Fufball-WM-Song-Contest

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Also sowas oder sowas oder sowas oder sowas kann man unter worldcupwiki.org finden. Ein Angebot der Stuttgarter Zeitung, der Stuttgarter Nachrichten und der Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart. Die Sachen aus den Schulen sind nicht die Schlechtesten. Was sich da alles tummelt, da wird einem den Ohrschmalz flüssig. Das hier widme ich besonders Semmel, man muss nur Bocholt durch Mainz ersetzen.

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Aufmerksamkeitsdank

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!~~1/powerpoint.jpg|Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit~~!

Diese immer wiederkehrende Geschichte, einen Vortrag unter Powerpoint mit folgender Folie zu beenden.

Wenn dies aber auch noch unter dem Titel „Bayerischer Rundfunk – Intendanz – Medienforschung“ läuft, dann verwundert es zumindest mich doch sehr. Die gesamte Powerpoint-Präsentation selbst war ästhetisch so vorsintflutlich, dass einem über den Zustand des öffentlich-rechtlichen Rundfunk bange werde kann — wenn das nicht soundso der Fall war. Da flitzen einerseits Beschriftungen über den Bildschirm, da werden Musterbilder zur Versinnbildlichung genutzt, die nur noch zum Lachen sind, und da verabschiedet man sich eben so.

Gewiß, aufmerksam war ich schon, denn es ging ja um etwas. Doch der Satz „Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!“ hat mir nie so eingeleuchtet. Weder als Satz noch als Folie — noch als beides zusammen. Vielleicht sollte ich mal jeden Eintrag mit dieser Formel beenden.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
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taktlos 100 aus Kreuth

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Heute, Bayern2Radio, 21:30 bis 22:30. Oder im Internet streamen. Musikvermittlung — Ein Kurz-Schluss? „Außen Hui – innen Pfui?“ – Musik-Vermittlung zwischen PISA und Föderalismus-Reform. Die Ganztags-Schule solls bringen: Viel Zeit für Musisches am Nachmittag. Aber: Wo kommen die qualifizierten Angebote her? Wo die qualifizierten Lehrkräfte? Vielleicht von den Musikschulen, die eh schließen müssen, weil keine Zeit mehr für sie übrig bleibt? Welche Rolle kann in diesem Kontext der öffentlich-rechtliche Rundfunk spielen? Antworten liefern Hans…

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Fötusfunk

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Aus gut unterrichteten Kreisen verlautete, dass die ARD sich echt viel Mühe gibt, seine Hörerstruktur von Alters wegen, generell zu überholen. Demnach sei geplant und im Test, einen Babyfunk einzuführen. „Babies sind die Hörer der Zukunft“, sagten da die Herren Grotzky (BR) und Romann (NDR). Es sei sogar eine enge Kooperation mit der Firma Apfel aus Redmond geplant. „Man müsse nur den iPod micro mit einem gescheiten Empfänger ausstatten, dann könne man ihn (zunächst…

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Wenn der Mensch sie will, kommt auch die Kunst

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Wie man das Tautologische an der Musikvermittlung verhindert Das Thema „Musikvermittlung“ steht mittlerweile ununterbrochen auf der Agenda von Musikpädagogen, von Musikverbänden und musikalischen Institutionen. Anlässlich des 50. Geburtstages der neuen musikzeitung hatte man sogar eine Rubrik mit dem Titel „Musikvermittlung“ eingerichtet. Initiativen von Verbänden sind vielfältig, Orchester und Bühnen unternehmen unterschiedlichste Versuche, Musik zu vermitteln. Musik vermittelt wird freilich auch ohne diese Intitiativen fortlaufend. Das Radio vermittelt Musik, das Fernsehen vermittelt Musik. Musik muss…

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Ähnliches

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Ich bin sowas „Ähnliches wie eine Überraschung.“ Platz 4, abzüglich drago sogar dritter!

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Dr. Forschung:

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„Evidenzbasierte Bärwurztherapie“ - Doppelblindstudie. Einer bekommt Diesel, der andere Bärwurz und der Dritte gar nix. Erste Ergebnisse liegen vor. Diesel und Bärwurz haben in etwa die gleichen Aus- und Nebenwirkungen wie überhaupt. Aber gar nichts hilft auch gar nichts. Diesel ist aus der Zapfsäule schwerer zu dosieren als Bärwurz aus der Flasche. Aber höchstens zwei bis drei Doppelte hintereinander auf vollfettiches Essen und nur bei alten Säcken. Und im Zweifel lieber gar nicht.

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Tag des geistigen Eigentums

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Gestern war „Tag des geistigen Eigentums“ — hat aber kaum einer bemerkt oder? Wozu auch. Aus den Stellungnahmen einiger Organisationen sei aber etwas erwähnt. Der Deutsche Musikrat kommt zu der These:

Die Arbeit der Kreativen und die Leistungen der Kreativwirtschaft sind ein entscheidender Standortvorteil im globalen Wettbewerb, der erhalten und ausgebaut werden muss. Hauptproblem der aktuellen Situation ist das schwindende Bewusstsein für den Wert der Kreativität und damit für die Achtung und Anerkennung des geistigen Eigentums. … denn: Bewusstsein schafft Resourcen.

Bewusstsein schafft Unterhosen Ressourcen, das klingt nach alter Predigt. Frieden schaffen ohne Waffen. Alles neu macht der Mai. Morgenstund hat Gold im Mund. Usw. usf.

