Noten kopieren II

  • Lesedauer:6 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Ein bisschen was im Netz recherchiert. Die Österreicher haben bemerkt, dass mit der Regelung das Kopierverbot von Noten ohne Erlaubnis des Berechtigten durchzusetzen, etwas nicht stimmen kann. Man findet eine ausführliche Stellungnahme von Hofrat Dr. Hermann Becke, seines Zeichens Universitätsdirektor und Vizerektor für Ressourcenmanagement und Infrastruktur an Universität für Musik und darstellende Kunst Graz.

Er schildert dort das Problem und erörtert es an zahlreichen Beispielen wie hier:
8. Das Musikstudium eines jungen Menschen wird praktisch zur Gänze in den Bereich der nicht mehr geschützten Musik gedrängt, weil hier Kopien für den eigenen Gebrauch weiterhin möglich sind. Es ist für einen Musikstudierenden unzumutbar, sich alle geschützten Werke zu kaufen, wenn er eventuell nur Teile davon studiert. Es ist auch vollkommen undenkbar und unfinanzierbar, dass alle Bibliotheken der Musikschulen, der Konservatorien und der Musikuniversitäten geschützte Werke in einem solchen Umfang ankaufen, dass jederzeit jedes Werk jedem interessierten Studierenden zur Verfügung gestellt werden kann.
Er lässt auch die Betroffenen an der Uni selbst zu Wort kommen, von der Musikwissenschaftlerin über den Instrumentallehrer bis zum Komponisten. Letzterer macht deutlich:
„Bei strikter Anwendung der Urheberrechtsnovelle 2003, wodurch das Herstellen von Kopien geschützter Musiknoten auch für Zwecke des Unterrichts in dafür gerechtfertigter Anzahl untersagt wird, ist eine pädagogisch und künstlerisch verantwortungsvolle Abhaltung des Unterrichts in einigen Fächern, mit denen ich betraut bin, unmöglich geworden.

Die Behandlung so wesentlicher Komponisten der 1. Hälfte des 20. Jh. wie (nur z.B.) Strawinsky, Bartók, Schönberg, R. Strauss, Webern, Hindemith, Schostakowitsch, Messiaen, Prokoffief….., ja sogar Ravel, Gershwin, Berg… (bis 2006/07), sowie quasi aller maßgeblichen Komponisten nach 1945 (Berio, Nono, Stockhausen, Cage, Penderecki…), darunter Österreicher wie Ligeti, Cerha, Haubenstock-Ramati…. ist im Unterricht (Tonsatz, Formenlehre, Musikalische Analyse etc.) OHNE Verwendung kopierter Notenbeispiele sinnlos.

Der Unterricht muss/müsste sich auf Komponisten beschränken, die spätestens 1932 verstorben sind, wodurch Fächer wie „Musikgeschichte“, „Musik des 20. Jh.“, „Einführung in die Neue Musik“ etc. völlig ad absurdum geführt werden.

Diese Regelung und die dadurch eintretenden Auswirkungen können keinesfalls im Sinne der geschützten Komponisten, ihrer Rechtsnachfolger und Verlage sein, weil dadurch das Bekanntwerden und die Verbreitung der Werke dieser Komponisten gerade in der jüngeren Generation ungünstig beeinträchtigt wird.

Aus meiner Sicht ist die gegenständige Novelle kontraproduktiv, unsinnig und ein Schildbürgerstreich.“
Zum Schluss fragt Hofrat Becke, welche Lösungsmöglichkeiten vorliegen könnten. Eigentlich bleibt nur die Rücknahme.

In Österreich gilt dies erst seit Mitte letzten Jahres. In Deutschland haben wir lange schon dieses Problem – aber anscheinend geht man einmütig drüber hinweg, d.h. man kopiert eben doch die Noten. Damit haben dann die Musikverleger sich selbst doppelten Schaden zugefügt. Weil es das Kopierverbot auf Noten gibt, erzielen sie so nicht einmal Erträge aus Geräteabgaben.

