Ja, auch –

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„Alle Arbeit des Menschen ist für seinen Mund; aber doch wird die Seele nicht davon satt. – So gehe hin und iß dein Brot mit Freuden, trink deinen Wein mit gutem Mut; denn dein Werk gefällt Gott. – Es ist alles ganz eitel, sprach der Prediger, ganz eitel.“ Und ein Bild:  

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Huflaikhan, so kritisch wie die Sehnsucht.

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sagt der Sloganizer — hab ich bei Rainald Schückens gefunden. Huflaikhan!? Ja! Denn musizieren ist kritischer als murren. Huflaikhan - musizieren!? Nur studieren ist kritischer. Huflaikhan, mit dem kritischen Schrei der Dekadenz. Kritisieren mit Huflaikhan - unerbittlich werden mit Reserviertheit. Kritische Masse - die letzte Nuance von aufklärerisch!

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Geht mir auf den Geist:

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dieser Vorwurf des Populismus gegenüber Oskar Lafontaine und Gregor Gysi, wie er durch die Gazetten und Blog sich verströmt. Kritisiert die beiden, stimmt ihnen zu, aber macht es euch nicht zu einfach. Robert Leicht in der Zeit schreibt da beispielsweise:
Linker Populismus ist ungefährlicher, denn er scheitert immer an Zahlen und an den realistischen, um nicht zu sagen: egoistischen Selbsteinschätzungen der Bürger. [Quelle]
Unpopulistisch ist, wer realistisch ist; also wer in den Koordinaten der aktuellen Politik denkt. Die ist zwar auch nicht realistischer sondern nur konventionell in ihrem Wortschatz von Lohnnebenkosten, Binnenmarkt und anderem Wirtschaftgedöns (und geht immer noch davon aus, dass mit diesen Werkzeugen sich etwas ändern lässt). Aber gut schlecht. Alternatives Denken, gegenströmiges Anfassen; alles nur populistisch? Utopisches Denken als bloßer Schmodder? Thomas Morus nur ein Dummkopf in seiner Zeit und zurecht hingerichtet? [Wikipedia: „Sein Kopf wurde einen Monat lang auf der London Bridge zur Schau gestellt und dann von seiner Tochter Margaret Roper gegen ein Bestechungsgeld heruntergeholt.“]

Und auch der zweite Aspekt bei Leicht, dass linker Populismus an den Bürgern scheitere, scheint mir schief. Wikipedia hilft nicht weiter, steht aber im Kontrast zu dem Verwendungszusammenhang bei Leicht, was übrigens nichts unterstellen soll. Klassifikatorisches Denken ist ein Problem der Misere:
Populismus (nach lateinisch populus – Volk) ist die abwertende Bezeichnung für eine Politik, die sich angeblich unmittelbar nach dem Willen des Volkes richtet. [20.6.2005; 12:12]
„Angeblich“ steht da, besser wäre vielleicht „vorgeblich“. Doch das ist Kosmetik. Wäre nicht die korrekte Negation dann: „…die sich angeblich unmittelbar nicht nach dem Willen des Volkes richtet?“ Also das wäre eine unpopulistische Politik. Eine die sich nicht nach dem Willen des Volkes richtet.

Was aber dann genauso stimmte, wäre, dass man den Populismuskritikern vorwerfen darf, sie betrieben selbst Populismus. Und zwar in dem ganz banalen Sinn, den sie den „Populisten“ vorwerfen. Sie sind Multiplikatoren herrschender Denksysteme und leiden an extremen Utopieverlust. In dem sie bestimmen, was realistisch ist, bestimmen sie das politisch Denkbare.

Wirft man aber nun jenen vor, die die Politik machen, die also die Macht zur politischen Gestaltung ausüben, ihre Vorstellungen und Ideen seien unrealistisch (und die letzten 60 Jahre demokratischer Politik mit ihrer permanenten Abwärtsbewegung und ihres Herunterschraubens politischer Partizipation legen das wenigstens nahe; mindestens könnten sie nahelegen, dass Kapitalismus wie seine neusprachliche Schöpfung „(soziale) Marktwirtschaft“ ein gescheitertes Projekt ist) — nämlich konventionell populistisch („Ich werde die Zahl der Arbeitslosen halbieren“) oder sich selbst in politischer Gestaltung entmachtend („Wir müssen es der Wirtschaft recht machen, dann gibt es zwar auch nicht weniger Arbeitslose, aber wer dann arbeitet, arbeitet sich eben zu Tode“) — dann gilt man als Spielverderber, der jenen aktiven Populismus nur falsch versteht.

