Beethoven zum Selbermachen

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Bei Beethoven kann man jetzt Sinfonien im Bausatz erwerben. Und die sind besser als die ollen von Pettersson, die dafür viel billiger sind.

Apropos: Der Deutsche Bühnenverein findet, dass zeitgenössische Musik unverzichtbar sei. Das findet die Kritische Masse aber auch. Jaja. Überhaupt sollte man die Quote mal umdrehen und den ganzen alten Krempel etwas einkochen und reduzieren. Was ich nicht so toll finde, ist die Begründung des Bühnenvereins.

Um das Publikum für die Neue Musik zu begeistern bedarf es auch moderner Präsentationsformen jenseits von Frack und steifem Ambiente sowie einer breiten und phantasievollen Vermittlungsarbeit, die das Publikum in die Lage versetzt, die Sprache der zeitgenössischen Musik zu verstehen.

So kann man es da lesen und es doch fast alles falsch daran. Die Sprache der zeitgenössischen Musik, also „die“ Sprache der zeitgenössischen Musik ist nämlich gar nicht nicht verständlich sondern im Gegentteil extrem gut verständlich. Das ist ja das Problem! Da kann man sich nicht hinter verstecken und anbetend sagen: „Aaaah“ und „Ooooh“.

Mit den Präsentationsformen das selbige. Wer macht denn überhaupt Frack und steifes Ambiente. Und wer hat das denn bisher angeblich so gemocht, dass man da so viel Wert drauf gelegt hat. Ich kenne niemanden, der steifes Ambiente mag im Konzert: NIEMANDEN. Und genauso wenig muss man jetzt mit grüner Nase und Padumpel rangehen. Das ist auf Dauer wenigstens genauso steif.

Also einfach mal genau das machen, was jeder vernünftige Mensch machen würde: Ordentlich und ansprechend spielen. Aktuell dabei aber nicht modisch. Der Rest wird sich schon finden.
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Ausgezeichnet!

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Juhu! Danke der kompetenten internationalen Jury! Ich habs geschafft, endlich. Jubel. Sekt! Heiterkeit!! Und ich bekomme sogar eine Wärmedecke. Ahhhh. Wie schön. Ich kanns noch gar nicht fassen. Über Nacht sozusagen. Dankedankedanke. Endlich!!!!

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Um 240 Grad gedreht …

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!~~1/reichstag-bruecke-kompletto.jpg|Da sieht man mal, wie man dem Motiv folgt und damit ins Wasser steigt. Da kannste dir drehen und wenden. Besser wär ein Stativ wohl.~~!

… und doch nicht geklappt. Da sieht man mal, wie man dem Motiv folgt und damit ins Wasser steigt. Da kannste dir drehen und wenden. Besser wär ein Stativ wohl gewesen. Supper guttes Wedder hier gewesen. Keine Lust.

!~~1/bornholmer1.jpg|Hier riechts nach Aldi~~!

Bornholmer Straße die Wiedervereinigungsluft gerochen. Die ganze Brücke riecht noch nach Aldi. Anders oben. Ein Blick in die Kantine am Boden offenbart, dass man anderes als Blutwurst benötigt, um bei der Politik wach zu bleiben, oder sonst was zu unternehmen. Überhaupt wäre ein Drogenscreening angesagt, wenn insbesondere den letzten Gast dieser Glückwunsch-Orgie für den Deutschen Kulturrat mal anschaut. Hier flasht nicht nur der Film. Macht nichts, könnte man denken, denn in Berlin steppt der Bär. Zum Beispiel zum Musikrat, der nun auch blogt, oder bloggt oder so. Mit WordPress wohl. Offiziell erst ab morgen. Mit SemmelStatz selbstredend. Auch wenn der wietr vor sich hin grummelt im Grab, so zählt er eifrig Datensatz für Datensatz. Wer weiß, ob der nächste Obergoogle nicht vielleicht doch Semmel heißt. Dann findet sich in der Taskleiste und sprichwörtlich das folgende: „Semmel doch einfach das Netz.“ Semmelweis nämlich alles.

