taktlos-news: Entwicklung neuer Musik optimiert

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München. Die Gesellschaft für neue Musik, Sektion Deutschland, hat die Hitvoraussage-Software des Spaniers Mike McCready für die Entwicklung neuer Musik optimiert. Damit soll die Antwort auf die Frage möglich sein, ob die zur Frage stehende Komposition möglichst unkonventionell, einzigartig ist und gleichwohl dem Geschmack der Neue-Musik-Szene entspricht. „Die wollen nämlich das hören, was sie nicht hören wollen“, sagte GNM-Präsident Jens Cording in einem Gespräch gegenüber taktlos. Die Umarbeitung der ursprünglichen Hiterkennungs-Software soll denkbar einfach…

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Erstes Verfahren gegen illegale Musikanbieter abgeschlossen

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Die rechtliche Duftmarke ist gesetzt, jetzt auch in Deutschland. Das lief alles irgendwie unbeobachtet. Mir ist jedenfalls nichts bekannt geworden. Zwei Monate dürfte es insgesamt gedauert haben. Für einen Kommentar habe ich leider keine Zeit mehr.

Pressemitteilung: Berlin, 08.06.2004

Erste erfolgreiche Verfahren gegen illegale Musikanbieter in „Tauschbörsen”: Auszubildender aus Cottbus zahlt mehr als 8.000 Euro – 57-jähriger Lehrer im Raum Stuttgart geständig

Kenntnis der Illegalität von “Tauschbörsen”-Angeboten in Deutschland am höchsten

Das erste Verfahren gegen einen illegalen Anbieter von Musik in einer „Tauschbörse” ist erfolgreich zum Abschluss gebracht worden: Ein 23-jähriger Auszubildender in Cottbus hatte mehrere tausend Musiktitel illegal bei KaZaa angeboten. Der Mann zahlt 8.000 Euro, die zivilrechtlich im Vergleichsweg vereinbart wurden. Außerdem wurde er zu einer Zahlung von 80 Tagessätzen (wegen geringen Einkommens in diesem Fall 400 Euro) Geldstrafe zuzüglich der Gerichtskosten verurteilt. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

Der Fall des Auszubildenden ist einer von 68, in denen die deutsche Musikwirtschaft, vertreten durch die Hamburger Rechtsanwaltskanzlei Rasch, Strafanzeigen gestellt hatte (vgl. Presseerklärung vom 30.3.2004). Auf Anfrage der Staatsanwaltschaft teilte der Provider im April die Identität des Musikpiraten mit. Zur Beweissicherung beantragte die regional zuständige Staatsanwaltschaft eine Hausdurchsuchung, die Anfang Mai stattgefunden hat. Die Mutter des Beschuldigten wurde von der Arbeit abgeholt, der Straftäter erschien wenig später ebenfalls zu Hause. Die Polizei fand einen PC mit rund 6.000 Musiktiteln als MP3-Dateien und beschlagnahmte rund 100 gebrannte CD-Rohlinge mit weit mehr als 1.000 Musiktiteln.

Nach der strafrechtlichen Verurteilung im beschleunigten Verfahren wurden auch die zivilrechtlichen Ansprüche schnell geklärt. Der Rechtsverletzer unterzeichnete eine Unterlassungserklärung, mit der er sich verpflichtet, künftig keine illegalen Musikangebote mehr zu unterbreiten. Außerdem verpflichtete er sich zur Zahlung von 8.000 Euro Schadenersatz. Die Höhe der zivilrechtlichen Forderung trägt dem großen Umfang der illegalen Musikangebote Rechnung.

Eine weitere Hausdurchsuchung hat in der vergangenen Woche im Raum Stuttgart stattgefunden; dort wurden zwei Computer eines 57-jährigen Lehrers mit mehreren tausend Musiktiteln beschlagnahmt, obwohl der Mann nur 25 Original-CDs besitzt. Der Mann hat die Taten gestanden, das Strafverfahren läuft, und zivilrechtliche Forderungen wurden geltend gemacht.

Außerdem kündigen die Musikfirmen die Einleitung weiterer Verfahren an. Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände: “Wir wehren uns gegen Rechtsverletzer, die sich trotz umfangreicher Aufklärungsmaßnahmen nicht von illegalen Musikangeboten abhalten lassen. Der erste Fall ist als Präzedenzfall abgeschlossen – die nächsten Fälle werden folgen.”

In Deutschland ist die Kenntnis der Rechtslage im Hinblick auf „Tauschbörsen”-Angebote am höchsten in ganz Europa. 79% der Deutschen wissen, dass Musikangebote in “Tauschbörsen” praktisch immer illegal sind; vor einem halben Jahr waren es noch 74%. 72% aller Befragten wissen, dass Rechtsverfahren gegen illegale Musikanbieter im Internet eingeleitet wurden.