Zum Abschluss sei noch die Bemerkung eines Gastprofessors für Kontrapunkt und Werkanalyse, die gewissermaßen über den Hausgebrauch noch hinausgeht:
Aus den genannten Gründen ist das Verbot der freien Werknutzung für mich nicht akzeptabel. Es ist überdies absurd weil unkontrollierbar. Die einzig wirksame Maßnahme, die seine Einhaltung gewährleisten könnte, wäre wohl die Schließung aller Bibliotheken und Kopieranstalten. Wird das, was sich bei uns „Bildungspolitik“ nennt, so weit gehen?“

Wie auch immer, die Verleger jammern und leider scheint es denen noch zu gut zu gehen. Denn trotz Kopierverbots wird offensichtlich noch genügend geschützte Musik gespielt, wie die Gema-Erträge für das letzte Jahr ‘beweisen’ (Nullwachstum, trotz zurückgehender Einnahmen aus der Tonträgerlizenzierung. Wir wollen doch sehr hoffen, dass diese Musik nicht aus kopierten Noten gespielt wird – denn darüber gibt es natürlich keine gesicherten Zahlen; so wenig wie darüber, ob durch ein Kopierverbot dann auch weniger “neue Musik” gespielt würde.
(mehr …)

WeiterlesenNoten kopieren II

Umschau – heute

  • Lesedauer:3 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Semmel hat einen üblen Traum = Schröders Schergen sind losBrain farts lässt sich von der Zukunft schon mal Luftküsse geben – Rainer Mayer geht auf Chuzpe, dem härtesten jüdischen Blog zwischen New York und Tel Aviv, einer modernen Hexenjagd in Frankfurt nach – Juliane Teege rechnet in The Jiary mal für Karstadt mit und nach und ab = Karstadt macht ernst – Janko Röttgers sieht auf Mix, Burn & R.I.P. schwarz und checkig und fragt erstens “Freier Informationszugang = Freibier?“ und zweitens ”Kommt die Internet-Totalüberwachung?“.

Quirinus hat für uns auf Demokratie & Alltag sehr genau beobachtet und hört die Zwischentöne = Trotz alledem:
“Ein Mensch mit intakten Ohren braucht aber keine Zensoren. Er hört alle Mißtöne, und deshalb läuft er keinem Rattenfänger hinterher: weder in die eine noch in die andere Richtung. Wie aber schult man sein Gehör? Eben nicht, indem man nur das vermeintlich oder tatsächlich Gute hört (auch Lesen ist eine Form des Hörens!), sondern zuweilen auch das Schlechte. Dies gilt für die Musik und die Literatur, aber auch für die Politik und alles andere. Intelligenz ist die Fähigkeit, zwischen den Tönen hören und zwischen den Zeilen lesen, unterscheiden und selbst entscheiden zu können. Wer die Menschen daran hindern will, spricht ihnen diese Fähigkeit ab. Er verachtet sie. Doch solange es Menschen gibt, wird es nicht nur das Entweder-Oder geben, sondern auch all das, was dazwischen liegt und sie nicht hören sollen oder wollen.”
Schön gesagt, sehr schön gesagt.
(mehr …)

WeiterlesenUmschau – heute

Stefanski & Friends in der Ostdeutschen Galerie Regensburg

  • Lesedauer:6 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Vor einiger Zeit angekündigt, die Kritik des Konzerts mit Stefanski & Friends. Kann man jetzt in der Online-Ausgabe der Jazzzeitung nachlesen. Oder hier in der Kritischen Masse.