An anderem Ort wird fleißig lateinert nach alter Art. Gehöre leider zu den Dummen, die davon nix kapiern. Gesamtschüler aus Niedersachsen, Schulversuch mit genverseuchtem Latein wahrscheinlich. „Løgn og latin løbe verden omkring,“ heißt es im dänischen wohl. Was mir an sich als Niedersachse von Natur aus näher liegt. Und man muss leider auch feststellen, dass das häufigste Reimwort auf Latein Wein ist. Der Zusammenhang ist eindeutig. Nur: Wein süpple ich schon gerne mal aus der Tüte, Latein nehm ich vorzugsweise aus der Kirche(nmusik). „Latein versteht kein Schwein“, soll Hoffmann von Fallersleben gesagt haben, sei ein gemeines Sprichwort. Mag sein.

Wie auch immer. Ich muss jetzt was schlafen. Gute Nacht zusammen. Luzie braucht Ruhe, es geht ihr nicht gut. Vermutlich ist es was Schlimmes. Eiter war es jedenfalls nicht. Armes Tier.
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Ende der Bildung

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Die Schulbildung heute, so wie ich sie mitbekomme, wie sie sich also ereignet in Berlin; aber wohl nicht nur hier. EIne Katastrophe. Insbesondere in den Fächern, die so viel gelten angeblich wie Naturwissenschaften oder Krustenkunde. Man lernt die Herstellung von Glas. Man lernt den inneren Aufbau der Erde und wie alt sie ist und was Hoch- und Tiefland ist. Man lernt dergleichen auswendig, anders hat es ja keinen Sinn. Permzeit!
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Bammel vor Semmel

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Ich denke, ich habe jetzt eine Methode gefunden, wie ich Semmel ansemmeln kann ohne dass er böse werden kann. Ich mache eine Umfrage, so ganz hübsch repräsentativ mit der Macht des KuLTurbLOgs. Also hier die Frage: !++7++!

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Beratungs-Heinis

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Heute erst wieder richtig klar geworden. Das alte Gezeter um den Matt von Matt und Matt über die „Du-bist-Scheiße“-Aktion mit der FischerAppelt-„Analyse“ über Blogs, auf die die Kaltmamsell hinwies – aber vielleicht mit anderer Absicht. (Ich verlinke das alles mal nicht, weil zu bekloppt.) Also, was ich da sagen möchte, mit allem Nachdruck: Früher hätte man sie alle ignoriert, diese Beratungs- und Communications-Designer oder so what on. Dass die überhaupt respektabel erwähnt werden, dass sie überhaupt sich zu derlei Phänomen zu äußern sich wagen; gut, das ist jedermanns Recht, soll auch so sein. Aber bitte, was kommt denn dabei raus? Was an Erkenntnisgewinn steckt da drin? Da drin etwa:

Auch wenn 99% der Blogs immer noch das Ergebnis egozentrischer Selbstreflektierer sind und die Qualität in Stil und Inhalt der von Teenager-Tagebüchern entspricht: das restliche eine Prozent sind gut vernetzte Anlaufstellen für die Meinungsbildung in Deutschland.

Da muss man doch bei jedem Baustein dieses Satzes das kalte Grausen bekommen. „Anlaufstellen für die Meinungsbildung“ — „egozentrische Selbstreflektierer“ — „Qualität in Stil und Inhalt entspricht Teenager-Tagebücher“ …
Es tut mir wirklich weh, boah ey. 99,996 Prozent des Internets sind übrigens Käse — da stünden nach diesen Berechnungen die Blogs noch gut da!!! Aber dass ein Prozent der Blogs „Anlaufstellen der Meinungsbildung“ sind (oder wären), heissa, da hüpft mir das Gemächt in der Hose bei diesen Worten. Anlaufstellen für solche Beobachtungsfuzzis wie von fischerAPPELT wohl. Denen eine ordentlich gepackte Bibliothek ebenso fehlt wie das Hirn dazu, Texte zu verstehen, wie? A(lpha)-Blogger eben, braucht es. So wie es A(lpha)-Führer braucht, die meinungsbildend waren und sind — mit Fußtritten mindestens letztere und die ersten mit Sprach- und Ordnungskompetenz. Erwachsene eben.

