Neues aus Regensburg …

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Joshua von Brain farts war wieder einmal in Regensburg. Die aktuellen Erlebnisse sind höchst lesenswert. Ein geradezu notorischer Gesang, ein Sing-Sang mit dezenter Modulation. Ein Text über die Überwindung von Höhenangst. Aber, man merkt an diesem Text, dass man selbst schon ziemlich alt geworden ist. Ein Karo soll Chucks getragen haben, die zu sauber gewesen sein müssen. Was um Himmels Willen sind Chucks? Ich fand per Internet das und das. Ein Licht geht mir…

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US: Neuer Gesetzestext fuer Recht auf Privatkopie

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Hätte ich nicht für möglich gehalten: US-Gesetzestext will Recht auf Privatkopien stärken. Balance zwischen Konsumenten- und Produzentenrechten angestrebt Schau nach mehr bei: quintessenz Dass der Verband der amerikanischen Filmindustrie nicht so sehr dafür ist, liegt dagegen im Bereich des Hochwahrscheinlichen, wenn nicht sogar des Zwingenden.

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Simon Rattles Schönberg, Berg und Webern

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Heute habe ich zur Ausleihe eine CD mit den Orchesterstücken op.16 von Schönberg, den Orchesterstücken op.6 von Webern und Alban Bergs Symphonischen Stücke aus der Oper “Lulu” erhalten. Das City Of Birmingham Symphony Orchestra spielt dort unter der Leitung von Simon Rattle (Aufnahme von 1989 bei EMI). Der erste Eindruck war enttäuschend. Schönberg und Webern klingen zu feinfühlig, zu sauber gespielt. Die rabiaten Passagen bei Schönberg und Webern wirken geradezu wie abgebremst. Alles scheint etwas zu ausballanciert. Wenn man die Anlage etwas mehr aufdreht, wird es schon besser. Das korrespondiert eigentlich sehr mit den Gesamteinspielung der Sibelius-Sinfonien.

Die Sache mit der Lautstärke aber ist wichtig. Man kann sich gut vorstellen, dass so eine Interpretation im Konzertsaal mit anderen akustischen Verhältnissen und Räumen wirklich stark sein kann. Denn, es kommen schließlich alle Stimmen zu ihrem Recht. Im Arbeits- oder Wohnzimmer ist dadurch aber die Musik zu flächig. Das ist die Merkwürdigkeit: Immer, wenn ich Rattle im Konzert gehört habe, war das so erstaunlich (Mahlers IX. oder die Orchesterstücke aus Wozzeck von Berg). So und nicht anders habe ich mir diese Musik immer gewünscht. Dagegen sind die CD-Aufnahmen beinahe unerträglich eindimensional und irgendwie künstliche in den Raum projiziert. Selbst große Lautstärke kann dies nur ungenügend kompensieren.

Sehr überraschend dagegen die Lulu-Suite. Mit der gleichnamigen Oper konnte ich bisher wenig anfangen, doch als symphonische Stücke packt mich die Musik. Allein den Klang des Vibraphons zu hören – mit seiner eigenartigen Atmosphäre, seiner musikalischen Strahlung –, das kann glücklich machen. Ein sinnliches Vergnügen hoher Musikkultur. Instrumentieren konnte Berg sowieso hochmeisterlich, die Orchesterfarben fand er wie kaum ein Zweiter im letzten Jahrhundert: so subtil, so genau, so wirkungsvoll, so reichhaltig.

Schoenberg, Webern, Berg: Rattle
EMI CDC 7498572

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Das erste Weblog der Welt …

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war gar keines. Und es war auch nicht das erste sondern nur eines, dafür ein sehr feines. Es stammt aus der Feder des Johann Peter Hebel. Dessen “Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes” (1807/1811) ist reich an Erzählungen, an Unterhaltendem, Lehrreichem, an Kuriosem etc. pp. Darin sind immer wieder recht witzige und überaschende kürzere Entdeckungen zu machen. Wie die folgende, “Denkwürdigkeiten aus dem Morgenlande” überschriebene:

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Plessner: Das Gesetz der vermittelten Unmittelbarkeit