Herbert Schui hat in den aktuellen „Blättern für deutsche und internationale Politik“ folgende Rechnung aufgemacht. In seinem überaus lesenswerten und nachdenklichen Beitrag „Kapitalismus statt Sozialer Marktwirtschaft“ wird die Problematik im Begriff diese hochgeehrten Kulturdenkens am Ende so interpretiert:
Wie einst Erhard ist auch heute die Union der Sozialdemokratie „reformerisch“ längst enteilt. Denn während sich die SPD noch eifrig um die Soziale Marktwirtschaft bemüht, ist die CDU mit ihrer Initiative „Neue Soziale Marktwirtschaft“ bereits dabei, das ursprüngliche Terrain zu räumen. Erhards „Wohlstand für alle“ soll nicht mehr gelten, denn diese Formel behauptete noch, dass es bei vollständigem Wettbewerb zu Vollbeschäftigung und mehr Lebensstandard kommt. Wer aber kann das heute noch ernsthaft versprechen? Schließlich hat die Arbeitslosigkeit mit der Deregulierung des Arbeitsmarktes der letzten Jahre kontinuierlich zugenommen.

Die Parole der „Neuen Sozialen Marktwirtschaft“ lautet folgerichtig stattdessen nur noch „Chancen für alle“. Damit wird – ganz im Sinne des Neoliberalismus – lediglich formale Gleichheit am Markt gefordert, also freier Tausch auf allen Märkten und damit kein Mindestpreis (Tarifvertrag, Mindestlohn), welcher jenen den Zutritt zum Markt verwehren könnte, die ihre Ware (in diesem Verständnis die Arbeitskraft) billiger anbieten wollen. Weniger Wohlstand für die Arbeitenden ist die absehbare Folge. Als Entschädigung verspricht die Union kurzerhand, hier wieder ganz im (formierten) Sinne Ludwig Erhards, mehr „Stolz auf unser Land“ (Horst Köhler). [Quelle]
Das als Randnotiz. Ist auch solche Kritik an Bestehendem schon Populismus? In den 70er Jahren wich die Bevölkerung in Teilen in Radikalität aus. Der Vorwurf ist heute nobler: Kritik an Bestehendem, sobald er das ökonomische Sprachspiel verlässt, ist populistisch.

Der Gießener Soziologe Helmut Dubiel hat vor einigen Jahren in seinem Buch „Ungewißheit und Politik“ [1994] eine kleine aber kluge Analyse des Begriffs Populismus unternommen. „In politischen Zusammenhängen“, sagt er im Aufsatz „Das Gespenst des Populismus“,
werden Bewegungen populistisch genannt, die – sei es in radikaldemokratischer Absicht, sei es in antidemokratisch-plebiszitärer Absicht -jenen Verlust an Volkssouveränität einklagen, der in den komplexen repräsentativen Mechanismen moderner Massendemokratien zwangsläufig entsteht. In diesem Sinne populistisch sind die oft auch als »basisdemokratisch« bezeichneten Organisationsformen von lokal Betroffenen, die sich in Reaktion auf Infrastrukturplanungen (Flughäfen, Rhein-Main-Donau-Kanal, Autobahntrassen) gebildet haben und ihre unmittelbare Betroffenheit zum Angelpunkt ihrer politischen Organisation machen. [Dubiel, Helmut: Ungewißheit und Politik, Frankfurt/Main 1994, S. 190.]
Der Populismus-Vorwurf wendet sich in diesem Fall in beide Richtungen, die der Volkstribune und die der Basisdemokraten. Und klar ist auch, nur was dazwischen liegt, also politische Gesetzesmaniküre betreibt unter dem Druck wirtschaftlicher Interessen, jetzt noch mit globalen Wettbewerbsbedingungen als Legitimation (siehe Ackermann und Kollegen), das ist Realpolitik und einzig statthaft. Dubiel führt weitere Bedeutungsmuster an: ökonomischer und kultureller Populismus. Dubiel schlägt aber eine Brücke in seinem Begriff von „politischer Subjektivität“:
Wenn ich vorschlage, dem Faktor politischer Subjektivität einen größeren Stellenwert einzuräumen, dann bin ich nicht von irrationalistischen Motiven geleitet. Vielmehr glaube ich, daß jene vom rationalistischen Schema ins Irrationale verdrängten subjektiven Potentiale — wie z.B. Statusängste oder kollektive Kränkungserfahrungen — nicht nur für eine politische Theorie des sozialen Wandels höchst relevant sind. Aus eigener Erfahrung wissen wir überdies, daß Sedimente von Erfahrungen dieses Typus ihrerseits eine kognitive, d. h. wirklichkeitsaufschließende Kraft haben. Mit dem Begriff der politischen Subjektivität bezeichne ich jene moralischen Potentiale, welche die Übernahme einer politischen Einstellung, die Bildung einer Meinung, nicht nur nach außen legitimieren sollen, sondern in den psychischen Tiefenschichten des Individuums auch tatsächlich steuern. Ich beziehe mich auf jene schwer greifbaren, dem Alltagsbewußtsein eher latent präsenten Glückserwartungen, Gerechtigkeitsansprüche, Bedürfnisse nach sozialer Anerkennung und kultureller Identität. Die Existenzform dieser Bedürfnisdispositionen ist eine negative, d. h., sie werden durchweg in negativer Form artikuliert: als Empfindung verletzter Gerechtigkeit, als Kränkung sozialer Ehre, als Ahnung vorenthaltenen Glücks. Die Äußerung solcher Kränkungserfahrungen ist zumal bei Unterschichtangehörigen wenig elaboriert. Oft werden sie vorsprachlich ausagiert. Nie genügen sie den formalen Ansprüchen einer von Moralphilosophen durchrationalisierten universalistischen Ethik. Ihre Äußerung ist immer nur okkasionell, sie bleibt auf Anlässe einer konkreten Kränkungserfahrung bezogen.

