weihnachten durchhalten:
Die Nacht der Armen

Es dämmert!
Und dumpf o hämmert
Die Nacht an unsre Tür!
Es flüstert ein Kind: Wie zittert ihr
So sehr!
Doch tiefer neigen
Wir Armen uns und schweigen
Und schweigen, als wären wir nicht mehr!

Und gleich noch eins drauf:

Nachtlied

Triff mich Schmerz! Die Wunde glüht.
Dieser Qual ha# ich nicht acht!
Sieh aus meinen Wunden blüht
Rätselvoll ein Stern zur Nacht!
Triff mich Tod! Ich bin vollbracht.
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So schlimm …

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Es gibt freilich einen Vers in der Sammlung Karl Wehrhans, der so bitter ist wie die Wahrheit. Und rechnet man diesen Vers rückwärts, dann stimmt er auch heute. Wir sind im Krieg. Der Krieg ist für die Reiche, der Mittelstand muß weiche, die Arme werde Leiche!

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Franz Kafka: Kleine Fabel

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Und weiter geht es mit deprimierenden Geschichten:
„Ach“, sagte die Maus, „die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, dass ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, dass ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, dass ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe.“ – „Du musst nur die Laufrichtung ändern“, sagte die Katze und fraß sie.

Böse Mausefalle

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Feiertag

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Aus Anlass des gestrigen Feiertags und wegen temporärer Abwesenheit verweise ich auf Material aus dem Jahr 1929. Hier notiert (gesammelt, geordnet und herausgegeben) von Karl Wehrhan in „Frankfurter Kinderleben in Sitte und Brauch, Kinderlied und Kinderspiel“ (1929). Arbeit Weiber, die die Milch verpantsche, Gummi in die Worscht' einmantsche, jung und alt, rund und dick, immer 'rin in die Munitionsfabrik. Keine schöne Sache das und passend zu: Warum sind die Mädchen des Sonntags so schick?…

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10 Jahre …

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… ist meine letzte akademische Prüfung heute auf den genau Tag her. Seitdem durfte es wieder unakademisch zugehen. Prost!

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Der Buche geht es nicht gut

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Schlechte Nachrichten für unseren Wald. „Wald ist wichtiger als ästhetisches Empfinden“ wandte hier einmal Semmel ein. Und ich muss bis zu einem gewissen Maße nun auch offiziell Abbitte leisten. Die neuesten Daten sind gar nicht gut.
Die Buche ist in diesem Jahr der am stärksten von widrigen Witterungseinflüssen getroffene Baum. Der Anteil verlichteter Kronen bei Buchenwäldern habe sich gegenüber dem Vorjahr mit 25 Prozentpunkten auf nunmehr 55 Prozent nahezu verdoppelt.
Die Platte zur Angelegenheit gibts übrigens auch. Gerhard Rühm verfasste Anfang der 80er Jahre das wirklich wunderbare Hörspiel: „Wald, ein deutsches Requiem“ (WDR, damals im Hörspiel vorbildhaft) — ein bestürzendes Hörspiel, das ganz zu recht den Hörspielpreis der Kriegsblinden bekam.

Damals noch vermied und untersagte man es offiziell (d. i. in der Politik, speziell im Bundestag) von Waldsterben zu sprechen. Die von Rühm eingebauten Zitate von Politikern reichen weit in die 60er Jahre zurück.

Berlin: (hib/SAS) Die Buche ist in diesem Jahr der am stärksten von widrigen Witterungseinflüssen getroffene Baum. Der Anteil verlichteter Kronen bei Buchenwäldern habe sich gegenüber dem Vorjahr mit 25 Prozentpunkten auf nunmehr 55 Prozent nahezu verdoppelt.

Zu diesem Ergebnis kommt die Bundesregierung im Waldzustandsbericht 2004, den sie in Form einer Unterrichtung (15/4500) vorgelegt hat. Zwar hätten sich die Buchen nach Jahren, in denen sich ihre Kronen stark gelichtet haben, immer wieder erholt, allerdings hätten sie dabei ihren ursprünglichen Zustand meist nie mehr erreicht.

Insgesamt zeige das Ergebnis der bundesweiten Waldzustandserhebung auch, dass sich der Zustand der Kronen von Waldbäumen allgemein beträchtlich verschlechtert hat. Vergleicht man die Waldflächen in diesem Jahr mit denen von 2003, so seien bei der Fichte die deutlichsten Verluste zu verzeichnen.

Insgesamt 35 Prozent der Fichtenkronen hätten ihre Nadeln verloren. Dies ist nach Angaben der Bundesregierung nicht nur der größte beobachtete Anstieg verglichen mit dem Vorjahr, sondern auch der höchste Verlust seit Beginn der Messungen 1984.

Die Regierung führt das auf die außergewöhnlichen Witterungsbedingungen im Jahr 2003 zurück. Anhaltende Trockenheit oder hohe Ozonwerte hätten die Ökosysteme hart getroffen, die ohnehin von saurem Regen und anderen Schadstoffen schon vorbelastet gewesen seien.

Die Auswirkungen der Witterungsbedingungen zeigten sich erst in diesem Jahr in vollem Ausmaß. Verstärkt worden seien die Stressfaktoren für die Bäume durch eine massenhafte Vermehrung des Borkenkäfers.

Dieser hätte gerade Fichten in extremer Weise befallen und den Anteil von Schadholz auf mehrere Millionen Kubikmeter anwachsen lassen. Die Regierung befürchtet, dass der starke Borkenkäferbefall auch im kommenden Jahr noch eine Bedrohung für die Fichte darstellen wird.

Eigenen Angaben zufolge vertritt sie die Auffassung, dass das Waldmonitoring weitergeführt werden muss, um die Entwicklung der Ökosysteme beobachten zu können. Im Weiteren sieht sie für die Politik Handlungsbedarf, um die Qualität der Luft zu verbessern und die Schadstoffbelastungen für die Wälder zu verringern: Um etwa den Sommersmog zu vermindern, plant die Regierung eine chemikalienrechtliche Verordnung zur Begrenzung von Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen durch Beschränkung des Inverkehrbringens lösemittelhaltiger Farben und Lacke.

Handlungsbedarf sieht sie auch bei der Entwicklung synthetischer Biokraftstoffe. Zudem sollen strengere Grenzwerte für Öl- und Gasheizungen die Abgasverluste und den Energieverbrauch begrenzen helfen.
Quelle:
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Dave Frishberg

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Der ist nicht so dolle bekannt in Deutschland. Kommt wohl eigentlich aus Kanada Saint Paul Minnesota. Ist genau so einer, wie man sich einen Kabarettisten am Piano vorstellt, so ein bisschen Woody-Allen-Like. Die Stimme spitz, der Klaviersatz vorwitzig. Hier ein Foddo aus dem Jahr 92 vom Jazzfest Berlin: Ort Musikinstrumentenmuseum.

Dort waren sie alle, die Cabaret-Bar-Jazzer. Aber er war definitiv der Lustigste — mit seinen Stücken für Besucher aus dem All, über Baseball, die Monroe, Kollegen, Blizzards of Lies [mp3 – 2:40 – 1,9 MB Text: hier] etc. pp. (Ein weiteres Foodo, hier!)

Ich bat ihn dann doch tatsächlich um ein Autogramm und darum, dass er mir seinen Lieblingsakkord notiere. Darüber war er etwas verwundert, vielleicht war es auch mein mieses englisch. Aber das kam dabei heraus:

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