Holla Bruce Allmächtiger!

What Finding Nemo Character are You? brought to you by Quizilla Angeblich: Vorteilhaft oder nachteilig, wenn man die Fragen kaum versteht und die Antworten noch weniger. Aber irgendwie macht mich…

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Werte-Pädagogik in der Musik

Die Nachricht hat eingeschlagen wie ein nasses Handtuch in einem Hotelbadezimmer. GEMA, Phonoverbände zusammen mit dem Deutschen Kulturrat und dem Musikverlag Schott International starten eine Initiative zum Wert von Kreativität. Unterrichtsmaterialien und weitere Informationen werden der Zeitschrift „Musik & Bildung“ beigelegt. Und die Prinzen steuern ihr „Alles nur geklaut“ dazu. Heile, heile, alles wird gut – wenn nur richtig gepaukt wird.

„Der Wert von Kreativität muss unserer Gesellschaft neu bewusst werden“, erklärt in einer Pressemeldung Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates.

„Wir müssen jungen Menschen heute neu erklären, warum Musik etwas wert ist“, erklärt Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände in der gleichen Pressemeldung.

Prof. Dr. Reinhold Kreile, Vorstandsvorsitzender der GEMA, sagt in ebendieser Pressemeldung: „Der jungen Generation muss verstärkt kommuniziert werden, dass das geistige Eigentum auch durch neue Technologien nicht wertlos wird, sondern ein besonderes Gut darstellt.“

Da ziehen sich einem die Fußnägel hoch. Wer es bis eben nicht wusste, weiß es jetzt. Die Herrschaften sind am Ende mit ihrer Kreativität zur auch nur ansatzweisen Erfassung der Frage nach dem Wert der Kreativität und bieten daher kaum Lösungsvorschläge an, die mehr sind als sprachliches Gepoltere. Was die Phonoverbände vom Wert „kreativer“ Leistungen halten, zeigten sie ja durch ihren Vorschlag der Herabsetzung des Lizenkostenanteils auf Tonträger. Immerhin: Das war wirtschaftlich gesehen in der Tat ein kreativer Akt.

Die Situation ist traurig, zumal außerhalb Deutschlands, sich Wirtschaftsdaten umkehren wie in Großbritannien: heise online: Britische Musikindustrie freut sich über Online-Dienste. Danach seien die Verkäufe von CD-Alben im Jahr 2003 in Großbritannien um 5,6% gestiegen. Haben die die etwa eine bessere Pädagogik?

Ach die Frage ist falsch, wie die Initiative selbst auch. Zimmermanns „Werte“ sind andere als Gebhardts. Unter „Kreativität“ verstehen alle drei etwas anderes. Eigentlich nämlich nichts Konkretes sondern nur das Schlagwort. Man kann in den Aussagen jeweils die Worte Kreativität, Musik und geistiges Eigentum durch „Prostitution“ (oder harmloser wie Satie es machen würde durch “Schweinefleisch”) ersetzen und alles hat genau den gleichen Sinn, womöglich sogar einen sehr viel definierteren.

PS: Ach den Materialien liegt angeblich ein Mixed-Mode-CD bei. Hoffentlich hat diese CD wenigstens einen Kopierschutz mitbekommen. Denn unerlaubt verbreiten muss man die ja nicht unbedingt.

Nachtrag 1 (14.2.2004): Jetzt liegt das Heft als PDF-Datei vor (2727 KB). Die üblichen Verdächtigen: GEMA, Phonoverbände. Kein Wort zur Open-Music-Szene, statt dessen musikalischer Mainstream. Ein bisschen dissen, ein bisschen beaten, ein bisserl Fauré, ein bisserl Prinzen. Prima – jetzt wissen wir alle, wie schwierig HipHop ist und dass man privat kopierte CDs nicht verschenken darf, den Kopierschutz auf keinen Fall umgehen darf. Der Wert der Krativität, soviel ist jetzt klar, ist strafbewährt. Aber am schönsten die Schlussbemerkung, die alles relativiert:

“Wir haben uns darum bemüht, die Inhaber aller Urheberrechte der in dieser Veröffentlichung enthaltenen Texte, Noten und Bilder ausfindig zu machen. Sollte dies im Einzelfall nicht ausreichend gelungen oder es zu Fehlern gekommen sein, bitten wir die Rechteinhaber, sich bei uns zu melden, damit wir berechtigten Forderungen unverzüglich nachkommen können.”