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Darüber lässt sich der Soziologe Helmuth Plessner gegen Ende seiner Publikation „Die Stufen des Organischen und der Mensch”, geschrieben um 1928 aus. In diesem Abschnitt geht Plessner auch auf das Thema der Urheberschaft ein. Wie etwas in die Kultur eingeht:
Was also in die Sphäre der Kultur eingeht, zeigt Gebundenheit an das menschliche Urhebertum und zugleich (und zwar in dem selben Ausmaß) Unabhängigkeit von ihm. Der Mensch kann nur erfinden, soweit er entdeckt. Er kann nur das machen, was es “schon” an sich gibt – wie er selbst nur dann Mensch ist, wenn er sich dazu macht, und nur lebt, wenn er sein Leben führt. Seine Produktivität ist nur die Gelegenheit, bei welcher die Erfindung Ereignis wird und Gestalt gewinnt. Es wiederholt sich hier das früher besprochene Verhältnis der Koerrelativität des apriorischen und aposteriorischen Elementes, wie es die Situation des Lebewesens oder die Anpassung an seine Umgebung allgemein beherrscht, ja geradezu ausmacht, – in der Schicht bewußten Machens, das nur schöpferisch wird, wenn ihm die spezifische Anpassung an die objektive Welt gelingt. Das Geheimnis des Schöpfertums, des Einfalls besteht in dem glücklichen Griff, in der Begegnung des Menschen mit den Dingen. Nicht das Suchen nach etwas Bestimmten ist das Prius der eigentlichen Erfindung, denn wer nach etwas sucht, hat in Wahrheit schon gefunden. (…)
Aber niemand wird behaupten wollen, daß damit das Wesen der Erfindung und des glücklichen Griffs voll charakterisiert sei. Erfindung heißt auch Umsetzung aus der Möglichkeit in die Wirklichkeit. Nicht der Hammer hat existiert, bevor er erfunden wurde, sondern der Tatbestand, dem er Ausdruck verleiht. Das Grammophon war sozusagen erfindungsreif, als es feststand, daß Schallwellen sich mechanisch transformieren lassen, und diesen Tatbestand hat kein Mensch geschaffen. Trotzdem musste es erfunden werden, d.h. die Form dafür mußte gefunden werden. Der schöpferische Griff ist eine Ausdrucksleistung. Dadurch erhält der realisierende Akt, der sich auf die von der Natur dargebotenen Materialien stützen muß, den Charakter der Künstlichkeit.

Helmuth Plessner: Die Stufen des Organischen und der Mensch, Berlin 1975, S. 321 f.
Sehr viel komplizierter lässt es sich nicht sagen. Fortsetzend: Diese Künstlichkeit wird selbt dann wieder zu einem Material „zweiter Natur”, welches wiederum erfindungsreife Neuentdeckungen zulässt, die natürliche Künstlichkeit. Plessner sagt leider nichts dazu, in welchem Maße jemand dazu befähigt wird, Entdecker zu sein – denn manche sind es ja mehr, manche sind es weniger. Das nur nebenbei. Aber wenn man Plessners Analyse ernst nehmen möchte, so schmilzt dennoch der Begriff der Urheberschaft auf das Faktum von Ausdrucksleistungen herunter, die “nur” mit dem Material auskommen müssen, welches ohnehin schon da ist. Das Erfundene selbst ist dabei gar nicht mal so originell, sondern liegt praktisch auf der Hand. Das Handwerk entdeckt das Naheliegende im Vorgang des Ausdrückens.

Eine Erfindungsbeschleunigung ist, wenn man Max Weber hinzuzieht, Resultat einer an Rationalität orientierten Gesellschaft, wenn man nicht sogar sagen möchte, Rationalität ist eine Art rekursiver Motor für sich selbst, gewissermaßen die Erfindung der Erfindungen an sich.

Momentan scheint im Rationalisierungsprozess einer Art Umkehrung bemerkbar zu sein. Der Motor scheint sich selbst zu stoppen, weil sich die Prozesse gegenseitig immer deutlicher durchkreuzen. Der Rechtsrationalismus den Kulturrationalismus den Technikrationalismus … . Würde das nur nach den Maßstäben der gegenseitigen Aufsicht geschehen, wäre dies noch nicht so stark spürbar. Das ist aber nicht der Fall. (wird fortgesetzt, muss noch etwas nachdenken ….)
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Phonoverbände und die Zukunftsmusik

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Eilmeldung: Gerd Gebhardt übernimmt Schirmherrschaft für das Forum Zukunftsmusik - made in Berlin Da muss man wohl gratulieren, nachdem man aufgehört hat zu lachen. ZUKUNFTSMUSIK - made in Berlin ist eine studentische Initiative des Berliner KommunikationsFORUMs, die den Musikstandort Berlin thematisiert. Die Studierenden bieten den Akteuren der Musikbranche ihr kreatives und wissenschaftliches Potential an. Weia.

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Empfindlichkeit gegen Ungerechtigkeit jeder Art

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Der KIZ berichtet aktuell über die Vergabe des Wolf-Preises an den Pianisten und Dirigenten Daniel Barenboim. Dabei sei es ein bisserl zum Eklat gekommen. Vor dem israelischen Parlament sagte er,
‘die Besatzung und Kontrolle eines anderen Volkes’ widerspreche dem von den Gründervätern angestrebten Ideal Israels. Davor dürfe man nicht die Augen verschließen. Und er kündigte an, sein Preisgeld von 50.000 Dollar (42.200 Euro) für Musikerziehung in Israel und den Palästinensergebieten stiften zu wollen.

