Erzeugung von Misstrauen

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Im Gästehaus der Rhönklinik in Bad Neustadt untergebracht, erkundigt man sich selbstverständlich auch über etwas wie die Hausordnung. Eigentlich gehe auch ich von der Anwesenheit ganz gewöhnlicher Menschen sogar an diesem Ort aus. Doch das Misstrauen wird geschürt, wenn man lesen muss, dass das Wertfach im Zimmer nicht versichert sei. Dabei ist das sogar schon eine Art Tresor. Gegen ein Pfand von 10 Euro kann man aber ein Wertfach mieten, welches bis zu 500 Euro versichert ist. Da wird einem ja mulmig. Und mittlerweile gehe davon aus, dass die Probleme womöglich gar nicht von den Gästen des Hauses herrühren sondern von den Mitarbeitern – nicht der Putzkolonne sondern den Ärzten. Erfahrung lehrt die Eintragung des Hinweises an die Gäste. Aber vermutlich muss man das machen, damit im Falle eines Falles alles geklärt ist. Wie auch immer. So unschuldig, wie man sich die Umgebung wünscht, ist sie dann offenbar nicht. Und dann wird man misstrauisch.

»Als Einrichtung des Gesundheitswesens bitten wir Sie darüber hinaus, Alkohol nicht missbräuchlich zu zu genießen. Rauchen in den Zimmern und auf den Balkonen ist nicht gestattet.« (Das geht nur in der Cafeteria! – aber natürlich auch nicht missbräuchlich!)
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Einsamer Ort

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Hier das Örtchen im sechsten Stock eines Gästehauses eines erstaunlichen Klinikums. Die Aktionäre pieseln sicher woanders. Und ich muss noch viel lernen.

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Gesundheitssystem – (-1)

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Es kann nicht klappen, weil es nicht klappen kann. Eigentlich müsste man das ganze gesundheitspolitische System mal in allen Details zunächst darstellen, damit man sehen kann, was ich vermute, dass keine noch so intelligente Steuerung seitens der Politik funktionieren kann. Aber auch schon die Selbststeuerungssysteme innerhalb des ganzen Funktionsrahmens sind defekt.

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Kalenderblatt Dezember 2006

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Noch wird da gearbeitet. Eine absterbende Kunst und Arbeit. Die Fabrik ist verkauft, der neue Ofen wird schon gebaut. 900 Stück in 8 Stunden oder in einer? Das ist die Frage, die sich dem neuen Besitzer stellt. Bald vorbei und Menschen arbeitslos, hochqualifizierte zumal. IKEA-Lifestyle. Nichts hat mehr Wert.

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In der Mitte der Wirtschaft [2006] – Rechtes Gedankengut, billig

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Nachtrag zum vorhergehenden Beitrag. Wie tief die Dummheit und die Dreistigkeit geht, zeigt die von Google eingeblendete Werbung bei der Suche nach „rechtes Gedankengut in Bayern.“ Es folgt ein Screenshot! — keine Werbung: Man könnte es ja glatt für komisch nehmen. Aber es ist dies der schon längst automatisierte Terror. Machen wir halt den Preisvergleich. Ich fasse es nicht.

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In der Mitte der Wirtschaft

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Nachtrag zum vorhergehenden Beitrag. Wie tief die Dummheit und die Dreistigkeit geht, zeigt die von Google eingeblendete Werbung bei der Suche nach „rechtes Gedankengut in Bayern.“ Es folgt ein Screenshot! — keine Werbung: Man könnte es ja glatt für komisch nehmen. Aber es ist dies der schon längst automatisierte Terror. Machen wir halt den Preisvergleich. Ich fasse es nicht.

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Bayern vorn

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Relativ klein blieb die Reaktion der Öffentlichkeit auf eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung mit dem Titel „Vom Rand zur Mitte“: Präsentation einer bundesweiten Repräsentativbefragung zu rechtsextremen Einstellungen in der deutschen Bevölkerung (hier als pdf). Weder ging das groß durch die Zeitungen noch war es offenbar ein Thema für Alpha-, Beta- und Omega-Blogger. (Muss es auch nicht, die haben genug mit der Selbstorganisation der Alpha-. Beta-, Omega- und Web2.0-Welt an der Backe). Dennoch zeigt diese Studie,…

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Die Chinesen machen mir Angst

