People in sorrow …

Ich habe in der letzten Woche eine alte Aufnahme des Art Ensembles Of Chicago gehört. 40 Minuten beindruckend. Titel “People in sorrow” – was etwa übersetzt ist mit Menschen in Sorge/Trauer. Darauf eine Person klein abgebildet, die diese Sorge in sich trägt. Was für ein Unterschied zu diesem Menschenhaufen, den man als besorgte Bürger seit 2015 hofiert hat. Das sind sind keine Menschen mit Sorgen, sondern Menschen mit Ressentiment, Menschen mit Egoismus, Menschen ohne Empathie. Menschen voller Denkfaulheit, Menschen ohne Sinneskräfte, Menschen ohne sich selbst. Jetzt hätten die fast einem Neonazi zum Bürgermeisteramt verholfen. Das sind Menschen, die mindestens wenigstens Sorgen machen. Destruktive Menschen. Verhärtete, brutale, vernunftverachtende, denkfaule Menschen, die bestenfalls dem Jargon der Bequemlichkeit frönen, wie die Fleischhauers, Poschardts, Prechts, Gansers – von den bösartigen um Reichelt, Tichy, Broder und Co nicht zu reden … . Sie leben im Tunnel der Erkenntnisarmut und des postliberalen Dumpfsinns, den sie als Freiheitsbekundung verkaufen wollen.

Eichenprozessionsspinner! Heute auch erstmals im Wald gesehen.

Die Haltung allerdings schon lange.

Ich bin in Sorge.

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der huflaikhan

Betreiber der Kritischen Masse seit 1995. Seit 2023 Wiederaufnahme. Promotion mit einer Arbeit über Adornos kompositorische und theoretische Auseinandersetzung mit der Zwölftontechnik. Arbeit für den Bayerischen und den Mitteldeutschen Rundfunk als freier Autor und Regisseur – zumindest bis Ende 2015. Online-Redaktion für neue musikzeitung, Jazzzeitung und Oper & Tanz. Unglücklich, aber fast taub.

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