71% – also fast alle Personen, die davon Kenntnis haben – halten das Vorgehen für wirkungsvoll. 66% der Befragten unterstützen das Vorgehen der Rechteinhaber gegen illegale Angebote – auch hier der höchste Wert in Europa. Das sind die Ergebnisse einer Studie, die im Auftrag des internationalen Tonträgerverbandes IFPI von der GfK in Deutschland, Großbritannien, Dänemark und Frankreich durchgeführt wurde. Befragt wurden 1.000 Personen je Land, in Dänemark 500.

Zugenommen hat auch die Kenntnis über legale Musikangebote im Internet. Etwa 20 Dienste bieten allein in Deutschland Musik zum Herunterladen an, weltweit sind es rund 100. Der legale Musikmarkt im Internet etabliert sich zügig.

Für Rückfragen: Dr. Hartmut Spiesecke, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, spiesecke@phono.de

© Deutsche Landesgruppe der IFPI e.V. / Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft e.V.
Oranienburger Str. 67/68 . 10117 Berlin. http://www.ifpi.de

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taktlos-news: Love-Parade findet doch statt

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Bonn/Berlin. Love-Parade findet doch statt. Nach dem Scheitern der Verhandlungen zwischen dem Berliner Senat und der Love-Parade-GmbH im April hat sich nun der Deutsche Musikrat dazu bereitgefunden die Love-Parade in Bonn durchzuführen. Unter dem Motto „Music is Love“ startet der Deutsche Musikrat eine weitere Initiative in Richtung Unterhaltungsmusik. „Wir haben schon James Last, Paul Kuhn und DJ Diether de la Motte als mächtige Unterstützer einbeziehen können. Auf diese Weise kann der Deutsche Musikrat sich…

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Nach Diktat verreist

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Goldene Hochzeit und eine Kurzreise “Orgeln in Hamburg und Umgebung” des Katholischen Bildungswerkes Mülheim an der Ruhr bringen mich in die Fremde. Das Weblog ist dennoch etwas vorbereitet. Gelegentlich sollte hier automatisch was erscheinen. Auf in den Norden.

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taktlos 64: chormusik – die adorno-legende

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Dummerweise ist mir ja einmal das Blog abhanden gekommen. Leider hats da auch Text verschmissen, auf die gelinkt worden ist. Diesen zum Beispiel: taktlos 64 – chormusik – martin hufner 4.4.2003 Musik: Eisler: Track 1 Anfang 0:00 bis 0:10 dann unter den Text blenden Sprecher: Die Chormusik in Deutschland hat es nicht leicht. Vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten waren die Chorsänger die größte kulturelle Bewegung in Deutschland überhaupt. Insbesondere die große Anzahl an Arbeiterchören…

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Was unterdessen in Nachtland passiert.

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Was unterdessen in Nachtland passiert. Es war dies ein trüber, kühler und stickiger Tag gewesen. Kaum, daß die Sonne einen Lichtstrahl auf die Erde schickte. In dieser Jahreszeit wird es früh dunkel. Auf die Straße ging nur, wer es mußte, vielleicht um den Hund Gassi zu führen oder weil der obligatorische Kirchbesuch anstand. Oder auch ganz einfach, weil mancher einen anderen besuchen wollte, zum Kaffee vielleicht. Es war aber kein Tag, die Menschen zu ängstigen wegen Versorgungsengpässen oder nicht vorhandenem Strom oder fehlender Kohle zum Hei­zen. Zuhause konnte es behaglich sein. Gegen zwölf Uhr mittags hatte so mancher Sonntagsbraten seinen Weg in die Röhre gefunden.

