Mardi Gras.bb: 29 Moonglow

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Die neue von Mardi Gras.bb ist ein schwieriges Kind. Waren frühere Platten dieser Band richtig prächtig angereichert, mit Spritz und Sprutz, ist dieses Werk schon sehr knapp geschnürt. Die 14 Musiker der Kapelle schwingen sich nicht auf zum Supersound, zur Klangbrühe. Alles wird eingedampft und geradezu kammermusikalisch. Das muss ja nichts Schlechtes heißen. Man kann nicht immer unter dem Volldampf stehen, den das Cover suggeriert.Die Zurücknahme kann selbstverständlich dann funktionieren, wenn die Feinheiten und…

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Hinterhalt

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Die Pause ist rum. Ich sehe wieder süßer. Es folgt ein Szenenbild aus meiner dritten nichtkomponierten Opera seria — Des Bärchens Hinterhalt. In dieser Szene werden Worte aus der heiligen Schrift gesungen. Denn stößt man Milch, so gibt es Butter, stößt man die Nase, so gibt es Blut, stößt man den Zorn, so gibt es Streit. Spr 30,33

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1813 – Dr. Hufner analysiert: Beethoven, Wellingtons Sieg oder Die Schlacht bei Vittoria op. 91

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Quirinus sagte in seinem Beitrag „Roll over Baghdad”, dass “auch Beethoven und andere hehre Herren … Soundtracks zum Krieg geschrieben” hätten. Dabei verweist er auf Beethoven op. 91: Wellingtons Sieg oder Die Schlacht bei Vittoria. Das ist sicherlich nicht falsch. Aber es ist auch nicht ganz richtig. Ich erinnerte mich, einmal eine Einführung für dieses Stück geschrieben zu haben. 1997 war das für ein Programm der Hamburger Staatsphilharmonie. Ja, die haben das gespielt und…

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Deutschlands potenziellste Kulturhauptstadt

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Ein weiterer Blick auf Deutschlands zukünftigsten Bewerber um den Titel einer europäischen Kulturhauptstadt. Dieses mal aus einem andern Fenster. Ein Blick in den Westen, wo, was ich gar nicht leiden kann, die Thurn&Taxisschen Privatbesitz haben. Das hätte man in Berlin alles längst enteignet und zu Bürgerparks gemacht. Aber hier?

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Passt und hat Luft

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What Famous Leader Are You?personality tests by similarminds.com Obs wohl stimmt? Muss! Sonst wäre der Test ja fehlerhaft. Nur mit den Haaren, das geht nicht an.

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Der 501te Eintrag – ein Ärgernis

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Gestern, am Jubiläumstag, sind zwei Merkwürdigkeiten passiert. Zum ersten Mal fand ich Kommentar-Spam in der Kritische Masse. Die hatte zwar noch keinen Inhalt außer ein paar leeren HTML-Tags. Doch freuen tut man sich darüber nicht.

Keine Ahnung, ob das was bringt: Jedenfalls müssen ab sofort alle Kommentare, die sich auf Texte beziehen, die älter als 30 Tage sind, “genehmigt” werden. Dem Stammpublikum kann ich allenfalls empfehlen, sich zu registrieren, dann kann man kommentieren bis die Finger bluten.

Heute nacht kam dann der erste genehmigungspflichtige Text an:
viel ahnung von musik scheinst du nicht zu haben huflaikhan oder wie immer Du auch heisst ! achso Du gehörst ja zu kritischen masse na dann …….

viel spass bein kritisieren [link]
Wurde zwar freigegeben, aber hat mich gewurmt. Denn diese Art von Kommentar liebe ich. Nee, ich habe überhaupt keine Ahnung von Musik, sonst könnte ich ja auch nicht so viel drüber schreiben. Beruflich bin ich nämlich Pharmazeut.

Mich hat das erinnert an einen Cluster für die nmz von 2001: Böse Onkels und die Leitkultur, der sich in der alten Enzyklopädie der Kritischen Masse findet. Da bekam ich dann einmal eine Email folgenden Inhalts:
du schreibst nur blödsinn…wenn du das nächste mal so was schreibst, würd ich mich erstmal informieren…wäre sinnvoller
Im Zentrum des Textes stand ein Napster-Scan eines Napster-Users, den ich für sehr aufschlussreich hielt:
So fand man bei einem User mit dem Namen „Megavolt99“ neben Otto, den Toten Hosen, den Guano Apes und Mike Oldfield, Fury in the Slaugtherhouse und den Cranberries auch die Nationalhymne der DDR und eine ganze Menge Material von Bands wie Kraftschlag („New White Order“, „Racemixer“, „Rasse und Nation“, „Klansmen“) oder Störkraft („Mein Opa war Sturmführer“), aber auch den rechten Liedermacher der NPD, Frank Rennicke („Und Adolf ist immer dabei“). Ist das nicht ein realistischerer Blick auf die aktuelle deutsche Kultur?
Dazu muss man noch erwähnen, dass dies überhaupt der am häufigsten abgerufene Text von mir im Internet ist. Warum wohl? Nicht, weil der so genial wäre, was er nicht einmal ist, sondern weil nach den genannten Bands und Titeln gesucht wird, vor allem den Letztgenannten. Das Interesse an dieser, ach ich weiß nicht wie ich die adäquat nennen soll, Musik ist da. Das macht mich stinkig. Genauso stinkig wie diese Angsthasen, die brav anonym einem “keine Ahnung” vorhalten einem sagen, man möge sich doch erst einmal “informieren”.

