Stadtschmuck der Stadt Halle

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Die Toten kann man nicht mehr wecken. Neulich fuhr ich wieder durch die Republik mit dem Zug. In Halle machte der Station. Ein bisschen weiter in der Stadt dann eine Unterführung, buntest bemalt mit dem Hinweis, dass es sich hier um eine Christoph-Maria-Händel-Stadt handle. Und ich Trottel dachte noch, es wäre einfach Halle. Mal im Ernst. Was kann der Händel dafür, dass er mal in Halle hielt. Und was kann Halle dafür? Was kann das heutige Halle dafür? Nichts. Sachsen-Anhalt halt, das…

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Tiefschulreform

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Das ganze Problem steckt darin, dass die Anforderungen in die Zeit der höfischen Bevormundung zurückgefallen sind. Mochte in den 60er Jahren der Reformprozess noch von unten kommen, den Studenten nämlich, und wehrten sich die Professoren dagegen, ist es heute umgekehrt. Der Reformprozesse kommt von oben, die Professoren wehren sich nicht und die Studenten dulden es. Sie sind ohnehin politisch solange irrelevant wie sie sich nicht selbst als Agenten der Forderungen formieren. So haben wir die perfekte Herrschaft der Kontrolleure. Es hat lange…

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Novalis und das Interesse

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Bei der Lektüre von Aphorismen von Novalis tauchen einige ganz bezaubernde Gedanken auf. Sie sind für den Bildungsbereich durchaus fruchtbar. 35. Interesse ist Theilnahme an dem Leiden und der Thätigkeit eines Wesens. Mich interessirt etwas, wenn es mich zur Theilnahme zu erregen weiß. Kein Interesse ist interessanter, als was man an sich selbst nimmt; so wie der Grund einer merkwürdigen Freundschaft und Liebe die Theilnahme ist, zu der mich ein Mensch reizt, der mit sich selbst beschäftigt ist, der mich durch seine…

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Leistungsschutzrecht für Presseverlage – die peinliche Realität

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Seit heute Gesetz, das Leistungsschutzrecht für Presseverlage. Kurz gesagt müssen Aggregatoren oder auf Presseinfomationen spezialisierte Suchmaschinen Lizenzen dann erwerben, wenn sie Presseprodukte ausschnittsweise in Ergebnislisten anzeigen. Das Gesetz gilt auch für Presseverlage, die das nicht wünschen. Man muss um Erlaubnis fragen und die Lizenz-Kosten ermitteln, seien sie auch Größe 0. Google hat das gemacht. Im Vorfeld. Presseverlage mussten sich dazu äußern, ob sie es wünschen, dass Google sie in Ergebnislisten führt oder nicht. Google wollte aber auf keinen Fall Lizenzgebühren entrichten. Die…

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Kritik und Foto

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Gerade habe ich im Blog von kwerfeldein (Foto-Magazin) einen Text über das ultimative Foto gelesen, das es ja nicht gibt. Insofern ist Kritik eine natürliche Sache. Das ist in anderen Bereichen der Kunst nicht anders. Kritik gehört zur Kunst. Martin Gommel führt dabei einen Haufen von „kritischen Bemerkungen“ an, die sich in Kommentaren zu Fotos im Blog befinden. Und er zeigt an, dass es mit dem Niveau der Kritik selbst nicht unbedingt zum besten gestellt ist. Dem will ich nicht widersprechen. So…

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Fotografie ist keine Kunst

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Warum eigentlich sowieso alles ziemlich wurscht ist, weil sich alles schneller ändert, als man denken kann. Negative züchten sich noch bevor sie sich manifestieren. Photographie ist keine Kunst. Mit den neuen Medien ist Photographie überall und immer. Wir überschwemmen die Welt mit Abbildern von Kurzmomenten. Die Chemie allein wandelte sich in digitale Arbeitsprozesse der Manipulation, die ihre Herkunft nicht unterschlagen haben: Abwedeln, Retuschieren, Härtegrade des photographischen Papiers simulieren … Über das Internet vervielfältigt sich jeder Moment in bis zu millionenfacher Reproduktion. Und…

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Symphonie der Farben

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Dieser Aschenbecher gehört womöglich zu den jämmerlichsten seiner Art. Am Rande einer Begräbnisfeierlichkeit fanden sich diese ertrunkenen Raucherstummel in der Symphonie eines Farbzweiklangs. Da flossen der Tränen reichlich vom Himmel herab. Drinnen besann man sich des Trauerns frei, während draußen die ganze Welt zu jammern schien. Todestrieb der Zigaretten. Vom Tobaccoland ins Niemandsland. Ich glaube, es war Thomas Meinecke, der einmal Künstlichkeit gegen Authentizität verteidigt hat. Der Drang nach Authentizität bringe einen um die Möglichkeit, seine Position zu verlassen. Das Schauspielern, das…

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Wie einmal die Atomkraft die Seelen der Kinder einer großkotzigen Kleinstadt rettete

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In meinem kleinen Städtchen ist die Bevölkerung von ausgesuchter Klugheit. Wir haben hier die angeblich kinderstärkste Population innerhalb Deutschlands. Hierher hat es viele Berliner verschlagen. Viele Ostler hat es dagegen heraus geschlagen. Sie mussten wegen Alt-Ansprüchen oft ihre Buden räumen. In Kleinmachnow liegt so manches Kriegsbeil offen auf der Straße. Obwohl? Jetzt auch nicht mehr. Man hat sich ausgetauscht. Nicht im Sinne von Kommunikation, sondern im Sinne örtlichen Bewohner. Statt Trabbis oder Wartburgs fahren oder stehen hier Suffs. Als Zweitwagen wohlgemerkt. Man…

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Zeitalter, das unser Leben frikassiert – Friedell 1928

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„Im Gegensatz zur späteren Zeit, war die bürgerliche Durchschnittsfrau damals meist tätiger als der Mann, dafür aber an geistigen Dingen fast uninteressiert, während dieser, infolge der vielen freien Zeit, die ihm zur Verfügung stand, allen Fragen der Bildung eine weit höhere Anteilnahme entgegenzubringen vermochte als heutzutage. Und dazu kam noch der relative Mangel an Ablenkungen und Zerstreuungen, an Lärm jeglicher Art, von dem unser ganzes heutiges Dasein bis in die Stunden der Erholung hinein erfüllt ist: keine täglichen Riesenzeitungen und Massenversammlungen, stündlichen…

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