Billig. Peinlich.

Zumindest weiß man jetzt, wie eng der Kreis der von den Herrschaften eingezäunten Kreativität ist. Menscheskinder, die Musik spielt doch längst in der Jugendkultur auch auf anderem Terrain – dieses großzügig auszublenden, ist gelungen. Und das steigert die Wertschätzung dieser Broschüre selbstverständlich ungemein. Das nennt man objektiv. Bravo, weiter so. Ihr seid die Guten, ihr wisst was Kreativität ist – zumindest kennt ihren ihren Wert. Mit Brecht ins Stammbuch geschrieben (man muss nur Mensch durch Kreativität austauschen):

Weiss ich, was ein Mensch Kreativität ist!

Weiss ich, wer das weiss!

Ich weiss nicht, was ein Mensch Kreativität ist,

Ich kenne nur seinen ihren Preis.

(Aus dem “Lied des Händlers”, Bertolt Brecht)

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Ursula Gaisa 31 :)

Einunddreißig wird sie, gescheit ist sie, lang leb' sie, ich mag sie.

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Kantri-Musik

Schönes Missverstehen beim Fernsehhören. Gehört: Country - Loaded; gemeint und geschrieben: Kant - reloaded.

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MDR.DE: FIGARO-Motive zum Download

Im MDR gibts FIGARO-Motive zum Download. Nach dem Ballkleid nun auch einen “Mann” im Auto, Hände hinter dem Kopf verschränkt und ein als “Kissen” beiteltes Motiv, bei dem ein mitteljunge Frau aufmerksam sich in ein Kissen schlummert (oder anders herum). Sie scheint nachdenklich zu sein, ja fast ein bisschen überrascht, dass da etwas irgendwo ist, was interessant ist. Fast schon zu viel Aufmerksamkeit für ein als Tagesbegleitprogramm angelegtes Sendekonzept.

Anders ist die Sache beim Autofahrer. Der scheint sich in seinem Auto so wohl zu fühlen, dass es sein mag, er lebe darin. Gemütlich lächelnd sitzt er da. Das Auto kann ich zwar nicht markentechnisch zuordnen, aber es wirkt sehr geräumig. Über seinem Kopf ist jedenfalls enorm Platz. “Das Schöne lauert überall”, im Ballkleid, ums Kissen herum, im Auto. Was das mit Rundfunk zu hat, mit Kultur-Radio, mit “dem” Kultur-Radio? Keine Ahnung. Und mich würde mal interessieren, wie die Motive gearbeitet wären, wenn die drei Personen MDR Jump, Sputnik oder die Landessender hören würden. Aber, den Verdacht hatte ich bereits. Die hören gar nicht MDR Figaro sondern sitzen nur einigermaßen bequem, vergnügt, nachdenklich, gelangweilt, ichweißnichtwas.
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Verdi als Strafe

Dass das Hören “Klassischer Musik” als Sanktion gelten kann, hat ein amerikanischer Richter nahegelegt. Er verdonnerte einen Autofahrer zum Anhören von zwei Stunden Musik aus Verdis La Traviata; alternativ 500 US-Dollar Bußgeld.

Der verurteilte Autofahrer wurde zuvor von einer Polizeistreife nahe South-Beach Miami angehalten, weil er bei offenem Sonnendach und Autofenstern zu laut Musik des Hiphopers 50 Cent gehört hat. Nach der biblischen Formel: “Wie du mir, so ich dir” wurde die akustische Belästigung der Umgebung durch eine zwangsweise Beschallung ausgeglichen. Judge Jeffrey Swartz told him: “You’ve imposed your music on me and now I’m going to impose my music on you.”

Seither sind es in Miami vor allem Liebhaber klassischer Musik, die mit offenen Autos die Umgebung belästigen, um dann in den kostenlosen Genuss italienischer Opern zu gelangen. Nebenbei scheint Swartz auch die Szene vor Ort zu unterstützen, indem er aktuell auf das Progamm des ostansässigen Opernhauses Bezug nimmt. Ein früher schon auf ähnliche Weise Bestrafter Frisör namens Daniel Anderson meinte nach Abhören von Puccinis “La Boheme”: “I open my mind to any kind of music. If it was in English, I’d listen.”
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Theo Geißler 57

heute war es soweit, ein Mann ist älter geworden. Im Prinzip von gestern auf heute so wie ich, nämlich um einen Tag. Dennoch eine herzliche Gratulation und mache er weiter.…

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