Abbild und Eigentum des Künstlers

„Kunstwerke sind unvergleichlich viel weniger Abbild und Eigentum des Künstlers, als ein Doktor sich vorstellt, der Künstler einzig von der Couch her kennt.“ [Band 7: Ästhetische Theorie. Theodor W. Adorno: Gesammelte Schriften, S. 3749 (vgl. GS 7, S. 21) ]

Ist das nur eine Frage der Psychoanalyse und nur des Teils, den man von dort aus sieht. Es gibt ja recht wenig Passagen im Werk Adornos, die sich mit Fragen der Urheberschaft von Kunst (von Urheberrecht wollen wir gar nicht erst reden) befassen.

Oder könnte man sich das auch anders gesagt denken:

„Kunstwerke sind unvergleichlich viel mehr Abbild und Eigentum des Künstlers, als ein Ingenieur sich vorstellt, der Künstler einzig von der computergestützten Analyse her kennt.“ (Huflaikans Heimat)

Also, retour, ist Adornos Satz eher einer über Kunstbetrachtung und Künstler als einer über Kunst?

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der huflaikhan

Betreiber der Kritischen Masse seit 1995. Seit 2023 Wiederaufnahme. Promotion mit einer Arbeit über Adornos kompositorische und theoretische Auseinandersetzung mit der Zwölftontechnik. Arbeit für den Bayerischen und den Mitteldeutschen Rundfunk als freier Autor und Regisseur – zumindest bis Ende 2015. Online-Redaktion für neue musikzeitung, Jazzzeitung und Oper & Tanz. Unglücklich, aber fast taub.