Musikrat wird von Fürst Weimer abgestraft

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… sollte stimmen, was die Musikwoche im Haushaltsplansentwurf der Bundesregierung wahrgenommen hat: nämlich eine Kürzung von 400.000 EUR im Etat für das Jahr 2027. Bei bisher 4,211 Millionen EUR aus dem Etat des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, wären das etwa 9 bis 10 Prozent. Und dabei hat man doch so schöne Gespräche auf Social Media mit dem Kulturfürsten dokumentiert. Das ist der Dank. Wobei die 4,211 Millionen EUR schon über die vergangenen Jahre festgeschrieben waren und somit, in Anbetracht…

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Kulturfürst Wolfram Weimer

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Nun kennt der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien kein Halten mehr. Was Kanzler Merz kann, das kann ein Weimer im Vorzimmer des Kanzlers schon längst. Über die Vergabe des Verlagspreises seiner Behörde entscheidet am Ende nicht eine Jury, sondern der Kulturfürst höchstpersönlich. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels findet dieses Vorgehen transparent, er findet es jetzt nachvollziehbar. Klar, die Juryentscheidungen waren dies ja nicht, weil Juryentscheidungen. Transparent wird es nur mit dem Kulturgroßmufti. Wir können dem Beauftragten nur zu seiner transparent-dummen…

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Kritischer Journalismus ist das wirkliche Social Media

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Man braucht auch nicht immer Influencer. Die immer noch wahren Influencer ist die Kritik – wie sie im souveränen Journalismus präsent ist. Meine These: Das einzig wahre Social Media ist kritischer, souveräner Journalismus. Die Weisheiten des Huflaikhan Will man Überreder und schnellen, wenig nachhaltigen Erfolg, dann soll man über die Influencer und die Social-Media-Giganten mit ihren undurchschaubaren Algorithmen das Geld verbrennen lassen. Wenn man Produkte für einen Markt produzieren will, dann macht man Propaganda. Genau das passiert auch im klassischen Sektor der Musik.…

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Opas Klassik 2026 vergeben

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Das muss man den Macher:innen von Opus Plastik ja lassen. Mit ihren drölftausend Preisen, die sie jährlich verteilen, verstehen sie es, das Internet zu fluten, in und auf allen sozialen Medienkanälen. Die Angepriesenen sind damit nicht allein Preisträger:innen, sondern billige Werbeträger für die Musikindustrie, die tatsächlich hinter der Ausführung des Scherzpreises steht, der angeblich Deutschlands wichtigster Klassikpreis sein soll. OPUS KLASSIK Home 06 22 2026 05 15 PM Seit Februar 2025 firmiert man als gemeinnützig. Und formuliert den Zweck des Unternehmens so:…

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Blarifari – Wenn die Klassikwelt sich abschaltet

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Die Sache ist ja: Wenn die Kultur und mit ihr die sogenannte klassische Musikwelt sich weiter in Richtung, Hülsenkultur, reflexionsarmer Marketing-Sprecherei entwickelt, tut sie ihrem Gegenstand – der Welt der musikalischen Künste – keinen Gefallen. Im Gegenteil: Sie schadet damit aktiv den Künsten und der Kultur. Was man hier liest, sind Behauptungen. Zum Beispiel die „Weiterentwicklung der Angebote“ – die besteht offenbar darin, sich veränderten Rahmenentwicklungen anzupassen. Was diese genau sind, und was diese genau so fordern, sich anzupassen, blieb eine argumentative Leerstelle.…

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Regierungsignoranz und journalistische Arroganz

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„Die Zweifel des Wissenschaftlichen Diensts hinsichtlich der Rechtsgrundlage für die Datenabfrage seitens der anfragenden Behörde teilt die Bundesregierung nicht.“ Bundestag Drucksache 21/6312 Eine typische Antwort auf eine Anfrage der Fraktion der LINKEN im Bundestag zum Verfahren bei der Vergabe des Buchhandlungspreises in diesem Jahr. Leider wird das zur Gewohnheit, zu einer ganz schlechten! Man fühlt sich ja auch nicht, siehe Dobrindt, an juristische Entscheidungen gebunden. Oder im Fall der wissenschaftlichen Begleitung bei der Teillegalisierung von Cannabis – da war das gewünschte Wissen…

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Karin Prien und der Schutz der Einfalt

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Sie hat es ja abgesehen, nach Möglichkeit die Initiativen zum Schutz der Demokratie und der Vielfalt zu schwächen. Das ist jetzt der beste Zeitpunkt, den man sich denken kann, gerade wo – allerdings nur in Umfragen – die extremen faschistischen und demokratiebedrohenden politischen Parteien im Aufwind sind. Ihre Maßnahmenversuche dagegen: „Gesellschaftliche Vielfalt ist grundsätzlich positiv – aber als staatliches Förderziel sehe ich das nicht“, sagt sie in einem Interview mit der taz. Das ist so überzeugend wie ihre Absichtserklärung: „Wir müssen mehr auf…

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Thomas Heyn analysiert den Eurovision Song Contest 2026

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Heute muss ich mal wieder einen nötigen Verweis machen. Auf nmz.de ist eine ausführliche Analyse der ESC-Veranstaltungen der letzten Woche nachzulesen. Was mir besonders gefällt: Sie spannt den Bogen vom sozialen Zusammenhang über das mediale Verhängnis bis in die Kunst direkt hinein. Und wieder zurück. Hier nur ein Ausschnitt. Den ganzen Text gibt es dann vor Ort bei nmz.de Licht, Schatten, Fragen, Wünsche ESC 2026 Eine Analyse … Trotzdem müssen sehr kritische Worte zu den Kompositionen insgesamt gesagt werden. Die Musik sei…

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Vorbei: GEMA – Zu ernst: ESC – Zu wenig: Vitamin D

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Die GEMA-Reform der GEMA-Reform der GEMA-Kulturförderung-Reform wurde letzte Woche von den anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern der GEMA beschlossen. Alles Zetermordio war vergebens. Die reichlichen Warnungen aus einigen Bereichen des Musiklebens sind wirkungslos verhallt. Nun hat man eben den Salat, ein paar Kleinigkeiten wurden noch „nachgearbeitet“. Es ist viel Porzellan zerschlagen worden. Für manche gleicht das Ergebnis auf die Dauer einem Banküberfall. Aber ich würde nicht so weit gehen, von organisierter Kriminalität zu sprechen. Allein im Sprachgebrauch der Bürokratie der GEMA gibt es jetzt…

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