Zwischenstand

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An sich geärgert: Bestellung über das Internet falsch gelaufen. Wird an eine ungültige Adresse geliefert. Man sollte nicht nach 22 Uhr Bestellungen aufageben. An sich gefreut, dass der Versender so schnell zu liefern in der Lage ist, aber verärgert gewesen, weil eine Korrektur per Email, 14 Minuten nach Eingang der Bestellbestätigung erst zur Wirkung kommen konnte, als die Dinge da verpackt waren und dem Transportunternehmen übergeben. Auf den Versandkosten bleibe ich sitzen. Kein Pappenstiel.…

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Osten 8.7.07

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Das Auge ist einfach besser in der Darstellung und Aufnahme. Aber es geht so auch gerade noch.

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Schawan

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„Bericht zur theo- äh technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands“

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Sendungsbewusstsein

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Wir befinden uns im tiefen Tal der toten Trackbacks. Und es geschah, dass die Blogs wie in einem Riesenschwall aus Nichts im Trackbackfeuerwerk verglommen. Nur noch Trackbacks allenthalben, wie in einer atomare Kernschmelze … alles vorbei. Apokalyptische Blogbahnen zuseln ringsüberall exponentiell mit Überqualschwall. (Auf eine Anregung von Don A. – linklos, lieblos).

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Auchzeichen

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Sagste was oder hältste die Klappe, das musste ich mich fragen, als ich heuten TagzuTag-Kommentar des Berliner Tagesspiegel lesen durfte. Ulrich Zawatka-Gerlach lobt Momper für das Rauchverbot im Berliner Parlament. Die Begründung am Ende seines Miniaufsatzes: „Wenn die Berliner künftig in qualmfreien Kneipen sitzen, dann soll es unseren Abgeordneten im Parlament nicht besser oder schlechter gehen.“ (Nr. 19596, Seite 9) Nicht besser und nicht schlechter, das Parlament als Pangdong zur Berliner Kneipe. Das hat…

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Und das Urheberrecht wird wohl durchgewunken

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"Der Gesetzentwurf zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft (16/1828) ist am Mittwochvormittag im Rechtsausschuss mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen und der FDP angenommen worden. Die Linksfraktion stimmte dagegen; die Grünen enthielten sich. Für den morgigen Donnerstag ist die Verabschiedung durch das Plenum des Bundestages vorgesehen." Und so wird es aller Wahscheinlichkeit nach auch passieren. Ein jahrelanges Gezeter geht zu Ende. So richtig zufrieden ist niemand, aber recht zufrieden dürften Wirtschaft und Verwerter sein.…

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Allianzen, merkwürdig

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Gestern prominent gemeldet im Berlin-Teil des Tagesspiegel (links unten), heute an gleicher Stelle ein weiteres mal: Eine Veranstaltung mit dem Titel “Werte verboten? Was Kinder stark macht”. Soll morgen in der European School oft Management and Technology um 12 stattfinden. Mit von der Partie der Leiter des Internats Salem, Bernhard Bueb, die Vizefraktionschefin der Grünen im Bundestag, Krista Sager; moderiert von der stellvertretenden Chefredakteurin des Tagesspiegel, Ursula Weidenfeld. Als Veranstalter zeichnen Tagesspiegel und, jetzt kommts, die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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Schwieriges Leben

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Sind wir nicht alle etwas unwichtig? Und was mir da noch gleich einfällt: Knackarsch wäre mir auf Dauer zu laut. Ich bevorzuge die Knackhalslaute. Die ist leiser.

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Fähler, Fäählör

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„Das ungeprüfte Übernehmen von angeblichen Zitaten, die dann auch noch aus dem Kontext gerissen werden, ist der Einstieg in den Gossenjournalismus.“
Don Alphonso in der Blogbar unter der Überschrift: Dreck von unten? – Lieber nochmal Nachfragen zum Fall Jörges

Ich habs jetzt noch mal geprüft, ein Zitat ist es auch (also als Zitat gekennzeichnet, durch so Häkchen am Rande) und aus dem Kontext gerissen ist es zwangsläufig, denn danach kommt noch erstaunlich viel Text. So weit so einig, das vorab. Die Konsequenz als „Einstieg in den Gossenjournalismus“ zu bezeichnen ist sicher nicht verfehlt, aber doch zumindest verkürzt. Es ist einfach ein Fehler den man da produziert oder weiterverbreitet. Ich möchte nicht wissen wie viele Dementi es allein heute in irgendwelchen Redaktionen oder Blogs wegen irgendwas hagelt. Das von DA bezeichnete Phänomen kann genauso ein „Einstieg“ in die (Gossen)Wissenschaft sein in die (Gossen)Rechtsprecherei.

Mit Äußerungen, wie immer sie festgehalten werden, objektiviert sich ein Gedanke zu einer Tatsache. Ganz berüchtigt und verbreitet war in der Adorno-Rezeption die Ansicht, dass Adorno Strawinsky nicht leiden konnte und Schönbergs Musik verehrt habe. Zum Beweis führt man die „Philosophie der neuen Musik“ heran. Oder – anders – dass Adorno eine Gegner der Zwölftontechnik war (was mit der Schönberg-Apologie gleichzeitig gerne kollidiert ist). Aus dem Zusammenhang gerissen stimmt vieles, ist viel gesagt worden, lässt sich alles Mögliche feststellen. Wenn es dann Verbreitung findet, kann es passieren, dass es zur „Wahrheit“ wird, die aber falsch bleibt. Gegen daraus entstehende Vorurteile gibt es kaum ein Gegenmittel; sie werden zu Selbstläufern. Manchmal ist das alles aber auch so nebensächlich, dass ein Insistieren auf einer differenzierten Sichtweise das Gegenteil von dem bewirkt, was man beabsichtigt haben möge.

Ich erinnere nur einmal daran, dass auch Worte des Sascha Lobo über Werbung und Kultur möglicherweise ebenso dem Zusammenhang des Gesagten entrissen worden sein mögen. Mein Gott, daran hat niemand Schaden genommen, es ist ein Blogspiel der Gegenwart.

DA hat schon recht. Aber die Konsequenz, die dahinter steht, wäre eine andere. Walter Benjamin hat das, in ebenfalls missdeutender Art und Weise für sein Passagenwerk geltend machen wollen.

„Methode dieser Arbeit: literarische Montage. Ich habe nichts zu sagen. Nur zu zeigen. Ich werde nichts Wertvolles entwenden und mir keine geistvollen Formulierungen aneignen. Aber die Lumpen, den Abfall: die will ich nicht inventarisieren sondern sie auf die einzig mögliche Weise zu ihrem Rechte kommen lassen: sie verwenden.” Walter Benjamin, Das Passagen-Werk, Erster Band, Frankfurt/M. 1983, S. 574

und

„Diese Arbeit muß die Kunst, ohne Anführungszeichen zu zitieren, zur höchsten Höhe entwickeln. Ihre Theorie hängt aufs engste mit der der Montage zusammen.” ebenda, S. 572

Womit sich übrigens in diesem Zusammenhang wieder hübsch spielen ließe. Lumpen, Abfall …

„Zitate in meiner Arbeit sind wie Räuber am Weg, die bewaffnet hervorbrechen und dem Müßiggänger die Überzeugung abnehmen.“ Walter Benjamin, Einbahnstraße, Frankfurt/M. 1977, S. 108.

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