Über den Preis und die Juryentscheidung schreibt “Der Standard” aus Österreich:
Barenboim sei “einer der größten Musiker unserer Zeit” und habe sich durch eine “tiefe Hingabe an Musik und Menschlichkeit” ausgezeichnet, befand die internationale Jury. Seit langem ist er an israelisch-palästinensischen Musikprojekten beteiligt und hat mehrere Konzertbesuche in den besetzten Palästinensergebieten abgehalten. Gemeinsam mit dem inzwischen gestorbenen palästinensischen Schriftsteller Edward Said hatte er den Musikworkshop “West-Östlicher Diwan” gegründet, mit dem junge Talente beider Seiten gemeinsam an verschiedenen Orten musizieren.

Die “Junge Welt” zitiert wörtlich:
Mir tut das Herz weh bei der Frage, ob Eroberung und Kontrolle heute mit Israels Unabhängigkeitserklärung vereinbar sind.
Das hat anscheinend einigen nicht gefallen. Die Erziehungsministerin soll “vor Wut gekocht” haben.
Das wiederum kommentiert “Die Jüdische” so:
Die Bemerkungen [Barenboims] wurden vom Publikum in erster Linie mit Beifall, aber auch mit etwas Bestürzung aufgenommen. Die Erziehungsministerin Limor Livnat (Likud), die zugleich Vorsitzende ex officio des Stiftungskuratoriums ist, erklärte dem Preisträger daraufhin verärgert, dass Israel in erster Linie als Heimstätte des jüdischen Volkes gegründet wurde, und dass dieser Staat die Minderheiten, die in ihm leben, anerkennt. Die Antwort der Ministerin wurde durch Beifall und Buh-Rufe aufgenommen.
Und der israelische Staatspräsident Katzav habe betont,
Barenboim verdiene eine Verurteilung nicht nur wegen der ‘unpassenden’ Ansprache, sondern auch dafür, dass er sich nicht bei Holocaust-Überlebenden für eine frühere Aufführung von Wagner-Musik entschuldigt habe.
Ein Verurteilung wofür? Für das Spielen von Musik Richard Wagners bzw. für eine Entschuldigung dafür, Wagner gespielt zu haben. Barenboim, der aus Argentinien stammende und in Israel aufgewachsene Jude Barenboim spielte Wagner. Dafür in den Knast gehen, wenn es gewollt wäre, dazu wäre Barenboim sicher bereit. Ist er ein Ignorant, ein Volltrottel, dieser Barenboim?

Und den dicksten Klopps erlaubte sich wohl ein Mitglied der Wolf-Jury:
Professor Menachem Alexenberg, hielt während der Preisverleihung als Protest gegen Barenboim ein Schild mit der Aufschrift ‘Musik macht frei’ hoch. Der geschwungene Schriftzug sollte an das Motto ‘Arbeit macht frei’ über dem Eingangstor des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau erinnern.
Es ist schlimm, dass solche Formen des antirassistischen Rassismus immer noch wieder aufblühen. Denn so etwas stimmt einfach vorne und hinten nicht. Das ist semitischer Antisemitismus genauso wie es auch faschistischen Antifaschismus. Es scheint mir geradezu absurd, die Arbeit Barenboims, die auf Aussöhnung aus ist, in dieser Art und Weise desavouieren zu wollen. So ein Verhalten ist einfach nur ungerecht. Denn, dass es Antisemitismus gibt, ob in Deutschland, England, USA, den arabischen Staaten, ist nicht zu bezweifeln, der Antisemitismus ist auch nicht einfach nur virulent sondern ziemlich manifest. Aber darf man auf jede persönliche Verletztheit so reagieren? Menschlich mag das verständlich sein, moralisch scheint mir das zweifelhaft und politisch halte ich das für falsch. Aber an mir ist es nicht, das abschließend einschätzen zu dürfen.

