Ohne Musikkritik, kein Konzertleben?

Auf diese Pointe läuft die These hinaus, die Peter Hagmann, Musikkritiker der Neuen Zürcher Zeitung, in seiner Laudatio auf Benedikt Leßmann anlässlich der Verleihung des Reinhard-Schulz-Preises für zeitgenössische Musikpublizistik abhob.

Allein, wenn es aus ist mit der Konzertkritik, dann verlöscht auch das Licht im Konzertsaal. Ohne Kritik keine Musik, es ist ganz einfach und alles andere als überheblich. Die Musikkritik bildet den öffentlichen Resonanzraum für die Musik. Gibt es diesen Raum nicht mehr, resoniert auch nichts mehr. Davon sind dann auch Sie betroffen als Zuhörerinnen und Zuhörer. Und Sie als Komponistinnen und Interpreten. (Quelle)

Aber stimmt dies? (mehr …)

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Meine Stadt klingt: Nordenham

Willst Du wissen, wie es um die musikalische Situation einer Stadt bestellt ist, mache einen musikalischen Wettbewerb. Genau das hat die Stadt Nordenham am Weserstrand jetzt getan. Sie sucht eine…

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Ausklang zum Wochenende

Also am Wochenende will ich schon meine Ruhe haben vor der Aufgeregtheit der Welt. Man ist da gewiss privilegiert. Für viele Menschen ist das Wochenende nie eines, weil der Kummer,…

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Die Kunst der Sequenz – Musikalische Analyse II

Hier sehen wir einen frühen Beitrag zum „neuen Konzeptualismus“: Charlie Chaplin und Buster Keaton mit einer Aufführung von „Generation Thrill“ aus dem Film-Klassiker „Limelight“.

Charlie Chaplin and Buster Keaton (limelight… von Mallu-palace

Es geht hierbei um eine Dekonstruktion des Konzerts als Desavouierung des Aktes der Kontemplation. Die beiden Akteure, aus linguistischer Sicht und zur Abgrenzung gegen den sonst missverständlichen Gebrauch, nachfolgende Aktöre (Referent, Signifikanz, Signifikat oder Siggifikant) genannt, betreten die Bühne eines Theaters musikalischer Grausamkeiten. Deutlich zeigen sie, wie scheinbar periphäres Agieren zum Zentrum ihrer eigenen performativen Distanz dissoziieren. Wie wenig ihnen es um die Musik geht, geht aus der Unspielbarmachung ihrer anderen Aktöre (der Instrumente) hevor. Hier wird alles zur Disposition gestellt. Noch der Kampf um die Spielbarmachung von bedrucktem Papier (Noten) stellt die Frage, wie sehr Anweisungen (Noten sind ja nichts anderes als Anweisungen, Regeln, Konventionen und quasi autoritäre Entitäten) am Ende überflüssig sind.

Kampf um gesellschaftliche Anerkennung

Auch die Austauschbarkeit der Instrumente wie ihre Spielweise (Violine linkshändig oder rechtshändig), zerstört oder aus dem Ärmel gezaubert, wird vorweggenommen im Spiel der verschieden langen Beine des Aktörs in weiten Hosen. Es ist der Kampf um gesellschaftliche Anerkennung, es geht um die Kritik des Defekts, die hier nicht sinnfälliger zum Tragen kommt.

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Mehr über den Artikel erfahren The Art Of Flötentöne
Speersitz statt Sperrspitz. Foto: Hufner

The Art Of Flötentöne

Jetzt habe ich mich aber ganz schön in Bedrängnis gebracht. Ein bisschen war der Wunsch, an dieser Stelle täglich irgend etwas vollkommen Kluges, Tiefsinniges oder eben absolut Absurdes ins Netz zu stellen. So ein bisschen den Wind aus den Segeln der Nachrichten zu nehmen und nicht mitzählen zu müssen, wie häufig der Vorhang kam bei so einer Premiere. Ein bisschen auch die Sachen hingeschmiert sein lassen.

Nun kommt die Steuererklärung dazwischen. Beziehungsweise der Umbruch der neuen musikzeitung, meines kleinen Steckenpferdes in Sachen Publizität. Die Kollegen ächzen ja unter Politik & Kultur nicht schlecht und unter der JazzZeitung, die heute, ein bisschen Werbung darf sein, online auch zu kaufen ist als PDF. Noch bevor sie gedruckt beim Leser ist.

Wo war ich stehen geblieben. Steuererklärung, ächzen und so. Ja. Ab und zu die Herausgeber durch die Schleuse lotsen, derweil diese Urlaub machen. Es ist also nicht so einfach, wenn man noch einen Job hat, so ein Blog mitzubetreiben. Aber auch nicht so ganz schwer. Leute, Menschen: bloggt, sonst tuts kein anderer. Twitter und Facebook und Google+ sind nett. Aber Herzblut und Bloggen, das gehört einfach zusammen und gehört der Bloggerszene.

Verbunden sei das mit dem Versprechen, regelmäßig hier was passieren zu lassen. Wer nix verpassen will – und es wird hier viel zu verpassen geben – kann sich über die Benachrichtigungsfunktion oben rechts neben dem Text eintragen und bekommt dann pünktlich Infomails. (Austragen geht natürlich auch.)

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Wahlkampfmusik und GEMA

Es gab Zeiten, da haben Parteien Aufträge für Wahlkampflieder erteilt. Musiker, die einer Partei auch nahe standen, haben dann ein paar Lieder geschrieben. Keine Straßenfeger allesamt. Und schwer zu sagen, ob man wirklich wollte, dass die als Kopien durch die Welt geistern oder nicht oder Copy Control am Ende mit Abmahnungen musikpolitisches Engagement ahndet.

Die Zeiten, als man noch die Zeilen passend zu den eigenen Zielen dichtete und dies in mehr oder weniger volkstümlicher Weise unter die Ohren und zwischen die Hirne zu pressen versuchte, sind vorbei. Die maßgeschneiderten Songs sind passé.

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Fotobombing mit Johannes Kreidler

Als wir uns zur Berichterstattung über den Reinhard-Schulz-Preis für zeitgenössische Musikpublizistik nach Darmstadt begeben hatten, konnten wir noch nicht ahnen, wessen Geistes diese Veranstaltung sein sollte. Ein Blick in Johannes…

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Andacht

Wieder mal ein Konzert mit neuer Musik besucht. Die wilde Kirche der neuen Musik ist doch voller Andacht. Wenn die Avantgarde immer nur die Töne neue macht, aber ihre institutionelle…

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