Von allen Seiten ist die Kultur und die Vernunft durch Angriffe bedroht. Manchmal auch in der Sache zurecht.
Richard Sennetts reichhaltiges Buch “Respekt im Zeitalter der Ungleichheit” (Berlin 2003) ist eine schöne und komplexe Studie zur Frage der Herstellung von Respekt und seiner Verwirklichung bzw. seiner Verhinderung. Zahlreiche Schilderungen einzelner Phänomene, autobiographischer Art wie aus der Welt der weiten Soziologie und Politikwissenschaft, werden angeführt, analysiert und im historischen Kontext begriffen. Ein Buch, welches dennoch mehr Fragen hinterlässt als Erklärungen. Solange Sennett im historischen Kontext bleibt, ist eigentlich immer alles sehr klar und…
Das Vaterland hat einen Platten. Heute in der Nähe des Wochenmarktes in Kleinmachnow gesehen. Es gab schon Marken mit Position! Wenn man sich über Wikipedia etwas schlau macht, dann wird man feststellen, dass die bei "Vaterland" zuerst eigentlich als "Firma Herfeld & Co. zunächst Blasinstrumente und Akkordeons" herstellte. Man "war damals einer der führenden Versandgeschäfte von Musikinstrumenten und Hersteller in Deutschland. Das Unternehmen ging aus dem Betrieb der Familie Herfeld hervor und stellte bis…
Es ist eine Ewigkeit her, da habe ich auf der Dult in Regensburg dieses Päckchen mit Taschentüchern geschenkt bekommen. Eine Werbung für den privaten Radiosender Gong FM (gibt den noch). Ein Wortspiel mit unendlichen Verbindungen der Interpretation. Softie und Softies (andere Taschentuchmarke). Aber wie man die Sache auch dreht, da fasst ein junger Mann einer jungen Frau unter das Selbstgestrickte. Die Hosenreißverschluss der jungen Frau ist geöffnet und gibt den Blick frei auf Netzstrumpfhose…
Fasching und Sterben. Das stößt aufeinander in einem lyrischen Bild von Lichtenstein. Damit verbunden ein ästhetisches Ansinnen. In der Lungenheilstätte Viele kranke Leute gehen in den Gärten Her und hin und liegen in den Hallen. Die die Kränksten sind, verfiebern Alle armen Tage in dem heißen Grab der Betten. Ach, katholische Schwestern schweben Müd umher in schwarzen Gewändern. Gestern ist einer gestorben. Heute kann einer sterben. In der Stadt feiern sie Fasching. Den Unterschied…
den Laden hier dicht zu machen ... vielleicht noch ein Versuch, testenshalber, das Ding auf Drupal 8 zu wuppen. Und wenns schief geht, ist es eben Schluss damit. Letztlich interessiert es niemanden wirklich mehr, was in der Kritischen Masse einmal los war. Das ist ganz ohne Wehleidigkeit gesagt. Ich habe schon so viel Dinge auf den Müll gekippt, da wäre das jetzt auch nicht schlimm. Man muss wissen, wann es mit so einem Blog…
Das Internet vergisst nichts? Vergesst es. Dies und das vielleicht schon. ; „D ccc - und das über zwei Tage. War schon. Bleibt nicht. Wird weniger?
"Von heute an soll sich der Bürger, wenn er die Straße entlanggeht, in jeder Minute an der Tiefe des Denkens großer Zeitgenossen ergötzen, er soll das farbige Leuchten der schönen Freude des heutigen Tages betrachten, soll allenthalben der Musik – Melodien, Getöse, Lärm – wunderbarer Komponisten hören. // Die Straßen sollen ein Fest der Kunst für alle sein.“ (Dekret Nr. 1 über die Demokratisierung der Kunst. Zaunliteratur und Hinterhofmalerei - Vladimir Majakovskij, David Burljuk,…
Man kann Dinge noch so gut planen, die Art der Nutzung des Plans ist oft eine andere. Warum soll man man den Weg einer Barriere wählen, wenn links oder rechts ein weniger komplizierter Durchgang zur Weiterführung des Weges möglich ist. Der direkte Geradeausweg wäre hier nur der wahrscheinlich bessere, wenn man in den Weg weiterginge, der geradeaus führt – in eine Sackgasse. Das ist aber nur für wenige Nutzer tatsächlich eine Alternative. Warum überhaupt…
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, beklagte letztes Jahr ein fehlendes kulturpolitisches Engagement bei Tageszeitungen. "Die Unwilligkeit, kulturpolitische Themen zu recherchieren, wurde gerade wieder bei den Urteilen gegen die VG Wort und die GEMA deutlich. Obwohl die beiden Urteile zur Verlegerbeteiligung den Kulturbereich in seinen Grundfesten erschüttern, sind sie, wenn überhaupt, nur eine Randnotiz wert." [Quelle] Ich kann das nicht so ganz nachvollziehen. "Das Verhältnis zwischen Urhebern und Verlagen muss neu justiert werden"…