In Zeiten stillgestellten sozialen Wandels, in politisch stabilen und kulturell hochintegrierten Gesellschaften sind die Potentiale politischer Subjektivität freilich weitgehend eingebunden in die von politischen und kulturellen Eliten vordefinierten Legitimationsangebote. [Dubiel, a.a.O., S. 200 f., Hervorhebung: M.H.]
Lafontaine und Gysi täte man zuviel der Ehre, wenn man sie auf dieses Konzept der „politischen Subjektivität“ heraufstufte, dazu sind beide zu sehr Politiker und mit den Usancen der Volksbildung wie des gesetzgeberischen Prozesses vertraut. Hier hat eine Gesellschaft immer noch die wissenschaftliche Analyse, gerade auch in Fächern, die politisch supekt erscheinen und sich nicht vorrangig um nur Teilbereiche der Gesellschaft wie den Kapitalmarkt bemühen, sondern die soziale Gesamtverfasstheit sehende, wie die Soziologie in ihren besten Vertretern. Aber auch das nur am Rande. Damit kann aber auch ein Robert Leicht nicht konkurrieren. Viel präziser erfasste das Muster Dubiel 1994:
Bei politisch mobilisierten und organisierten Bevölkerungsteilen — exemplarisch im Sozialtypus des »Funktionärs« — kann es dazu kommen, daß ihre politische Subjektivität völlig aufgesogen wird von jenen fremddefinierten Gesamtdeutungen der politischen Lage, die in Programmen von Parteien und anderen Trägern politischer Willensbildung vorgegeben sind. [Dubiel, a.a.O., S. 201]
Das ist ja genau das Manko, das Gysi und Lafontaine beklagen. Sie bescheiden sich nicht damit pressesprechende Mitteilungen ihre politischen Arbeitgeber zu sein. Sie sind nicht PDS- oder WASG-Formulisten. Sie treten als politische Subjekte auf, bei Gysi übrigens deutlich weniger als bei Lafontaine, der häufig in politische Formel-Rhetorik verfallen mag.

Ich will das jetzt mal nicht bis zum Exzess treiben. Herrn Leicht und allen anderen Populismus-Kritik empfehle ich den Besuch einer ganz gewöhnlichen Wahlkampf-Veranstaltung jener angeblich unpopulistischen Politiker an gewöhnlichen Orten wie einem Marktplatz oder einem Bierzelt. Auf diese Weise habe ich 1998 Schröder im Glöckl-Zelt auf der Regensburger Herbstdult und vier Jahre später vor dem Regensburger Dom 2002 gehört. Mit politischer Beliebigkeit und Fischverkäufermentalität war dies gekoppelt. Der Volksmund hat dafür ein Wort gefunden: die „Sonntagsrede“. Und die steht gegen Montagshandeln. Aber das Wort von der Sonntagsrede ist beschönigend. Und genau mit der gleichen Mentalität sind die Vorwürfe des Populismus garniert. Das hat die gleiche analytische Kraft, wie damals, als man von links sagte, ein Gedanke sei undialektisch oder von rechts, das sei doch bloße Utopie.