Ähnlich, aber mehr kindergartensprachlich kommt der Deutsche Musikverlegerverband umme Ecke:

Das Wissen um den Schutz des geistigen Eigentums ist in Deutschland noch zu wenig verbreitet. Ein solcher Tag sollte auch in den Schulen stattfinden, damit Kinder und Jugendliche frühzeitig den richtigen Umgang mit kreativen Schöpfungen und deren Wertschätzung lernen und begreifen, das eine Idee, also geistiges Eigentum dem Eigentum von greifbaren, materiellen Dingen gleichzusetzen ist. Und jedes Kind weiß, dass Diebstahl nicht erlaubt ist und bestraft wird.

Das Sandmännchen hat eine Geschichte für euch mitgebracht. Hier ist es eher die Präsidentin Dagmar Sikorski. Der gleichnamige Verlag hat gute Erfahrungen mit der Akquise „geistigen Eigentums“. Nun gut, das ist lange her. Aber so eine Gardinenpredikt hätte die Enkelin ihrem Großvater mal halten sollen, als es nötiger gewesen wäre. Bestraft ist man damals auch nicht so dicke geworden. Und nein, heute ist die Praxis der Musikverlage ganz auf die Kreativen gerichtet. [siehe auch „Praxis der Zwangsinverlagnahme“] Nur das Beste und nur Gutes lassen sie alle den Künstlern angedeihen. Die leben ganz gemütlich unter ihren Beschützern, die statt im Form des bösen, schwarzen Mannes nun mit Schippe und MP3-Player daherkommen.

Eine letzte noch. ver.di, die vereinigte Dienstleistungsgesellschaft mit den vollen Müllkörben, hat auch was gebracht. ver.di warnt vor „Verramschung von geistigem Eigentum“:

„Die Geräteindustrie soll den Reibach machen, während die Vergütung für die Kreativen, ohne deren Inhalte viele Geräte unverkaufbar wären, in den Keller rutscht“. So beurteilt Frank Werneke, stellvertretender Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), den Kabinettsentwurf der Bundesregierung zum „2. Korb Urheberrecht“.

Jaja, so einfach wird gerechnet. Nein, man wollte die Abgaben für Geräte an ihre Nutzung und prozentual an ihren Marktpreis koppeln. Statt fixer Preise eben relative. Der halbwegs gesunde Menschenverstand sagt einem, dass das eigentlich auf der Hand liegt. Dei Geräte werden in der Produktion immer billiger (und schlechter? und noch mehr gekauft). Was soll da eine fixe Abgabe, die nicht mehr marktgängig ist? Machen wir doch auch die Mehrwertsteuer fix. Alles kostet 12 Euro Mehrwertsteuer. Aber ver.di rechnet schon mal aus:

Einen Einnahmeverlust von 42 Prozent für Autoren, Filmschaffende, Journalistinnen, Musiker oder Übersetzerinnen allein aus dem Verkauf von DVD-Brennern haben Experten errechnet, wenn die Vergütung Kreativer künftig an die ständig sinkenden Gerätepreise gekoppelt werden. „Die Bundesregierung plant eine Umverteilung von 20 Mio. Euro zu Lasten von engagierten, oft unterbezahlten Kulturschaffenden“, kritisierte Werneke.

Das ist bedauerlich. Ich bin davon komischerweise nicht betroffen, obwohl ich doch schreibe wie Sau und dazu gelegentlich auch klug oder schön oder beides. Habe ich davon schon jemals einen Pfennig von der VG Wort gesehen? — Nö.

Jawohl, unterbezahlt sind zahlreiche Kulturschaffende. Und das ist bedauerlich. Aber es ist so. Wenn anderen das schnuppe ist, was da der kulturschaffende Nachbar so geistiges Eigentum schafft, dann wird das eben nichts. Kulturalmosen? Ach komm, ach geh. Sollen doch die Kulturschaffenden auf ihrem geistigen Eigentum sitzen und es horten, so wie Spekulanten auf ihren Bauruinen.

PS: War Ihnen dieser Beitrag etwas wert, dann vergessen sie ihn schnell, erzählen es bloß nicht weiter, denn das wäre böse und strafbar. Das ist hier mein Eigentum, mein Text mit eingeklauten Zitaten. Und nun schauen Sie, dass Sie fortkommen. Das Wetter ist übrigens Scheiße.

Nachtrag: Janko Röttgers über kanadische Musiker gegen das Verklagen ihrer Fans in der Netzwelt
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Maßgeblich

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Geträumt. Heute laufend irgendwelche Zugfahrten nach hier und dort. In einer sollte es nach München gehen. Kam aber so spät am Bahnhof an, dass ich in den erstbesten Zug gestiegen bin, der dann auch sofort losfuhr. Augenblicklich bemerkt, dass der nicht nach München fuhr. Fahrkarte hatte ich auch nicht. Der Schaffner (Zugbegleiter) recht freundlich, wollte mir helfen.

Der Zug ging nach Aachen und damit ganz woanders hin. Im Prinzip, dachte ich, reicht es, die nächste Station auszusteigen und umzukehren. Im Prinzip war das korrekt. Der Name des nächsten Haltebahnhofs war „Maßgeblich“. Ein ganz kleiner Bahnhof, so klein aber, dass dort kaum ein Zug halten wollte. Wäre ich also ausgestiegen, hätte ich eine Rückfahrt erst in weiteren vier bis sechs Stunden zu erwarten gehabt. Also bin ich weiter gefahren. Damit entfernte ich mich immer weiter vom eigentlichen Ziel, wohl aber hoffend, dass irgendwann doch ein prima Umstieg käme.

Doch jeder Bahnhof hatte keine Züge mit Reiseziel München oder zum Abfahrtsort anzubieten. So kam ich schließlich bis Solingen. Immer durch dieses ganze mittlere Deutschland durch, dessen Orte irgendwo im Niemandsland liegen. Aufgewacht.
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