Sicher, anderorts verlief der Tag weniger ruhig. Es gab auch Menschen, die weder Freunde besuchen konnten und die keinen Sonntagsbraten erwarteten. Sie waren bekümmert. Vielleicht, daß sie am nächsten Tag nicht mehr aufstehen könnten. Andere, die in Krankenhäusern dahinvegetierten und Besuch von Verwandten erwarteten, die hoffentlich mit Blumen in dieser kargen abstoßend gereinigten Welt einen Schimmer von Gesundung einschleusten. Das war deprimierend für manche, die nie Besuch bekamen. Der Tag hatte in seiner Trübheit, in seiner Tumbheit, alles verschlungen. Manche haben von diesem Tag noch weniger gesehen. Der junge Mann aus dem sechsten Stock: Er war auf der Party eines Kollegen. Er war allein und soff sich über den Kummer hinweg. Morgens ist die Welt noch nicht wieder für ihn da. Erst gegen Mittag stellt er fest, daß nichts aber auch gar nichts sich gebessert hat. Der Fernseher läuft ohne Unterbrechung; er sitzt nun am Abend ganz alleine mit sich im teuren Ledersessel. Hin und wieder bewegt er sich, eine neue Sitz‑ Liege-Lage suchend oder um ein neues Bier zu holen. Er schweigt die ganze Zeit hindurch. Später, gegen Mitternacht, beendet er die Malaise indem er sich zu Bett begibt, sich vorher duschend, das Hemd und die Hose exakt faltend, die Unterwäsche kommt wie natürlich in den Wäschesack. Der Schlafanzug wird übergezogen. Schon unter der Decke im Bett, der Wecker rasch gestellt. Das Licht aus. So liegt er nun da. Zuerst auf dem Rücken, die Arme hinter dem Kopf verschränkend. Er kann nicht einschlafen und denkt wohl noch ein wenig nach. War es nicht einmal anders gewesen? Dann sieht er zum Fenster hinaus auf den Himmel.

Andernorts erging es vielen ähnlich.

Und was macht Jonas? Er ist nicht zuhause. Er geht durch die Straßen und Wege und über die Felder. Es hat gefroren. Jonas geht einfach nur. Die Nacht ist ihm unerträglich. „Und wer kümmert sich denn um mich?“ ruft Jonas hinaus.

Verfasst 1990 – aus dem Roman: Angriff auf die Urteilskraft, einem total gescheiterten Projekt, Steinbach 1990, ca. S. 12.
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Aktuelle Informationen zur Musikkultur in der nmz

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Seit heute abend ist sie online, die neue musikzeitung Juni 2004. Ein paar Artikel schlage ich höflichst zu lesen vor. Das ist nur ein kleiner Ausschnitt. Das gesamte Inhaltsverzeichnis: nmz 2004/06 | 53. Jahrgang | Juni

Reportage. Das klingende Geheimnis der Engel
Eine Reportage aus dem Leipziger Instrumentenmuseum
Eine ganz ulkige Geschichte von Musikinstrumenten, die man lange nur für Zierrat hielt und die jetzt mit allen technischen Schikanen “durchleuchtet” worden sind.

Stückwerk. Aus der irdischen Welt katapultiert
Beethovens Klaviersonate c-Moll opus 111 · Von Lars Vogt
(Der Pianist schreibt außergewöhnlich schön über dieses außerordentliche Stück Musik.)

Cluster. Dünnfunk
Martin Hufner über den „durchhörbaren“ Rundfunk
Meinereiner mit dem notorischen Jammerton über die Programmreform beim Hessischen Rundfunk, was ich auch in diesem Weblog angedacht hatte.

11 Fragen an: Heiner Goebbels
Urige Antworten auf eigenartige Fragen von jemand, dem ich solchen Witz nicht zugetraut hätte.

Kulturpolitik. Das Freiheits- und Friedenspotenzial der Musik
Der Dirigent Daniel Barenboim erhielt den Wolf-Preis in Israel
Meinereiner mit der Substanziierung des in diesem Weblog dazu Ausgeschütteten.

Medien. …und weiter geht es mit Musik…
Ergebnisse des Absolventen-Projekts
Habe ich selbst noch nicht gelesen, scheint aber sehr wichtig zu sein.
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Fehlermeldungen, die die Welt nicht braucht

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Mein Brenner brennt nicht so wie er soll. Da gibt es dann die wunderbare Fehlermeldung: Unspezifischer Zielfehler. Das hilft selbstredend ungemein. Mal schreibt er, aber immer häufiger nicht. Die Idee, die Brenn-Geschwindigkeit zu reduzieren, half bisher noch. Heute auch das nicht mehr. Flugs mal eine Brenn-Demo von Feurio™ heruntergeladen, nachdem das Updaten der Originalsoftware anscheinden wegen Überlastung des dortigen Servers nicht klappen wollte. Feurio ist toll, was man da an aufspringenden Infofenstern erhält. Nun…

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Zukunftsmusik

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Wem heute das Fussball-Länderspiel gegen die Schweiz zu langweilig wird und das Wetter zu übel mitspielt, der mag heute abend gerne Radio hören. 2. Juni 2004 / 21:30 bis 22:30 Uhr Bayern2Radio - Live aus dem Funkhaus München taktlos 78: Zukunftsmusik Steuern hirnstromsensible Chips im Home-Entertainment-Center künftig unseren Musikkonsum stimmungsabhängig? Übernehmen Telekom und Nokia demnächst die Rolle von Majors, Musikverlagen und GEMA in einem Rutsch? Komponieren nur noch Computer, musizieren vorwiegend Bits und Bytes…

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