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Heute habe ich gemerkt, was der Chinese wirklich will. Er will Content, Inhalt. Zackig und sofort und in jedem Zusammenhang. Irgendwelche zwei chinesische Wolfs-Crawler haben soviel von meinen Seiten gesaugt, dass der ganze Server lahmte. Und ganz zwei Tage hat es gedauert, bis ich eine Strategie gefunden habe, um diese Saugorgie zu beenden. Und ich hoffe mal, dass es wirklich vorbei ist. Irgendso ein „larbin“ crawlte und crawlte. Die beiden Host kann ich auswendig:…

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Liebe Deutsche Bahn AG,

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ich finde es ja total gut, dass man euch privatisieren will. Denn dann könnt ihr machen, was ihr wollt. Noch mehr machen als ihr wollt. Warum ist es denn nicht möglich, Kinder zum Sparpreis in einen Zug zuzubuchen, wenn man als Einzelperson den Tarif wahrnehmen kann. Ich dachte, bis 14 ist kostenlos. Ein Fall für die von der Leyen? Aber die fliegt wahrscheinlich.

Auf der Suche nach der Möglichkeit zur telefonischen Kontaktaufnahme habe ich dann die wunderbaren Leistungen der Bahn wahrnehmen können:

Über die Rufnummer 11861 können Sie 24 Stunden an 365 Tagen kompetenten Service nutzen: mit allgemeinen Auskünften über Zugverbindungen und Fahrpreise im In- und Ausland sowie der Buchung von Fahrkarten und Reservierungen.

Ich warne vor Verwendung dieser Nummer, klein daneben ein Hinweis auf Tarifinformationen:

Für Ihren Anruf beim ReiseService über 11 8 61 gelten folgende Gebühren:
11 8 61 Auskunft der Bahn (Auskunft und Weiterleitung zu den entsprechenden Hotlines) 3ct / Sek.
Ab Weiterleitung zum ReiseService (Auskünfte über Zugverbindungen und Fahrpreise im In-und Ausland, Kauf von Fahrkarten und Reservierungen) 39ct/ angef. Min.
Ab Weiterleitung zu anderen Services der Bahn 12ct/ Min.

Das ist schon fast so ein Tarifdschungel wie sonst. Bahncard-Inhaber bekommen die Auskunft übrigens nicht billiger.

Ganz genau die schönen Tarifentschädigung, bei Zuspätsein.

Kundenfreundliche Entschädigung
Die Bahn verbessert Ihre Rechte als Kunde. So haben Sie beispielsweise einen Anspruch auf Entschädigung, wenn Sie mit Ihrem Fernverkehrszug durch Verschulden der Bahn mehr als 60 Minuten verspätet am Ziel ankommen.

Und so sieht sie aus die kundenfreundliche Entschädigung. Das ist Prosa vom Feinsten:

Sie erhalten sofort im Zug oder innerhalb der zwei Folgetage am DB Service Point und im DB Reisezentrum eine Gutscheinkarte, auf der die Verspätung dokumentiert wird.

Ergänzen Sie die Gutscheinkarte mit Ihren Angaben und reichen diese zusammen mit dem Original oder einer Kopie Ihrer Fahrkarte innerhalb eines Monats bei der Deutschen Bahn AG (DB Reisezentrum, DB Agentur) ein.

Wird der Betrag nicht direkt beim neuerlichen Fahrkartenkauf verrechnet, erhalten Sie einen Gutschein mit Gültigkeit eines Jahres. Beim Kauf Ihrer nächsten Fahrkarte, BahnCard oder Zeitkarte wird der Gutscheinbetrag verrechnet.

Bitte beachten Sie, dass der Gutschein nicht im Zug, am Ticketautomat, direkt während der Bestellung im Internet, am DB Service Point oder durch das Call-Center eingelöst werden kann. Der Betrag kann nicht gegen Bargeld ausgezahlt werden.

Das ist doch wahre Nächstenliebe. So einen Gutschein habe ich bei mir rumfliegen, da gab es ein Verspätung von 5 Stunden, den Gutschein konnte man sich erst am nächsten Tag bestätigen lassen, weil die Schalter am Bahnhof alle schon zu waren. (Aufwand, Auto und Zeit, 60 Minuten), und das alles für einen Erstattungsbetrag von etwa 15 Euro!

Liebe Bahn, ich liebe Dich. Du bist so kundenfreundlich. Dafür bekommst du von mir ein Zuckerl – dabei bist du ja sogar irgendwie staatseigen, oder? Meine Bahn sozusagen! Das habe ich gut gemacht.
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WeiterlesenLiebe Deutsche Bahn AG,