Es war ein Abschiedskonzert. Pavel Liska verlässt die Ostdeutsche Galerie Regensburg als wissenschaftlicher Direktor. Als Abschiedstrio fanden sich Stefanski & Friends ein, oder wie Michael Scheiner in seiner Begrüßung sagte: Jost & Friends oder Manderscheid & Friends. Friends also allemal: Freunde, schöner Götterfunken, gewissermaßen. Zwei der drei haben in den letzten Jahren den Hessischen Jazzpreis erhalten (Ekkehard Jost, 2000 und Janusz Maria Stefanski, 2003) und Dieter Manderscheid ist ein Mann, der im Hintergrund die Fäden zieht. Ekkehard Jost besuchte zum Abschied seines langjährigen Freundes das erste Mal Regensburg. Premieren, Abschiede, neue Formationen. Alles Zutaten für ein feines Konzert. Wenn dann auch noch ein akustisch interessanter Raum wie der Grafik-Saal der Ostdeutschen Galerie hinzutritt, dann kann es elektrisierend werden – wurde es auch.

<%image(20040528-jost.jpg|220|293|Ekkehard Jost)%>

„Everything can happen“ hieß ein Stück und wenn nicht alles so doch einiges passierte tatsächlich. Das Programm mit Jost (Baritonsaxophon), Dieter Manderscheid (Bass) und Janusz Stefanski (Schlagzeug) bot Triokultur im besten Sinn mit Standards und Stücken aus der Feder Josts, die ihrerseits den Charakter von Standards einnehmen, mindestens „so“ klingen. „Zatopek“ von Jost war so eine Komposition bei dem Stefanski im feinsten Sinne das Schlagzeug führte, ganz zart und doch beherzt. Stefanski zeigte sich im Trio als Motor und eigensinniger Musiker im besten Sinne des Wortes. Sein Solo im Jost Stück „Green Fox“ wurde immer länger und überraschender, gerade so, als ob der Raum des Grafik-Saales perkussiv ausgelotet und ausgemessen werden müsste. Schlagzeugmusik wie von einer Fledermaus. Sein Spiel mit den akustischen Bedingungen des Raumes verlieh dem Trio eine ungeheure Tiefe. Aus dem Trio wurde eigentlich ein Quartett – der vierte Mitspieler war der Raum. Da war keine Spur von musikalischen Notlösungen zu spüren; das Spielerische war ins Ernste gewandt und umgekehrt.

Zentral für das Konzert war dann vielleicht ein Stück von John Coltrane, „Living Space“. Eine lange Einleitung von Manderscheid, dessen Tonfarben von Äolstönen (flautando und sul ponticello) bis zum druckvollen Strich reichen mochte, dann der kraftvolle Klang des Baritonsaxophons zu einem Stück, welches von seiner Themenstruktur her zwischen Pressluft und Atemlassen pendelt. Diese innere Struktur fand ihre improvisatorische Kompensation: Während am Ende das Saxophon sich ausatmete, verstärkte das Schlagzeug den Klangdruck bei gleichzeitiger Verringerung der „Schlagdichte.“ Ein großer Moment an diesem Abend. Es war nicht der einzige.

Das klingt jetzt vielleicht alles nach einem nur sehr ernsten und würdigen Abschiedskonzert. Das war es nicht. Ekkehard Jost zeigte sich auch als guter Moderator, der manchen Stücke seine ganz eigene sprachliche Note aufdrückte, von Maulwürfen anno 1973 genauso zu erzählen wusste, wie er auch gerne knapp freundlich gemeinte Publikumsbeleidigungen tangierte. Vom emeritierten Professor für Musikwissenschaft der Universität Gießen konnte man nichts ahnen. Vielmehr scheint es sogar so, dass dieses unspektakulär spektakuläre Auftreten ein Zeichen eines lange währenden Reifungsprozesses darstellt. So zurückgenommen und doch gleichzeitig konsequent habe ich Jost noch nie Saxophonspielen gehört. Ein schönes Abschiedskonzert für Pavel Liska und das Publikum.