Ich kann nur ans Herz legen, sich einmal den Essay-Band „Die verleugnete Utopie“ von Lothar Baier erneut zur Hand zu nehmen (Berlin 1993). Das hat nichts mit Gysi oder Lafontaine zu tun, nichts mit Kohl oder Schröder und ihren willigen Mitarbeitern. Aber es hat mit der Durchsetzung von dogmatischen Verkürzungen etwas zu tun. Gewiss, das ist unter den heutigen Bedingungen ebensowenig akzeptiert wie das Zählen von Sandkörnern am Timmendorfer Strand sinnreich. Baier zitiert darin aus einem Radiovortrag des kanadischen Philosophen Charles Taylor. Der sagte: „Was mit dem Kommunismus hätte sterben müssen, ist der Glaube, daß die modernen Gesellschaften nach einem Prinzip regiert werden können, sei es nach dem der kollektiven Planung oder dem des freien Spiels der Marktkräfte.“ Die Beerdingung des Kommunismus hatte aber andere Folgen. Der ewige Konkurrent war aus dem Weg geräumt. Die Straße ist frei. Für die rein ökonomische Denkungsart, die ja übrigens auch im real existierenden Sozialismus negativ vorherrschend war, aber entlastend. Der neue Kapitalismus ist dem alten Sozialismus eng verwandt: Ein ökonomischer (statt ideologischer) Kader bestimmt die politische Gestaltungswege. Und wird zum Naturgesetz, wenn nicht zu Gott. Das stellt Norman Birnbaum in den „Blättern für deutsche und internationale Politik“ unter dem Titel „Ist die Linke obsolet“ fest:
Der deutschen Presse entnehme ich, dass ein Kollege, Professor Hans-Werner Sinn vom Münchener ifo-Institut, die Gesetze der Ökonomie für gleichermaßen gültig und aussagekräftig wie die Gesetze der Schwerkraft erklärt hat. Politisch motivierte Versuche, ihre Wirkungsweise zu beeinflussen, seien daher zum Scheitern verurteilt. Professor Sinn spricht mit der Glaubensgewissheit des verblichenen Dr. Eugen Dühring. Dabei handelt es sich bei den Gesetzen der Ökonomie natürlich um ideologische Konstrukte, die weniger auf der Beobachtung der Realität, als vielmehr auf philosophischen und politischen Vorannahmen beruhen. Vielleicht sollte Professor Sinn sich jener Passage in Bertolt Brechts „Leben des Galileo“ erinnern, in welcher das Volk das Teleskop nicht himmelwärts, sondern auf Priester, Grundherren und Fürsten richtet. Das neue Teleskop, für die globale Gesellschaft unserer Tage, muss erst noch gebaut werden, aber es besteht aller Grund zu erwarten, dass wir eher früher als später eines haben –- und Professor Sinns „Gesetze“ den Weg des Ptolemäischen Weltbilds gehen werden. [Quelle]
Ja, wenn man nicht gerade mit dem Vorwurf des Populismus gescholten wird, so wird man doch als unbelehrbarer Ignorant mit Verdacht des Realitätsverlustes in die Anstalt eingewiesen. Dass die öffentlichen bürgerlichen Medien in diesem Spiel sich gerne als Handlanger missverstehen und verwenden lassen, dass ist für mich populistische Folklore. Keine Zeit mehr für die Zeit, es reicht mittlerweile hin, wenn ich „Christiansen“ sehe. Meine Gebühren dafür hat die GEZ eingezogen, ich brauche kein Argument für die „ZEIT“.
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Zum Arzt

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Wie ich aus mehreren Quellen erfahren haben will, leiden zahlreiche Menschen unter Bloghochdruck.

Vielleicht hilft Tante Dokta. Zum Beispiel mit einer Infragelb-Therapie. Ab und zu täte aber auch ein Gang zum Blogopäden Semmelbacke wohl gut. Da wird die Zunge entkräuselt.