Was “da” aber beileibe nicht nur da abgeht, ist komplett enthirnt. Siggi Becker hat im Mehrzweckbeutel neulich auf so ein “Ästhetische Diskussion” im DMC-Weblog hingewiesen unter dem schönen Titel: Dokumente der ästhetischen Sozialgeschichte.

Jetzt muss ich zum Schluss noch einmal klug tun. Es gibt eine Stelle in einem Gespräch, das mit Pierre Bourdieu geführt wurde, die die Frage nach musikalischem Geschmack sehr deutlich vor Augen führt. Dort führt Bourdieu aus:
Musikerfahrungen wurzeln in der allerfrühesten Körpererfahrung. Es dürfte wohl keinen Geschmack geben — mit Ausnahme vielleicht des Eßgeschmacks –, der tiefer im Körper verwurzelt wäre als der Musikgeschmack. Daher kommt es auch, daß, wie LaRochefoucauld gesagt hat, »unsere Stolz eine Verurteilung unseres Geschmacks sehr viel schlechter erträgt als eine Verurteilung unserer Meinungen.« In unserem Geschmack drücken wir uns ja viel deutlicher aus und verraten uns viel mehr als in anderen Urteilen, etwa den politischen. Und nichts dürfte schwerer zu ertragen sein als anderer Leute »schlechter« Geschmack. Ästhetische Intoleranz kann eine furchtbare Gewalt entwickeln.

Pierre Bourdieu, Soziologische Fragen, Frankfurt/M. 1993, S. 148.
Eine solche Analyse erklärt mir zwar, warum die Reaktionen auf “missliebige” Kritiken im Bereich der Musik so ungerecht ausfallen, denn mit dem Geschmack kritisiert man, wie Siggi Becker im Mehrzweckbeutel, selten die Musik selbst, sondern die soziale Gruppe. Und einer, den das nicht interessiert, der Musik von Perotinus bis Xenakis, von Duke Ellington bis Aphex Twin hört, mit Interesse hört und zuhört, den gibt es in dieser Welt gar nicht. Sag mir, welche Musik du magst und ich sag dir, ob du mein Feind bist. Und wenns nicht bis zur Feindschaft reicht, dann unterstellt man eben einfach Unwissenheit. Weil man selbst “auf der richtigen” ästhetischen Seite steht, braucht man das ja auch nicht erklären.

So jetzt is aber auch gut. Zum Beruhigen ziehe ich mir erst einmal die beiden Streichquartette von Smetana rein, ist sinnvoller.
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Der 500ste Eintrag

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500 Texte hier hineingewieselt, davon 20 verworfen und sofort in den Orkus geschickt. Das könnte man feiern, muss man aber nicht. Zahlen sind Zahlen und zufällig wie Zahlen können nur Zahlen sein. Zum Beispiel lässt sich 500 nicht einmal ganzzahlig durch 13, 17, 19, 21 oder 23 teilen, ja nicht einmal durch 15. So macht man lieber den braven Weblog-Lesern ein Geschenk und wagt ein Ausblick über die Grenzen Regensburgs hinaus. (Foddo vom 13.8.2004) Das…

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Regensburger Giftluft

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Eigentlich sollte hier etwas über das cis-moll aus Beethovens op. 131 stehen. Die Fuge, die das Streichquartett einleitet. Eine der schönsten Musiken, die der Welt geschenkt worden ist. Doch das bereitete mir heute zu viel Arbeit und ich werfe mich lieber auf Regensburg, Deutschlands potenziellste Kulturhauptstadt Europas. Nun, man möchte meinen, eine Stadt kann nichts für das Wetter, das sich über ihr ausbreitet. Könnte man meinen, stimmt aber nicht. Selbst das Wetter hier ist…

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Die schöne blaue Donau

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… muss wohl an Regensburg vorbeifließen. Das Foddo zeigt sie unmittelbar vor der Steinernen Brücke. Es weiß ja längst das kleinste Kind, dass Flüsse nicht immer blau sein müssen und, ob blau, ob grün, schon gar nicht sauber. Wenn ich jetzt so diese Pampe da fließen sehe durch die potenzielle Kulturhauptstadt von irgendwann, dann ist mir unerklärlich, wie ich vor fast genau einem Jahr in selbige hopsen konnte, von der Stelle, die man auf…

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