Jazzweakend 2017 in Regensburg

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Als Musikkritiker hat man es nicht so leicht. Wirklich nicht. Man ist nicht recht beliebt bei den Musikerinnen und Musikern. Ist man gut zu ihnen, freuen sie sich, aber eben auch nur so lang, wie man Zitierfähiges wie “Album des Jahres” unterbringt. Jede kleine Kritik und sei es in homöopathischer Dosis gilt schon schnell als Verriss. Und man hört die vorwurfsvolle Frage: “Was hast Du eigentlich gegen mich.” Ein grober Verriss dagegen bedeutet: Man verstehe halt von der Sache nix. Deswegen sei man ja auch nicht Musiker sondern Kritiker.

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Soziale Medien als Elfenbeintürme der Gesellschaft

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Immer häufiger hört man in Radio, Fernsehen und natürlich auch im Netz davon, dass irgendwer irgendwas auf einer sozialen Plattform wie Twitter oder Facebook gesagt habe. Politikerinnen müssen da aufpassen, alle müssen da aufpassen. Ein Shitstorm droht allerdings nur denen, die unter dauernder Beobachtung stehen oder wenn diese dann von Leuten gesehen werden, die unter dauernder Beobachtung stehen. Personen kann man auf diese Weise bis zu einem gewissen Grad geradezu ruinieren, aber nicht das…

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Das ABC der Kultur – nach Angela M. (Bundeskanzlerin) und die 15 Thesen zur kulturellen Integration

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In der Sonderausgabe der Bild (65) hat sich neben Anne-Sophie Mutter auch die andere Mutter zu Wort melden dürfen oder müssen. Angela M. (Bundeskanzlerin) buchstabiert an dieser Stelle ihr Deutschland von A bis Z. Das wird vor allem die Musikwelt freuen. Denn an drei Stellen geht die Bundeskanzlerin direkt auf die Musikkultur in Deutschland ein. Der erste Jubel dürfte vom Deutschen Musikrat ausgehen. Zum ABC gehört nämlich auf jeden Fall "Jugend musiziert". Das ist…

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Die beste Geigerin der Welt [Bild] und die deutschen Kernkompetenzen

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Zur Feier des Tages hat die Springerpresse eine Sonderausgabe ihres journalistischen Hauptwerkes unter die Leute gebracht. Wie es sich gehört: kostenlos. Ein Geschenk. Und so liegt es dann auch zerknittert im Briefkasten - es hat die Luftfeuchtigkeit des Tages schon in sich aufgesogen. Ganz weich! Ganz bunt! Und sofort als solche zu erkennen. 65 Jahre von irgendwas. Rente ab jetzt für alle oder so ähnlich. Weil aber diese Zeitung ein Kulturblatt ist, widmet sie…

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Über das Studium ernst zu nehmender Musik (E-Musik) von Männern

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Der Komponist Mark-Anthony Turnage ist ernst zu nehmen. Doch, jetzt, echt. Man kann es dunkelgrau auf hellgrau lesen, ganz offiziell: "Mark-Anthony Turnage ist zweifellos ein ernst zu nehmender Komponist unserer Zeit." (Quelle: Website der Berliner Philharmoniker) Zweifellos. Denn der Mann hat Humor wie auch der/die Autor/in des launigen Textes zu einem Konzert am 23. Juni 2017. "Die Vorstellung, dass sich Fans seiner Musik mit Schusswaffen eindecken müssen, wäre ihm indes sicher fremd ..." (Quelle:…

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Poröser Journalismus und die Vielfalt des Wirklichen

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Was eigentlich ist das? Seriöser Journalismus? Der wird immer gerne gefordert, ist vielleicht schon da. Was macht Journalismus seriös? Die Antwort ist nicht bekannt. Journalismus ist eigentlich nie seriös, denn er ist ja Journalismus. Gibt es etwa so etwas wie seriösen Betrug. Seriöse Betrüger und unseriöser Betrüger im Kampf um seriöse und weniger seriöse und sogar unseriöse Betrogene. Ich plädiere für den Begriff des porösen Journalismus. Porös ist er für den Fall, dass er…

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„Chancen für den freundlichen Deutschen“

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Es gehört vielleicht zu den ganz besonderen Eigentümlichkeiten, insbesondere bei den Deutschen, dass sie sich in fast jeder Situation als zu kurz gekommen auffassen. Egal wo, immer benehmen sich vor allem die anderen falsch. Im Verkehr, im Beruf, in der Schule, der Kultur, im Sport. Und in der Politik und Bildung. Es ist einigermaßen nicht nachvollziehbar, woher dieses Ohnmachtsgefühl stammt. Obwohl, ein Ohnmachtsgefühl ist es ja gar nicht, sondern eher eines des permanenten Neids.…

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Intelligenter Schulranzen erfunden [Jugend forscht 2005]

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Ein Blick zurück in das Jahr 2005 ist ganz erstaunlich. Damals gab es noch die Rubrik "Forum Pisa" im Deutschlandfunk. Man hat sich über die Entwicklungen im Bereich der schulischen Bildung jeden Freitag vormittag befasst. Schuld daran war der sogenannte PISA-Schock, der dem deutschen Schulsystem ein gewisses Versagen bescheinigt hatte. Es bestand Handlungsbedarf, so fühlte man es und überschlug sich in aktionistischem Getue. Zumindest hatte man den Schock so empfunden. In Wirklichkeit änderte sich…

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Chili-Sauce als Messinstrument

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Auf solche Ideen muss man erst einmal kommen. Der aktuelle Polizei-Newsletter berichtet von eine Untersuchung von Wissenschaftler an der Ludiwg-Maximilians-Universität München zum Thema "Musik und Aggressionen". Dabei spielte man männlichen und weiblichen Probanden jeweils geschlechtszugeordnet männer- bzw. frauenfeindliche Musik vor. Welche Musik genau gewählt wurde, wie sich die Gruppe der Versuchspersonen zusammensetzte, geht aus der Mitteilung leider nicht hervor. Nach entsprechendem Musikkonsum erhöhten sowohl Männer als auch Frauen die Dosis scharfer Chili-Sauce, die sie…

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Sennett und die Ratlosigkeit

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Richard Sennetts reichhaltiges Buch “Respekt im Zeitalter der Ungleichheit” (Berlin 2003) ist eine schöne und komplexe Studie zur Frage der Herstellung von Respekt und seiner Verwirklichung bzw. seiner Verhinderung. Zahlreiche Schilderungen einzelner Phänomene, autobiographischer Art wie aus der Welt der weiten Soziologie und Politikwissenschaft, werden angeführt, analysiert und im historischen Kontext begriffen. Ein Buch, welches dennoch mehr Fragen hinterlässt als Erklärungen. Solange Sennett im historischen Kontext bleibt, ist eigentlich immer alles sehr klar und…

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