Kulturinfarkt? Kulturinfarkt!

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Ein Buch macht die Runde und er hallt ein Aufschrei nach dem anderen durch das Land der Dichter und Denker. Vier Autoren, die alle von irgend etwas eine Ahnung haben, rühren die Kulturmacher auf „KULTURINFARKT“. Das Erstaunliche dabei ist, es handelt sich bei den Autoren ausnahmsweise nicht um Banker oder Politiker, sondern um selbst im Kulturbetrieb verankerte Menschen. Die Reaktionen sind leider hilflos. Über alle Maßen hilflos. Zum einen handeln sie die Sache auf…

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Potentiale von Technik bei Adorno: „Nicht die Technik ist das Verhängnis“

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Eigentlich bin ich immer davon ausgegangen, dass Adorno ziemlich große Probleme hatte mit der gesellschaftlichen Einschätzung von "Technik", die verknüpft ist mit den Begriff des Fortschritts. Gewiss hätte man auch wissen müssen, dass dies nicht so unbedingt der Fall ist. Klar, die Linie zog Adorno von der Steinschleuder zur Atombombe. Aber er zog auch eine von Bach zur musique informelle. Letztere blieb eine Vorstellung, die nie real wurde. Aspekte aber zeigten sich. Neulich habe…

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Das Prinzip Heuchelei

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Ich glaube zu wissen, dass der ganze Streit um Wulff als Bundespräsident eigentlich auf nicht mehr oder weniger das hinausläuft, was unmöglich ist: Die Abschaffung des Amtes. Das angeblich höchste Amt im aktuellen deutschen Staate, zugleich tituliert in der Herabwürdigung auf die Funktion eines Grüßaugust, das kann nicht funktionieren; und schon gar nicht mehr heute, mit den Personen, die uns zur Verfügung stehen oder angeboten werden im Parteiengekungel und die glücklicherweise vielleicht noch selbständig…

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App! Napp! NapperlapApp! – Das Ende des Internets wie wir es bisher kannten

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Ich bin fast fest davon überzeugt, dass gerade das Internet in seiner bekannten Form verschwinden wird. Zumindest für die große Maße der Netzkonsumenten. Der Gedanke, man müsse den Inhalt retten (Blogs und nutzergenerierte Inhalte zum Beispiel), um damit den Status wiederherzustellen, den Blogs einmal hatten und zu dem auch gehörte, mehr oder weniger Besitzer der Daten zu sein, zu wissen, wo sie liegen und selbst einigermaßen darüber zu verfügen, dieser Status ist eine schöne…

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The winner takes it all [Karl Jaspers 1962] | Information und Geld

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Ab und an ist es einfach rückwirkend erhellend, wie sich früher Autoren Problemen angenommen haben, von denen man meinen könnte, sie beträfen nur die aktuelle Zeit. Karl Jaspers hatte 1962 sich Gedanken darüber gemacht, wie man mit Informationen umzugehen hat. Wem man vertrauen kann und was sie konkret bedeuten. Er klagte: "Die Überschwemmung durch Zeitungen und Bücher ist nicht zu umgehen, wenn Freiheit der Information sein soll. Man ertrinkt in der Flut, die als…

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Vertrauen und Politik [Luhmann]

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Liegt schon lange bei mir herum. Vor allem die nachfolgende Passage harrt der Deutung. Luhmann schreibt 1968 (!, erste Auflage): Die Metapher vom 'Staatsvertrag', durch den freie Naturmenschen sich selbst oder dem eingesetzten Souverän Vertrauen gewähren, entspricht keine Wirklichkeit. Gewiß: der Staatsbürger wählt. Aber die politische Wahl ist keine Beauftragung mit Interessenvertretung. Der deklarierte Leitgedanke dieser Institution lautet, daß die gewählten Volksvertreter nach Kriterien des Gemeinwohls zu entscheiden haben. Aber sie beanspruchen souveräne Entscheidungsgewalt,…

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„Leere ist Verbrechen“ – Ornament ist Leben

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Vielleicht sollte man sich doch gelegentlich mal wieder orientieren. Auch wenn es keinen Spaß verspricht. Die schnellen Medien erzeugen einen Rausch. Plötzlich kann man überall dabei sein. Überall mitreden. Überall wird exponiert, geredet, abgebildet. Die Präsenz ist die Existenz. Wer nicht da ist, existiert nicht. Und es gibt kein zurück. Und so wird jeder gewonnene Zeitraum zu einem Zeitraum, der Besetzung verlangt. Es darf keine freie Wiese geben in der einmal nichts geschieht. Denn…

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Tagesdings – Fünf Bemerkungen

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1) Es wird schon sehr viel Zeit damit zugebracht, darüber nachzudenken, worüber jemand anderes vielleicht nachdenken könnte. 2) Seit wann ist es eigentlich üblich, in Mails unter den Namen (des Absenders) auch noch eine Berufsbezeichnung zu setzen? 3) Kann es sein, dass wir gerade das Zeitalter der Wichtigkeit erreicht haben? Ego-Trips der Vergangenheit mal als Ausnahme angenommen. 4) Angenommen, die Beobachtung stimmt, was heißt das für die Gegenwart und die Zukunft? a) In dem…

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„… quoll aus schwarzen Tasten Heiterkeit schwerflüssig in die ausgestorbene Welt“ [Kracauer]

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"Ein Klavier stand in dem Raum, Gianino konnte nicht widerstehen, er schlug die geliebten Melodien an, und von Tassengeklirr dünn kontrapunktiert, quoll aus schwarzen Tasten Heiterkeit schwerflüssig in die ausgestorbene Welt." Ist einfach immer wieder gerne gelesen, zwischendurch, die Aufsätze aus den 20er Jahren, Kritiken zu Spengler, Kafka, Sinclair, Plessner und so vielen anderen. Besonders aber seine richtigen Feuilletons.

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