Entdeckungsreisen ans Ende der Kunst

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Dieser Text hing seit November am Haken. Im Prinzip geht es dabei um den schönen Schein der Lebensillusionen. Früher nannte man es die rosarote Brille, durch die man sich die Welt schön sieht. Das Internet potenziert diese Illusionen, die Tellerwäscher-Zum-Millionär-Illusion, die des Heldseins-Für-Minuten. Und es scheint auch so verführerisch wie Lottospielen. Ein Spielautomat für wenige Erfolgreiche zu denen man immer auch potenziell schließlich gehören will. Nachdem ich diesen Eintrag gesehen hatte: war mir sofort…

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Nicht nur E- und U-Musik, sondern auch G-Musik

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Deutschland ist gut in Sachen Bürokratie. Für den ganzen Ärger, den man sich damit einhandelt, sollte man auch die Vorteile sehen. Alles lässt sich regeln. Für fast alles gibt es ein Gesetz. In der Musik gibt es zwar ein E- und U-Musik-Gesetz, nachdem man Anspruch auf das eine oder andere stellen kann, überhaupt spielt die Unterscheidung im realen Leben gar keine Rolle. Wenn es aber um Gewichte bei der Verteilung aus Verwertungsansprüchen geht, sie…

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Freischütz: Ästhetische Rechnungsleger schlagen Rat

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Die CDU hat ein Personalproblem. Mindestens in Hannover. Dort fühlte sich der kulturpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion herausgefordert, sich zur aktuellen Freischütz-Produktion des Staatstheaters Hannover zu äußern. Er war nicht gerade begeistert. In einer Pressemitteilung äußerte sich Dr. Kiamann (Studienschwerpunkt Rechnungslegung) unter anderem so: „Aber dass das German Trash Theatre nun offenbar mit dem ‚Freischütz‘ auch die Schulen in Hannover erreicht, ist in höchstem Maße befremdlich!“ [Pressemeldung der CDU als PDF] Erreicht sie dann aber…

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Ruinen vor dem Sturm – Konzertsaalneubauten

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Es gibt ein Problem in der Architektur der Gegenwart. Die Gebäude werden länger nicht fertig als sie dann benutzt werden. Die Werke sind immer länger Ruinen denn bespiel- oder bewohnbar. Sind sie dann aber doch einmal fertig, sind ästhetisch schon überaltert, ist die Mode der Architektur längst weiter und die Gebäude müssen saniert werden. (Köln, Hamburg, Stuttgart, München, Berlin …). Und vor allem: Die unabwendbare Kontinentalverschiebung. Bis zur Fertigstellung braucht man vielleicht schon neue…

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Fun und Van & die Garde

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Heute landete der Hinweis auf einen Impulsvortrag von Tobias Ruderer in meinem Postfach. Ruderer ist Mitmacher bei „VAN“. Den hat er in Weikersheim gehalten, auf Einladung der jeunesses musicales, anläßlich von „schüler komponieren“. Es steckt dabei mit einer selten so wahrzunehmenden Ernsthaftigkeit das Terrain seine Magazins aber auch der Zukunft der Nichtpopmusik ab. „Formlos auf die Spitze treiben“ steht im Titel. Und man wird sich mit dem Text auseinandersetzen müssen, hoffentlich eher freiwillig. Denn…

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Anonyme Orffianer und der wahre Gipfel des Kagelismus

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Wir müssen über ein ernstes Problem in unserem Musikleben sprechen: Die musikalische Sozialisation. Es gibt ja immer noch Gehirnforscher, die meinen, mit Musik lebe es sich besser. Musik sei wirklich gut und wichtig, stärke dies und stärke das. Sport, Tanzen, Malen und Dichten gehörten auch dahin. Wohin es aber kommen kann mit dieser ganzen musikalischen Grundausbildung, sieht man an diesem tragischen Mitschnitt einer Aufführung während einer „musikalischen Projektwoche 2008 in Velden am Wörthersee“. Hallo?!…

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Logokritik :::: Forum junger Autoren

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Geschickt gespielt mit einer optischen Täuschung. Der Kreis, der das Forum junger Autoren umgibt, wirkt gedellt. Der Gestalter oder die Gestalterin hat gerade Schriften auswählen gelernt und auch Schriftschnitte als Gestaltungsmittel neu entdeckt. Versalien, kursive und gerade Schnitte, verschiedene Schriften und Dicken. Alles dabei. Mittig, links- oder rechtsbündig? Egal. Vielleicht hätte man noch etwas mit Spiegelungen arbeiten können. Was den Grundgestalten Quadrat und Kreis an Buntheit fehlt, hier wird es in den Zeichen Ereignis.…

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Der Klang der Münze, der Duft des Bratens

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Gestern bei einer spontanen Lektüre dann diesen Abschnitt in Michel Serres' Der Parasit gefunden. Das hat mich erinnert an die alte Diskussion über die Materie des Urheberrechts in der Musik. Also über den Begriff des „Geistigen Eigentums“. Das dann gegenüber dem „materiellen“ steht. Serres erzählt also diese Geschichte. „Ein Landstreicher fand sich eines schönen Abends fast verhungert am Küchenfenster eines renommierten Restaurants. Die Düfte, die daraus hervordrangen, waren köstlich. Er sog sie ein: das…

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