„Ohne Rosenkohl wäre die Welt ein Irrtum“

Im letzten Oktober hatte ich kurzfristig eine Idee für ein kleines Büchlein zum Thema Musikvermittlung, bzw. Musikrezeption … ausgehend von Berichten aus der kulinarischen Welt, wie schwer es doch sei, den Rosenkohl als Mittel des Genusses und der Erkenntnis zu vermitteln. Was steht dem Genuss von Rosenkohl entgegen (wie zum Beispiel irgendwelche Schwefelgeruchsbestandteile beim Kochen)? Vielleicht ist auch die Zubereitung nicht immer ganz so wie sie sein könnte, vielleicht sind es auch frühe Rosenkohlerfahrungen (zu viel, „falsch“ zubereitet …), die späterhin den erneuten Zugang erschweren. Da sind dann olfaktorische, geschmackliche Ebenen so gebahnt, dass die eventuell später nicht mehr gut aufzubrechen sind. Wie Friedrich Nietzsche schon sagte:

Ohne Rosenkohl wäre die Welt ein Irrtum.

Friedrich Zwetschke

Rosenkohl schien mir dafür ein wunderbares Exempel zu sein, an dem sich, parallel zu Musikerfahrungen, darstellen ließe, wo Probleme auch im „Konsum“ von Musik ähnlich wären. Ich fand die Idee wirklich aufregend, aber ich komme rein gar nicht dazu, das auszuarbeiten. Allein diese Gliederung aus dem Urlaub vergilbt schon jetzt und vielleicht mag sie jemand aufnehmen.

Wie bringe ich Rosenkohl zu den Konsumenten?

  • Rosenkohl als Werk!
  • Rosenkohl, der Streit um den Urtext (das Rohe und das Gekochte)
  • Rosenkohl und Regietheater (verbrannt, vermatscht, roh)
  • Historisch informierte Rosenkohlgerichte
    • Abschweifung: Anbau von Rosenkohl
  • Einaudi und das Separatorenfleisch – die Mettigel-Parade
  • Experimentelle Rosenkohlrezepte
  • Rosenkohl-Influencer und -Podcasts
  • Künstlicher Rosenkohl (die Essenz)
    • Kann man Rosenkohl durch Fleisch substituieren?
  • Grenzen der Rosenkohlindustrie
  • Die Erschöpfung des Materials
  • Die soziale und therapeutische Funktion des Rosenkohl
  • Was ist Rosenkohl?

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der huflaikhan

Betreiber der Kritischen Masse seit 1995. Seit 2023 Wiederaufnahme. Promotion mit einer Arbeit über Adornos kompositorische und theoretische Auseinandersetzung mit der Zwölftontechnik. Arbeit für den Bayerischen und den Mitteldeutschen Rundfunk als freier Autor und Regisseur – zumindest bis Ende 2015. Online-Redaktion für neue musikzeitung, Jazzzeitung und Oper & Tanz. Unglücklich, aber fast taub.

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