Martin Hufner
(mehr …)

WeiterlesenStefanski & Friends in der Ostdeutschen Galerie Regensburg

Werkstatistik des Bühnenvereins für die Spielzeit 2002/03

  • Lesedauer:4 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Zauberflöte nach wie vor topp. Warum eigentlich? Der Bühnenverein hat mal wieder zusammen getragen zusammengetragen, was sich an deutschen Bühnen so tut, respektive tat. Außer der Nebensächlichkeit, dass es sich in der Regel um Werke längst Verstorbener handelt (im Gegensatz zu den Theaterstücken), fällt vor allem auch der beklagte Rückgang an Ur- und Erstaufführungen von 16,2 auf 13,93 Prozent auf. Hier die leicht auf Musiktheater gekürzte Meldung:
Im Musiktheater standen mit Mozarts “Zauberflöte” (38 Inszenierungen), Humperdincks “Hänsel und Gretel” (23) und Bizets “Carmen” (21) erneut Werke des klassischen Repertoires an der Spitze der meist gespielten Opern, die seit vielen Jahren zu den Publikumslieblingen gehören. Die “Zauberflöte” hatte mit über 262.000 Zuschauern auch die höchsten Besucherzahlen.

Nach steigender Tendenz in den letzten Jahren ist in der Spielzeit 2002/03 die Zahl der Ur- und Erstaufführungen sowohl im Schauspiel als auch im Musiktheater etwas gesunken. Der Anteil der Ur- und Erstaufführungen am Spielplan betrug 13,93 Prozent, im Vorjahr waren es 16,2 Prozent. Zu den bemerkenswerten Uraufführungen der Saison 2002/03 zählen Elfriede Jelineks “Prinzessinnendramen” (Koproduktion steirischer herbst/Schauspiel Hannover), Roland Schimmelpfennigs “Vorher/Nachher” (Deutsches Schauspielhaus Hamburg) und Fritz Katers “zeit zu lieben zeit zu sterben” (Thalia Theater Hamburg). An Opern-Uraufführungen sind Manos Tsangaris’ “Orfeo” am Stadttheater Bielefeld und Klaus Langs “Die Perser” am Theater Aachen erwähnenswerte Beispiele für die Leistungskraft der Stadttheater.
Köln, den 1. Juli 2004

Anhang
[snip]
Musiktheaterwerke mit den höchsten Aufführungszahlen sowie Angabe der Inszenierungs- und Besucherzahlen für Deutschland

Werk (Komponist): Inszenierungen / Aufführungen / Besucher
 1. Die Zauberflöte (Mozart): 38 / 381 / 262614
 2. Hänsel und Gretel (Humperdinck): 23 / 214 / 137456
 3. Carmen (Bizet): 21 / 240 / 206529
 4. La Boheme (Puccini): 20 / 161 / 116725
 5. Der Barbier von Sevilla (Rossini): 19 / 190 / 115545
 6. Così fan tutte (Mozart): 19 / 174 / 87574
 7. Die Entführung aus dem Serail (Mozart): 18 / 202 / 142131
 8. Die Hochzeit des Figaro (Mozart): 17 / 147 / 98390
 9. Madame Butterfly (Puccini): 16 / 172 / 115671
10. Don Giovanni (Mozart): 16 / 140 / 131415

————————————
Kontakt:
Vera Scory
Deutscher Bühnenverein
Bundesverband Deutscher Theater
St.-Apern-Straße 17-21
D-50667 Köln
http://www.buehnenverein.de
(mehr …)

WeiterlesenWerkstatistik des Bühnenvereins für die Spielzeit 2002/03

Kalenderblatt Juli 2004

  • Lesedauer:1 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Schon eher, aber anders, eine Hommage á Rothko. Dafür jedoch zu zuckrig, zu direkt. Muss etwa von 1999 stammen, zu der aktuellen Zeit in etwa, wahrscheinlich etwas später. Eigenartiger Tuschekasten, den sich das Licht da ausgedacht hat.