Jean Améry hat in seinem Aufsatz “Über Zwang und Unmöglichkeit, Jude zu sein” folgende Begebenheit erzählt:
Alles könnte leichter getragen werden, wenn meine Verbundenheit mit den anderen Juden sich nicht erschöpfte in revoltierender Solidarität, wenn der Zwang sich nicht ständig stieße an der Unmöglichkeit. Ich weiß es nur allzu gut. Ich saß neben einem jüdischen Freund bei der Aufführung von Arnold Schönbergs »Ein Überlebender aus Warschau«: Als, von Posaunenklängen begleitet, der Chor anstimmte »Sch’ma Israel«, wurde mein Begleiter kalkbleich, und Schweißperlen traten auf seine Stirn. Mein Herz pochte nicht schneller, aber ich fühlte mich bedürftiger als mein Kamerad, den das unter Posaunenchören gesungene Judengebet erschüttert hatte. Jude sein, dachte ich mich nachher, ich kann es nicht in Ergriffenheit, nur in Angst und Zorn, wenn Angst sich, um Würde zu erlangen, in Zorn verwandelt. »Höre Israel« geht mich nichts an. Nur ein »Höre Welt« möchte zornig aus mir dringen. So will es die sechstellige Nummer auf meinem Unterarm. So fordert es das Katastrophengefühl, Dominante meiner Existenz. …
Es fließ ihm [dem Autor Jean Améry] nicht humaner Honigseim von den Lippen. Die generöse Geste bringt er nur schlecht zustande. Jedoch ist damit nicht gesagt, daß Angst und Zorn ihn verurteilen, weniger rechtschaffen zu sein, als seine ethisch beflügelten Zeitgenossen es sind. Er kann Freunde haben und hat sie, selbst unter den Angehörigen gerade jener Völker, die ihn für immer in die Schaukel zwischen Angst und Zorn hängten. Er kann auch Bücher lesen, Musik hören wie die Unbeschädigten, nicht weniger fühlsam als sie. Geht es um Fragen der Moral, wird er wahrscheinlich gegen Ungerechtigkeit jeder Art sich empfindlicher zeigen als seine Nebenmenschen.
Jean Améry: Jenseits von Schuld und Sühne, München 1988, S. 120 f.

Améry konnte das für sich reklamieren. Der Schild-Demonstrant auch? Ist es ungerecht von Barenboim, Dinge an- und auszusprechen, die auf Ungerechtigkeiten verweisen? Welche moralische Instanz verleiht die Rechte? Ist es “nur” antiamerikanisch, wenn man die Besatzungspolitik der USA im Irak, in Nicaragua kritisiert? Ist es “nur” antisemitisch, wenn man die Besatzungspolitik Israels kritisiert? Ist es “nur” antirakisch, wenn man das Handeln Saddam Husseins verurteilt? Ist es antikatholisch, wenn man behauptet hat, dass die Erde keine Scheibe ist?

Immer häufiger wird der Kritiker verurteilt. Er ziehe sich aus einer Sache zurück, könne ohnehin die Lösung nicht verraten. Als Kritiker ist man schnell ein Taugenichts und Tunichtgut. Das Recht zur Kritik müsse man sich erst erwerben. Das ist der Sieg des Pragmatismus, des Tunurwas des Macheinfach. Nur wer macht, setzt sich automatisch ins Recht. Das ist das Sittengesetz der Gegenwart, das herübertrampelt über alle Menschen, die anders sind als man selbst. Altes Leid durch neues Leid zu ersetzen ist meines Erachtens nicht die Lösung, sondern der gesellschaftliche Grundfehler, der die Leidgeschichte der Menschen perpetuiert.
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Muttertag In Regensburgs a la BLIZZ

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Früher benötigte ich diese Zeitung zum Auffangen der sich Bahn suchenden Tropfen aus Filmentwicklungsdosen. Viel geholfen hats nicht. Der Teppich wurde trotzdem ruiniert. Aber nun wird langsam auch der Inhalt immer wichtiger - und lustiger. So gibts heute hübsch zwei Herzhälften zum Ausschneiden mit extra Sprüchen zum Draufkleben wie “Für dich!”, “Meiner Mutter”, “Meiner lieben Mama” und “Für die coolste Mum” (woran Adorno mit Sicherheit sein bitteren Spott gefunden hätte). Diese Herz soll man…

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Cluster: Erfolgsdruck

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Innehalten – eine Pause einlegen. Zur Ruhe kommen. Langsamer werden. Das sind auch musikalische Spielanweisungen. Man spürt dies in der Musik, wenn man sie hört, wenn man sie spielt; wenn man die Musik Musik sein lässt. All diese Spielanweisungen haben im Umgang mit Musik als Gegenstand von Pädagogik bis Gesellschaft offenbar keine Bedeutung. Musik wird gehetzt und sie wird entkleidet, sie wird zerlegt, benutzt und verkauft. Immanuel Kant hätte gesagt: Unser Umgang mit Musik…

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Ich steh mit einem Fuß im Grabe …

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Finster, sehr finster, der Beginn dieser Tenor-Aria mit eingebautem Choral, vom Sopran eingeflochten (Fettdruck), der eine ganz originelles musikalisches Licht eingießt. In der Kombination kommt es durchaus zu ganz kuriosen rhythmischen Verwicklungen. Ich steh mit einem Fuß im Grabe, Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt, Bald fällt der kranke Leib hinein, Hilf mir in meinen Leiden, Komm, lieber Gott, wenn dirs gefällt, Was ich dich bitt, versag mir nicht. Ich habe schon mein…

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