Ich könnte damit ja fast leben, aber bitte wo sind die anderen Anlaufstellen für die Meinungsbildung, das wüsste ich doch schon gerne. Etwa die BILD-ZEitunG, oder der SpIeGEl? „BILD dir deine Meinung — TechnologyWITCHcraft“; austauschbar.

Und was spricht im übrigen gegen Selbstreflektion? Ich hatte noch gelernt, dass Selbstreflektion eine tolle Sache ist und geübt werden darf. Ich schätze: Ist aus der Mode wie alle Reflektion. Braucht man nicht, stört, man hat ja Marken-Blogs. „Ich lese ja nur Lyssa“ oder so; oder „An meine Hirnreste lasse ich nur Wirres“.
Es ist einfach nicht zum Aushalten mit dem ganzen Zeug.
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Spielplatz weg. Ärger groß. Professionelle Kacke

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Ich möchte ja nun doch schon mal wissen, was dieses soll. Dieses upwerten von Volkskriechismus. Jenes Communication-Blafasel. That International Speek. Wenn Detlef Dee mal eine seröse Speach macht. So bei Pro7 neulich und danach vor lauter „kritischen Journalisten“ wie „Bravo (Girl, Gott, Jungs)“ – immerhin nicht so gottverdammt hyperintelligent wie dieses Gequackel aus der Denkresistenza der Faulköppe.

Diese Vorreiter der deutschen Blogosphäre finden zu einer neuen Identität: Sie haben mittlerweile eine kritische Masse erreicht und sind in der Lage, Themen auf die internationale Blog-Agenda zu setzen. Die deutsche Blogosphäre ist sich ihrer Macht bewusster geworden, hat international auf sich aufmerksam gemacht, an Relevanz gewonnen und wird damit in gewisser Weise Stück für Stück erwachsen.
[…]
Jedes Unternehmen muss künftig diese A-Blogs in sein Medien-Monitoring aufnehmen, um Meinungen und Themen zu erkennen, bevor sie in die traditionellen Medien und in die breite Masse getragen werden.
Klowände des Internets -­ neun Thesen zu Weblogs und Meinungsbildung

Hinweis an mich: Den Begriff der Kritischen Masse abmahnfähig machen. Kritische Masse, meine Herren Denkgestörten hat nichts mit platter, plumper Masse zu tun. Kritische Masse ist „kritisch“, massenhaft „kritisch“. Nicht einfach eine Marke, in der Quantität in Qualität umschlägt oder so. Volltrottel diese.
In die „breite Masse“ tragen. Heute kann man das offenbar wieder laut sagen. Es geht um nichts anderes als Verarsche bei diesen Agentur-Saftsäcken. Macht die Masse breiter und breiter. Tretet Sie nur fest mit euren Drogen des aus Konsumismus und Denkbefreiung. Wie Menschen aus meiner Generation und darunter jemals auf solche Scheinheiligkeit und aktive Kaputtisierung der Gesellschaft hinarbeiten können und konnten, wie die sich eigentlich selbst noch ertragen können, bleibt mir wohl ewig ein Rätsel.

Ich find es da ja auch nur irgendwie nachvollziehbar, dass Semmel den ganzen Dreck hinwirft. Ich kenne seine Gründe nicht. Muss ich auch nicht. Andere wissens besser. Ich weiß es nicht.

Ursprünglich wollte ich so ein bisschen was aus meinem Leben mit Semmel erzählen. Die Schwierigkeiten beim gegenseitigen Verstehen und Nichtverstehen (sozusagen bis zum letzten Ping), über Ähnlichkeiten (Haarwuchs) und Unähnlichkeiten (Bach). Über Zappa und die gelbe Gefahr. Doch, denke ich, das soll sein Bewenden haben mit dem Verschweigen.

Gedicht pour Semmel

Niemand.
Niemals.
Nichtsmehr.
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