Mehr Klasse als Masse
Pepa im Fotobuch der Kritischen Masse. Also Obacht!
Spam – Aktiv
Sorry. Kann Probleme geben. Ich habe mal wieder eine neue, unnötige Spamstrategie für nucleus im Einsatz-Versuch. Bisher hat ja alles prima geklappt, es kam fast kein Müll mehr durch. Warum soll das so bleiben? Spamfight ist doch eine schöne Sache, vor allem, wenn man davon nix versteht, so wie ich. Es ist mir so auch mehrfach gelungen, meine eigenen Kommentare auszusperren. So sitzt man wieder mal völlig unsinnigerweise am Rechner und installiert und deinstalliert.…
Verbraucherzentralen mahnen ab
Massive Kritik an Urheberrechtspolitik von den Verbraucherzentralen. Zu diesem Thema siehe den ausführlichen Beitrag von Markus Beckedahl. Alles Links, dort, alle Infos ebenso. Prima gemacht. Aber, so richtig es ist und so vernünftig und verständlich, den Geschäftsbedingungen der neuen Geschäftemacher mal richtig eines aufzudonnern, sie nämlich dort zu fassen, wo sie sich am wenigsten interessant zeigen (wer liest diese AGBs denn durch), so wichtig das ist, warum aber lassen sich trotzdem sehenden und blinden…
Der beste Komponist aller Zeiten
Alban Berg; definitiv: Alban Berg.
Ruhe
Vor allem vor diesem Oleoleojemine von diesem Grönemeyer in diesem WM-Song-Quatsch. Überhaupt dieser ganze Musikquatsch. Diese Musik-Hymnen-Gejohle. Zum Speibn.
These 9
Sprachkompetenz: Voraussetzung für Dialog
Der Kompetenzerwerb zur Beherrschung der deutschen Sprache in allen Ausbildungsstufen ist auch und gerade in der Musik Voraussetzung für Verstehen und Verständigung. [via nmz]
Seit gestern sind sie raus. Die 12 „Thesen“ des Deutschen Musikrats zum Thema „Interkultureller Dialog“. Die „These 9“ ist quasi zentral. Denn sie ist — so wenig These wie nötig — selbstzerredend. Ein „Kompetenzerwerb zur Beherrschung der deutschen Sprache“ sei „Voraussetzung“ — „auch und gerade“ — für „Verstehen und Verständigung“ in der Musik. Das bitte erkläre mir mal jemand, was damit gemeint sein soll. Ich versteh es einfach nicht, da habe ich wohl zuwenig Kompetenzerwerbbeherrschung erworben.
Es geht weiter in den einleitenden Worten: „Musik ist in ihren vielfältigen Ausdrucksformen als barrierefreies Medium kultureller Identitätsfindung“ in besonderer Weise für den interkulturellen Dialog prädestiniert. Barrierefrei, aha. Wäre da nur die Sprache nicht, nicht wahr. Wie auch immer. Der Deutsche Musikrat weiß sich Rat:
Der Deutsche Musikrat wird eine Task Force einsetzen, die seine musikpolitische Arbeit und seine Projekte im Hinblick auf einen interkulturellen Kompetenzzuwachs evaluieren wird.
Den interkulturellen Kompetenzzuwachs will man per Task Force evaluieren. Da wird man wohl warten müssen, wie man das und wer das evaluieren wird.
Das Papier ist zu beneiden um die Geduld, mit der es solche Thesen erträgt. Kein Wort zur kulturellen Identität selbst, kein Wort zum Schema der Massenkulturen, kein Wort zur Frage des Identitätszwanges. Alles in allem, ein abgehobenes Gerede und Geschreibe aus dem Blickwinkel der heilen und hohen Kultur. Nur das pastorale Motto: „Wer das Eigene nicht kennt, kann das Andere nicht erkennen“ bleibt übrig als Kerngedanke, den man allererst einmal hätte aufdröseln müssen. Was denn wäre überhaupt das Eigene? Wäre das hier der Begriff der Leitkultur. Wie sehr besitzt man überhaupt das Eigene und in welches Verhältnis stellt man sich zu ihm. Ist nicht sogar das Eigene nicht notwendigerweise immer „auch und gerade“ das Andere?
Wo ist die Freiheit der Selbstbestimmung, wo bleibt die Autonomie der Einzelnen, wenn es sie überhaupt noch gibt oder sie sich herstellen ließe. Überhaupt sind all die vorgängigen Begriffe sämtlich abhanden gekommen.
Frei sind die Subjekte, nach Kantischem Modell, soweit, wie sie ihrer selbst bewußt sind, mit sich identisch sind; und in solcher Identität auch wieder unfrei, soweit sie deren Zwang unterstehen und ihn perpetuieren. Unfrei sind sie als nichtidentische, als diffuse Natur, und doch als solche frei, weil sie in den Regungen, die sie überwältigen - nichts anderes ist die Nichtidentität des Subjektes mit sich , auch des Zwangscharakters der Identität ledig werden.
Das hat Adorno in den 60er-Jahren so formuliert, ungleich mehr These, ungleich mehr widersprüchlich, ungleich rauschender. Aber davon, von dem Hintergrund kultureller (von mir aus auch interkultureller) Dimensionen, ist hier nichts mehr zu spüren. Nicht die Spur. Die ganzen Thesen des Appells wirken seltsam, eben auch sprachlich, entleert; geradezu wie Hülsen eine kleinsten gemeinsamen Nenners. Und wo es knacken könnte, ruft man die Polizei, tschuldigung, die Task Force. In der politischen Sprache würde man eigentlich ergänzen: Näheres regelt ein Bonner Appell.
Wie auch immer. Selber lesen und sich schlau machen. Im KIZ kann man noch lesen: „Wir freuen uns, dass Bundespräsident Horst Köhler den 2. Berliner Appell entgegen genommen und damit ein Zeichen für eine breite gesellschaftliche Wahrnehmung gesetzt hat.“ Karl Kraus hätte daran sein Vergnügen haben können. Ein Entgegennehmen als „Zeichensetzung für eine breite gesellschaftliche Wahrnehmung“. Da ist der Wunsch so sehr Vater des Gedanken, dass er quasi ödipal sich seiner bemächtigt. Nichts für ungut.
(mehr …)
Dritter
!~~1/2006-07-dritter.jpg|Nur Dritter! Gääähn ~~! Ein Versagen auf der ganzen Linie und der Rest freut sich. So freut sich auch Heide Simonis über den zweiten Platz, so freut sich auch Gesine Schwan über den Zweiten. Dritter zu werden ist ja nun noch eine Nummer mehr. Dritter! So was Verluschtes. Schlapp. Konsequenzen!
Halbfinale
!~~1/2006-05-pfad.jpg|Aufwärts, abwärts~~!Kleines Finale. Hat keinen Sinn. Keinen Zusammenhang. Zeitung ist da. Beton und Kunst. Herzlichen Glückwunsch, Narana, zum Geburtstag in die alte Heimat.
Musikrats-Appell
Mit der Übergabe des 2. Berliner Appells an Bundespräsident Horst Köhler veröffentlicht der Deutsche Musikrat am Montag, 10. Juli 2006, seine 12 Thesen zum interkulturellen Dialog. [so stehts im kiz] Bröckchenweise kommt es nun ans Tageslicht. 12 Thesen hat man formuliert [12 Töne hat die chromatische Tonleiter; Zufall, multikulturell? Ich empfehle die 53-tönige Thesenleiter von Harry Partch.]. Na klar, die gibt man erst mal dem Oberlehrer, vielleicht hat der ja ein paar Rechtschreibfehler vorgefunden.…
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