Dazu meint der Generalsekretär der Kritischen Masse, Dr. Harry Plumperquatsch vor dem Blogverfassungsgericht: „Bloghochdruck ist ein weithin unterschätzes Phänomen. Es (oder er) führt in aller Regel zum kompletten Absturz. Nach neuesten Zahlen des deutschen blogologischen Instituts in Terrakotta leiden ca. 103 Prozent aller dieser Dingensbummens unter pathologischem Bloghochdruck. Wir müssen dem wehren und Einfalt gebieten. Zunächst müssen die Lohnnebenkosten runter, die Steuern hoch, die außerindische Befölkerung gehört nach Sibirien und dann muss nur noch die Finnennachfrage nach Blblogger gestärkt werden. Wir von der »Kritischen Masse« stehen dafür ein, dass der Finnenmarkt abgefafft wird. Geht doch alle heulen. Wir fordern alle — und ich sage das ganz mit nachdrücklichem Ernst — wir fordern alle auf, sofort aufzuhören. Ab sofort oder gerade jetzt. Der Bloghochdruck muss runter, sonst: Nulllinie. Und jetzt ersma ein’ finnischen Blogdka mit 47 Umdrehungen.“ [Scheißscherz: Betablogger machens nur noch schlimmer. Finger weg!]

Un jetze’n Bildchen:

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Heute habe ich mich endgültig verabschiedet von dem langjährigen treuen Arbeitsgefährten, den Highscreen-HC5-Scanner von Vobis, was damals eine Spezialversion eines Linotype-Scanners war, damals 1996. Hatte etwas über 1000 Mark gekostet und hatte eine hübsche SCSI-Schnittstelle. Feine Sache, war sogar mit Musterkarte kalibrierbar. Du hast mir treue Dienste geleister bei der Erschaffung des Passagen-Buches. Du hattest schon damals jeden Moiré wegzaubern können. Mein linker Arm wurde stark durch das Klappefestdrücken, wenn sich ein Buch auf deine saubere Glasplatte niederwälzte. Wie gerne hätte ich manchen Mond, der an meinem Fenster leise vorbeizog mit dir gescannt.

Mit dem Alter schwand leider seine Auflösungsstärke in den Grautönen und unschöne Streifen haben sich eingeschlichen. Er war vor einem Jahr noch nicht mehr zu halten, diente dann als Grundlage für den neuen USB-Scanner. Heute war es dann genug. Er hat, so tragisch das klingen mag, einfach auch einen Steckdosenplatz immer noch in Anspruch genommen. Damals, am Pentium 90, damals mit 1-GB-Festplatte und später zusätzlicher leiser 2,5-GB-Platte in 5,25 Zoll, die so leise surrte wie keine später mehr. Ging alles, damals. Da hatte der Kohl noch die Socken an. Dein guter alter Freund, der 20-Zoller-Monitor von Belinea, er bleibt auf meinem Schreibtisch, er macht nämlich nicht schlapp wie du. Er hält sich hartnäckig und spuckt jeden schebbigen TFT-Monitor mit Verachtung an. Du, mein Belinea, da behälst die Farbe, stellst keine Vertrauensfrage, keine Scheinabstimmung. Du ziehst dich nicht einfach zurück, weils mal eng wird. Du, ach ja, du: Siehst mich, ich sehe dich. Wir beiden. Ich habe deinen Scheitel gestreichelt und ihn mit dem Zeitkratzerorden ausgezeichnet.

Mein kleiner, schöner, schwerer Scanner noch mit etwas Metall drin, so gehe denn hin, auf den Speicher. Scan zum Abschied leise Servus.
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Keiner will Preisbloggen

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außer denen, die es nicht wollen und denen, die es wollen, oder denen, die gewollt werden, oder denen, die gewollt gewollt werden wollen, oder jenen, die nicht wollen, dass man will, dass man gewollt worden wurde.