WeiterlesenKalenderblatt Juli 2004

rock’n’popmuseum wird demnächst eröffnet

  • Lesedauer:1 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Genauer gesagt am 21. Juli 2004 und zwar in Gronau, der Stadt des linden Bergs. Und das Museum hat natürlich eine Philosophie, weil, die braucht man heute: Das Museum ist kein Ort, der allein Devotionalien präsentiert. Im Zentrum steht die Musik. Die Ausstellung verknüpft Erlebnis mit Information, sinnliche Erfahrung mit Interaktion: Klangkorridore und mediale Installationen machen Sound erlebbar. Tondokumente herausragender Musiker versetzen den Besucher in ehemalige Konzertstätten. Stars werden hautnah projiziert - und ihre…

Weiterlesenrock’n’popmuseum wird demnächst eröffnet

Fieser Witz bei mieser Fitz – Tollwutwarnung etc.

  • Lesedauer:1 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Electric Ladyland vs. Electric Ladyband als Eclectic Babyhand [bei Quirinius] Voll Wut gegen Tollwut - grau ist alle Theorie, die Maus, man sieht sie nie, da hilft nur: Spritze in das Knie [bei Semmel] Höflich wie so häufig, der Haltungsturner. Furchtbare Farben: Gelber Schlauch, schwarzer Krater, Maden [bei Brain farts] Langweilig: Popelpreise bei angeblichem Preisbloggen von „Die ZEIT”, “blogg.de” und "ro wollt” ihr denn hin. Langsam wird Zeit, dass ich selbst einen Preis ausschreibe.…

WeiterlesenFieser Witz bei mieser Fitz – Tollwutwarnung etc.

Terterian

  • Lesedauer:3 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Manchmal findet sich im Netz doch noch etwas: Die Musik von Avet Terterian, seine Symphonien, sind praktisch komplett herunterladbar. Hier nämlich. Die Nutzungsvereinbarung ist zwar etwas merkwürdig:
Nutzungsvereinbarung:
Das gesamte Material (MP3-Dateien), die auf dieser Seite vorgestellt werden, ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt, zum Zweck des Kennenlernens und des Vertrautwerdens mit dieser Musik. Alle Rechte an der Musik liegen bei den Eigentümern. Wenn Ihnen eine der Kompositionen gefällt, sollten Sie eine CD oder eine Bandaufnahme kaufen.
Dieses Material ist nur zum Einhören bestimmt. Wenn Sie diese Dateien speichern und keine CD oder kein Band erwerben, verletzen Sie die Rechte des Intellektuellen Eigentums. Die Rechte an der Musik liegen bei den Eigentümern.
Um den kommerziellen Gebrauch dieser Dateien zu verhindern, wurden kurze Störungen in die Dateien eingebunden oder kurze Schnitte durchgeführt.
Wenn Sie mit diesen Nutzungsvereinbarungen einverstanden sind, klicken Sie auf “Ich akzeptiere diese Vereinbarung” und genießen Sie die Musik.

Aber immerhin und außerdem: Diese Beschränkungen habe ich noch gar nicht wahrgenommen. Dieses Beispiel zeigt nur wieder an, was man mit Musik im Netz machen könnte, wenn man mal den ganzen Lizenzkuddelmuddel außen vor ließe. Ich habe sofort das Netz abgegrast, um zu sehen, wo man sich entsprechende CDs besorgen könnte. Die Musik selbst, zumindest das, was ich bisher vorgehört habe, ist sehr eigenartig, manchmal wirkt sie atavistisch oder wie rhythmisch, repetetiv untermauerter Varese (dritter Satz der dritten Symphonie). Die siebte Symphonie (etwa 30 Minuten) fängt ganz leer und wuselig zugleich an, zwischendrin dann heftige Schläge, wohl auf die große Trommel; beängstigend – traumatisch – mit einem gewissen Drang zu einer Überwältigungsästhetik, schreckhaft und das alles in einem eigenartigen Tempo: als ob eine Schnecke mit Warp 9 kröche.
(mehr …)

WeiterlesenTerterian