Datenschutz und Wurmkur: mit so’n Zeug von Norton Krawatzki soll man sich sicher fühlen. Koofen und installieren oder updaten oder renewen. Das war damals schon eine Angelegenheit von mindestes drei Stunden. Nun lief der Viren- und Wurmschutz aus und zur Sicherung der eigenen Sicherheit knallte mit das Programm vor: Nur noch 28 Tage, nur noch 27 Tage
nur noch zwei Tage. Jetzt war Schluss mit übergehen und reinbeißen und neu bezahlen den Dienst war angesagt. Geht ja auch so schön online und wozu lässt mein Nachbar auch immer seine Kreditkarte so offen herumliegen. Ratzfatz, Formular augefüllt und sämtliche Posthäkchen (Sie werden informiert, bis ihr Postfach platzt) wieder abgewählt.
Den letzten Knopp angeklickert und in der Zeit den Hinweis gelesen, dass der Vorgang mindestens 30 Sekunden dauern würde, man mög daher nicht die Seite aktualisieren und nicht ein zweites mal auf den Abschicken-Button klickern.
Warten
Warten, zwei Minuten, drei Minuten. Es tut sich nichts und nichts und nichts, dann, ich habe mich schon anderen Dingen zugwandt, schaue nur gelegentlich in die Taskleiste, yepp, es hat sich was getan. Prima. Nur nicht das Erhoffte. Irgendwie gibt der Symantec-Server die Info aus, dass da was nicht vom Server ausgeführt wurde:
Service Temporarily Unavailable
The server is temporarily unable to service your request due to maintenance downtime or capacity problems. Please try again later.
Apache/1.3.12 Server at www.symantecstore.com Port 80
Bullshit.
Mit den Zurück-Buttons zurück und noch mal abschicken, was natürlich nicht klappt aus Gründen, die mir der kleine Text unten zwar angedeutet hat. Also das ganze noch mal von vorn. Und wieder kommt dann diese Warten und Warten und Warten. Zwischenzeitlich das Postfach kontrolliert. Symantec hat mich angemailt und mir den benötigten Code geliefert. Prima. Im Firefox also schnell das Warten abgebrochen. Aber man ahnt wohl, was dann passiert ist. Bald hatte ich eine zweite Mail im Postfach. Doppelt gezahlt für das Gleiche. Bullshit zwei.
Man kann ja versuchen, das richtigzustellen und die Email retournieren. Aber denkste, dazu sagt die Mail:
Bitte schreiben Sie auf diese E-Mail keine Antwort. Diese E-Mail-Adresse ist nicht dafür eingerichtet, Antworten zu empfangen.
Auskunft zu Ihrem Abonnement erhalten Sie unter der Adresse
http://www.symantec.de/desupport
Das ist nett. Also auf die Support-Seite und dort eine Email-Adresse oder ein Kontaktformular suchen, um daran etwas zu ändern. Bullshit numero drei: Sowas gibt es da nicht, jedenfalls konnte ich nichts dergleichen finden, auch nach mehreren Klicks nicht. Stattdessen wühlt man sich durch die FAQs hindurch. Die FAQs geben wirklich viele Antworten, nur wird nirgends die Frage gestellt, die ich habe. Doch da findet sich dann der nette hoffnunggebende Link:
Ich habe ein Problem mit den Abonnements, das hier nicht aufgeführt ist.
Und der der führt die Gewissheit brauchte ich zu weiteren FAQs. Fuckfuckfuck, ich kanns nicht mehr lesen.
So etwas ist eben nicht vorgesehen. Was erlaube ich mir auch eine Frage, die es nicht geben kann. Klar, die wollen sich ihre Kunden vom Leib halten. Im Zweifel gibt es eine kostenpflichtige technische Unterstüzung:
29 / 42 sFr. pro Anfrage, 9.00 bis 17.00 Uhr, Montag bis Freitag.
Günstig finde ich das nicht, es ist nur unwesentlich billiger als das Produkt selbst und der Hinweis:
Die Kosten werden Ihnen erlassen, wenn der Unterstützungsmitarbeiter feststellt, dass das Problem durch das Produkt verursacht wurde.
macht auch keinen Mut, denn das Produkt hat ja kein Problem verursacht.
Nein, Norbert, so nicht. Dein Netz ist nicht sicher, es ist dicht gegen Kunden. Falls die zweite Transaktion also, wider Erwarten doch abgebucht werden sollte, dann werde ich eben reklamieren müssen oder den Deppenn dort einen Virus an den Hals schicken, der sich nicht gewaschen hat.
(mehr …)