Dazu sagte der Geschäftsführer der Kritischen Masse, Dr. Mattna Huflaikhan: „Die Unterwäsche von gestern muffelt gewaltig, ist aber besser als die Wurst auf dem Dach.“

Das hat man davon, dass man den ganzen Abend herumpartion- und synchronisiert.
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Telepolis als Spaßmacher

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Das Alpha-Tier hat gefunden: „TP: Politik als Treibmittel für die Blogosphäre?“ Was eine Frage. Ja! Öhem. Lesen kann man da:
„Es gibt bislang kaum politische Blogs“, so Markus Beckedahl, federführend bei der Planung von Lautgeben.de. Dabei setzt er auf ein Team erfahrener Blogger: „Die Stärke von Lautgeben.de sind die Autoren, die allesamt schon Blogerfahrung haben. Wir wollen politische Kommentare und Analysen, wie das Netz genutzt wird, zusammenführen.“ Das Blog soll jedoch nicht mit der Bundestagswahl enden.

TP: Politik als Treibmittel für die Blogosphäre?


Eigentlich wollte ich den letzten Satz nicht mitzitieren, aber die Höflichkeit gebietet dieses nun einmal. Autoren mit Bloggererfahrung. Wir wollen politische Kommentare und Analysen, wie das Netz genutzt wird, zusammenführen. Hey, das ist lustig, klingt nach Stellenausschreibung.

Bewerbung

„Ja, ich blogge schon seit dreizehn Jahren. Die Schreibmaschine habe ich verschrottet, ja. Meine Blogs waren immer sehr zufrieden mit mir. Ich habe 17.546 Einträge verfasst, 32.189 Kommentare. Mein Feeback-Quotient beträgt 17. Ja, ich bin ein erfahrener Blogger — und nein, lautgeben ist das erste politische Blog in Deutschland, ja sogar weltweit. Das ist sowas von klasse. Danke Spreeblick. Ich bin politisch, weil ich den Namen NMerckel schreiben kann. Ja, ich bin ja so politisch, weil ich weiß, dass die Politik gut ist und nur scheiße verkauft wird, weil etwas faul ist im Staate New York. Ich bin Polit-Blogger erster Kajüte. Denn …“

Und hier bricht die Bewerbung unvermittelt ab, es hat an der Tür geklingelt und die Freunde aus der Anstalt haben ihm den weißen Mantel vorbeigebracht. „Franz, so geht es aber nicht. Einfach das Parlament verlassen. Nein, mein Lieber, komm’ schön wieder zurück. Ja, aber zackizacki, der Gerhard will Abendessen.“
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Dame des Tages

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Klar ist das affig. Billig und einfach. Einfach dumm, aber was soll ich machen. Sie soll Kanzlerin werden. So will es die Umgangssituation.

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Das ist also der Blick in die Zukunft. „Es muss sich alles einem Ziel unterordnen: Menschen in Arbeit zu bringen,“ so etwa sagte sie es eben in den ZDF-Nachrichten. Das ist alles gar nicht spaßig. Ich bin müde. Aber:

Aber, leider ist es zumindest aus kulturpolitischer Sicht naheliegend, falls es zur Wahl kommt, entweder für die CDU/CSU oder die PDS die Stimme abzugeben. Beide Parteien, und nur diese beiden Parteien, sehen Kulturfragen nicht nur als Nebenphänomene. Reinhard Schulz hatte sich 2002 mal die Mühe gemacht, die Wahlprüfsteine des Deutschen Kulturrats zu untersuchen: Positionen der Parteien unter dem Mikroskop. Richtig Mühe gaben sich nur CDU/CSU und PDS.

Hinzuweisen ist auch auf eine Sendung von ++contrapunkt++. Nach der letzten Wahl wurden da Positionen abgeklopft. Zu Gast waren: Monika Griefahn (SPD), Christian Hoeppner (CDU), Matthias Schüssler (FDP), Luc Jochimsen (PDS), Wolfgang Ullmann (Bündnis 90/Grüne) sowie die Bürgerrechtlerin und Malerin Bärbel Bohley. Kann man nachhören. Es ist so schade, dass Leute wie Ullmann und Bohley nicht mehr in dieser Weise aktiv sind. Schadeschadeschade.

Ach, da war noch was:


Heute die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes wg. Entscheidung um diesen Untersuchungsausschuss. Recht hat es, das Gericht. Genauso gut bräuchte man ja auch nicht mehr wählen gehen. Noch ist nichts entschieden und schon soll etwas entschieden sein. Nein, so nicht. Auch das war affig und verfassungsmäßig peinlich. Lasst uns erst einmal den Kanzler kippen. Denn wie sang der doch: „Gib’ mir mal ‘ne Flasche Bier, sonst streik ich hier.“ Das Bier ist also aus.
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